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Tipps für Garten & Balkon lesen!

Schattenpflanzen für Garten und Balkon gibt es in jeglichen Formen und Farben zu finden. Für viele Gärtner:innen sehen die Bedingungen für ein ideales Pflanzenwachstum trotzdem immer noch so aus: Sonne, Sonne und nochmals Sonne. Doch die Realität ist das genaue Gegenteil. Denn in einem Garten herrscht häufig genauso viel Schatten wie Sonne. Bäume, Hecken und Gebäude werfen stundenweise Schatten oder lassen in manche Ecken sogar gar kein Sonnenlicht. Doch solche Ecken sind kein Grund zum Verzweifeln. Es gibt zahlreiche Zierpflanzen, Obst- und Gemüsesorten und Kräuter, die genau solche Plätzchen brauchen, um ideal zu kultivieren. 

Schatten ist nicht gleich Schatten

Auch wenn sich unter dem "Schatten" womögliche jeder dasselbe vorstellt, unterscheidet man in der Botanik in verschiedene Arten des Schattens: absonnige Standorte, Halbschatten, lichter Schatten und Vollschatten.

  • absonnige Standorte: hier spricht man von Standorten, die zwar hell sind, aber nie direktes Sonnenlicht bekommen. Beispielsweise sind das Innenhöfe oder Plätze vor Mauern. 
  • Halbschatten: halbschattige Standort bekommen nur halbtags Sonne. Je nach Lage kommt die Sonnenperiode entweder vormittags oder nachmittags. 
  • Lichter Schatten: Der lichte Schatten ist dem Halbschatten sehr ähnlich. Allerdings kommt es hier nicht zu längeren Sonnen- und Schattenperioden, sondern zu einem stetigen Wechsel zwischen den beiden. 
  • Vollschatten: In vollschattigen Bereichen kommt kein Licht hin und es ist meist sehr kühl und dunkel. 

Je nach Schatten verändern sich auch die Pflanzen, die dort kultiviert werden können. Am besten informieren Sie sich über den Standort, den Sie bepflanzen wollen. Häufig reicht auch ein Foto, dass Sie im Gartencenter oder ihrer lokalen Gärtnerei vorzeigen. So können Sie individuell beraten werden. 

10 Schattenpflanzen im Überblick: 

  1. Krokus
  2. Funkien
  3. Frauenmantel 
  4. Akelei
  5. Waldmeister
  6. Farne
  7. Vergissmeinnicht
  8. Waldlilie
  9. Tränendes Herz
  10. Kräuter

1. Krokus

Unter Laubbäumen können Frühblüher wie Krokus zum Frühlingsanfang für echte Farbtupfer in schattigen Plätzen sorgen. Die kleinen Zwiebelblumen kultivieren ideal an schattigen bis halbschattigen Plätzen und kommen mit mäßig viel Sonnenlicht aus. So müssen schattige Garten- und Balkonbesitzer nicht auf die wunderschönen Frühlingsbrecher verzichten. 

Krokus als Frühblüher im Schatten. Foto: couleur/pixabay.com
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2. Funkien 

Die Funkie (Plantain Lilies) ist auch unter dem Namen Herzblattlilie bekannt und kommt aus der Pflanzenfamilie der Agavengewächse. Für viele ist die Funkie der Star unter den Schattenpflanzen und wurde 2009 zur Staude des Jahres gekürt. Die große Farbenvielfalt ist schön anzuschauen und zeigt zusätzlicher, welcher Standort der richtige ist. Für den Schatten eignen sich die weiß-grünen, weiß-gelben und die blau-grünen Sorten am besten. 

Die Funkie ist der Star unter den Schattenpflanzen. Foto: hans/pixabay.com
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3. Frauenmantel 

Der Frauenmantel (Alchemilla) gehört zu den Rosengewächsen und ist besonders für seine Heilkräfte bekannt. Besonders für Frauen, daher der Name, kann ein Tee aus dem Rosengewächs gegen Unterleibsentzündungen und Menstruationsprobleme helfen. Aber auch im Garten kann er als Bodendecker für schattige Plätze so manch ein Wunder verbringen. Mit den fröhlichen grün-gelben Blütenrispen ist der Frauenmantel ein idealer Lückenfüller, der mit vielen beliebten Staudenarten wie Rosen, Geranien und Lavendel harmoniert. 

Frauenmantel ist eine Heilpflanze, die auch als Bodendecker an schattigen Plätzen verwendet werden kann. Foto: kriemer_pixabay.com
KRiemer

4. Akelei 

Eine weitere Blattschmuckstaude ist der Akelei (Aquilegia Vulgaris). Sie kommt aus der Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse und kommt in etlichen Varietäten. Akelei steht gerne sonnig bis halbschattig oder in wandernden Schatten. Sie haben einen langen, meist farbigen Blütenstängel und hübsche, glockenförmige Blüten. Sie kommen in einem Farbspektrum von weiß bis lila und hübschen jedes Schattenbeet auf. 

Akelei verziert mit zarten, glockenförmigen Blüten das Schattenbeet. Foto: jggrz/pixabay.com
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5. Waldmeister

Ein beliebtes Kraut aus den Laubwäldern ist der Waldmeister (Galium odoratum). Bekannt als Geschmacksrichtung bei  Süßigkeiten wie Bonbons oder Wackelpudding dient das Kraut nicht nur als Schattenpflanze, sondern auch zum Naschen. Waldmeister wächst am liebsten an halbschattigen bis schattigen Plätzen. Waldmeister verbreitet sich wie ein Lauffeuer und ist daher ein idealer Bodendecker. Mit seinen kleine weißen Blumen balanciert er die Farbtöne im Schattenbeet aus. 

Waldmeister gibt es nicht nur in süßen Speisen. Verwenden Sie ihn als Bodendecker für Ihr Schattenbeet. Foto: hans/ pixabay.com
Hans

6. Farne

Ein weiterer Klassiker für vollschattige Standorte: Farne (Polypodiopsida). Sie gehören zu der Gruppe der Gefäßporenpflanzen und sind im wahrsten Sinne die Dinosaurier unter den Pflanzen. Schon vor 400 Millionen Jahren bildeten sie dichte Wälder. Auch bei den Fanen ist die Auswahl groß. Zu empfehlen sind die filigranen, buschig wachsenden Pfauenradfarn (Adiantum pedatum), die tropisch wirkenden Königsfarn (Osmunda regalis) und wintergrüne Schildfarne (Polystichum) mit den klassisch-dunkelgrünen, in einem Bogen überhängenden Farnwedeln. Sie fangen Ende April, Anfang Mai an auszutreiben. 

Farne sind die Dinosaurier unter den Pflanzen - auch im Schatten. Foto: couleur/pixabay.com
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7. Vergissmeinnicht 

Einer der beliebtesten Schattenpflanzen ist das Vergissmeinnicht (Myosotis).  Es gehört zu den Raublattgewächsen und kommt in den unterschiedlichsten Lichtverhältnissen klar. Das Vergissmeinnicht kommt in unterschiedlichsten Farben, manchmal sogar mit mehreren Farben in einer Pflanze und macht so seinem Namen alle Ehre. In Schattenbeeten bringt das Raublattgewächs bis Juni den idealen Farbtupfer. 

Vergissmeinnicht sind ideale Schattengewächse in sonnenarmen Gärten oder Balkonen. Foto: cocoparisienne/ pixabay.com
Cocoparisienne

8. Waldlilie

Die Waldlilie (Trillium), auch Dreiblätter genannt, kommt aus der Familie der Germergewächse. Ursprünglich kommt sie aus den Höhengebieten Asiens und Nordamerika. Mittlerweile ist sie aber auch in Europa stets vertreten. Mit ihrem Namen wird klar, dass sie mit schattigen und halbschattigen Plätzen ideal auskommt und sie sogar bevorzugt. Die zarten, weißen Blüten spiegeln den eleganten Lilien-Look wieder. 

Zarte, weiße Lilienblüten gibt es auch für den Schatten. Foto: darren_halstead/unsplash.com
Darren Halstead

9. Tränendes Herz 

Ein absoluter Hingucker ist die Pflanze Tränendes Herz (Lamprocapnos Spectabilis).  Sie ist unter anderem auch unter Zweifarbige Herzblume, Herzelstock oder Flammendes Herz bekannt. Sie ist die einzige Pflanze ihrer Art und gehört zu den Mohngewächsen. Aber augepasst, sie ist giftig! 2017 wurde sie als Giftpflanze des Jahres gekürt. Tränendes Herz verträgt nicht viel Sonne und ist somit für den Schatten ideal. 

Ein herzzerreißender Anblick. Die Pflanze Tränendes Herz verziert jedes Schattenbeet. Foto: ritae/ pixabay.com
RitaE

10. Kräuter

Bei Essbarem kommt es auf die Schattenart an. Viele Arten und Sorten wachsen problemlos im Schatten. Man kann mit Kräutern auch viel experimentieren und ausprobieren. Gut im Schatten gedeihen im Garten und auf dem Balkon Schnittlauch, Sauerampfer, Petersilie, Minze, Zitronenmelisse und Süßdolde.

Kräuter bringen einen frischen Duft und saftiges Grün in schattige Gärten. Foto: exclusive-design/ stockadobe.com
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Wenig Arbeit im schattigen Garten

Ein schattiger Garten oder Balkon hat aber auch Vorteile: die Pflege. Häufig sind Schattenpflanzen wahre Überlebenskünstler und beanspruchen wenig Pflege. 

Die meisten Schattenpflanzen freuen sich über waldartige Bedingungen mit humosen Boden. Um das zu schaffen, kann man auch Gras oder Gartenreste um die Pflanzen herum verteilen, um eine Bodenschicht zu erstellen, die in fast jedem Wald zu finden ist. 

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