Am 21. Juni in hat der Sommer offiziell begonnen. Wir konnten uns über den längsten Tag des Jahres freuen. Die veränderliche Tageslänge im Jahresverlauf hat einen starken Einfluss auf die Blütenbildung.

So sind Fuchsien und Rittersporn zum Beispiel Langtagspflanzen. Das heißt, sie legen erst bei einer Tageslänge ab etwa 14 Stunden Blüten an. Kopfsalat und Spinat fangen dabei als Langtagspflanzen an zu schießen, sofern es sich nicht um spezielle Sommersorten handelt. So kommen Langtagspflanzen in den Tropen nicht zum Blühen, da die erforderliche Tageslänge wie bei uns im Sommer nie erreicht wird.

Kurztagspflanzen blühen im Herbst oder im Frühjahr. So braucht die Herbstchrysantheme zur Blütenbildung lange Nächte. Ihre Blütezeit ist deshalb auch im Spätsommer und Herbst.

Es gibt aber auch tagneutrale Pflanzen, die unabhängig von der Tageslänge blühen können.

Früchte bekommen Sonnebrand
Die große Hitze vergangener Tage führte dazu, dass bei den Stachel- und teilweise auch an Johannisbeeren die Früchte Sonnenbrand bekommen haben. Als Auenwaldgewächse hatte diesen Sträuchern das kühle Wetter zuvor gut getan. So machte die plötzliche Sonneneinstrahlung ihnen besonders viel zu schaffen. Die Früchte mit Sonnenbrand schmecken scheußlich und neigen zudem zur Fäulnis. Am besten ist es, sie abzusuchen und zu vernichten.

Es ist viel zu wenig bekannt, dass man bei Gemüse ein starkes Wurzelwerk und einen festen Stand durch Anhäufeln mit Erde bekommt. Dies gehörte früher zum Allgemeinwissen eines jeden Gärtners. Angehäufelt werden Dicke Bohnen, Erbsen, Gurken, Kopfkohlarten, Tomaten, Kartoffeln und Porree. Alle anderen Pflanzen mit gestauchten Stängeln und Rosettenblättern benötigen diese Hilfe nicht. Ihr Herz sitzt sehr tief.

Ein Bedecken mit Erde würde zum Faulen führen. Hacken und Anhäufeln kann man in einem Arbeitsgang erledigen. Vorteilhaft ist es auch, trockene Erde über gegossene Pflanzen zu ziehen. Einmal Anhäufeln kann zweimal Gießen ersetzen. Der trockene Boden wirkt wie eine Isolierung gegen Verdunstung.

Wo das Mulchen freier Flächen nicht möglich ist, sollte der Boden regelmäßig mit der Hacke gelockert werden. Dies ist besonders wichtig nach Regenfällen. Zunächst aber sollte die Oberfläche etwas abgetrocknet sein, damit sie nicht verschmiert. Das ist besonders bei Lehm- und Tonböden der Fall. Es wichtig, den richtigen Zeitpunkt zur Bodenbearbeitung zu erwischen. Unkraut bei Gemüsepflanzen bekämpft man am besten durch flaches Durchhacken. Der auflaufende Samen wird somit ständig in Schach gehalten. Auch Erdflöhe mögen keine Bodenbearbeitung.

Trockene Triebspitzen zuschneiden
Trockene Triebspitzen an Sauerkirschen, Aprikosen, Pfirsichen und Mandelbäumchen sollten laufend bis ins gesunde Holz herausgeschnitten werden. Sonst wandert der Pilz der Spitzendürre immer weiter und kann dann einen ganzen Baum zum Absterben bringen. Immer häufiger kommt auch bei einigen Apfelbaumsorten diese Krankheit vor.

Jetzt, in der Hauptwachstumsphase ist der größte Befall von Mehltau. Manche junge Triebspitzen, vor allem an Apfelbäumen, sehen aus, wie mit Puderzucker überstreut. Um eine weitere Infektionen zu vermindern, sollten die kranken Pflanzenteile herausgeschnitten werden.

Bei den öfterblühenden Rosen gehört unbedingt ein Sommerschnitt gemacht. Nachdem der erste Blütenflor in nächster Zeit abgeklungen ist, werden die abgeblühten Blütenköpfe entfernt, damit wieder frische Triebe von unten nachwachsen können. Nach einer Verschnaufpause im Hochsommer, regen die kürzeren Tage die Pflanzen an, bis zum Frost laufend neue Blüten zu bilden.

Zwischen den Rosen gedeihen Stauden und Sommerblumen. Ein offener Boden dagegen fördert besonders den Pilzbefall, da bei Regen Sporen hoch gespritzt werden. Deshalb sind höher wachsende Rosensorten allgemein weniger anfällig für Krankheiten wie Sternrußtau, Rosenrost und Mehltau. Das Beste, was man für die Gesundheit der Rosen tun kann, ist ein luftiger und sonniger Standort.

Rosen mit anderen Pflanzen kombinieren
Rosen lieben die Geselligkeit. Sie umgeben sich gern mit einem angemessen Hofstaat. Ihre Vielseitigkeit in Größen und Formen so wie auch das riesige Farbsortiment, sprechen dafür, Rosen mit anderen Gartenpflanzen zu kombinieren.

Am besten eigneten sich dazu niedrige, nicht zu stark wachsende Stauden, die ebensfalls einen hellen und luftigen Standort lieben. Stauden zur Unterpflanzung, die blaue Farbtöne bilden, ist der Steppensalbei, Katzenminze, Ehrenpreis, Teucrium , Lein und Lavendel.

Für gelbe Töne sorgten Mädchenauge, Sedum: "Weihenstephaner Gold" als Teppich, Sonnenröschen, niedrige Schertlilie, filzige Schafgarbe und der kleine Alant: "Inula ensifolia". Schleierkraut hüllt die Rosen mit einem luftigen weiß- rosa Farbtupfer ein.

Die Schleifenblume erstrahlt in einem leuchtenden Weiß. Als Pflanzen zur Gesunderhaltung des Bodens haben sich Tagetes und auch Ringelblumen zwischen den Rosen bewährt. Bei Rosen sollte übrigens auf das Mulchen mit Baumrinde unbedingt verzichtet werden, da dies diesen Gewächsen überhaupt nicht gut bekommt.

Drei vegetative Vermehrungsarten
Es gibt drei vegetative Vermehrungsarten bei Gehölzen. Im Frühling geht das Vermehren nach dem Austrieb mit krautigen Stecklingen und im Herbst mit ausgereiften Steckhölzern. Leicht aber lassen sich jetzt krautige Steckhölzer von Beeren- und Ziersträuchern machen. Das Holz ist noch nicht ganz ausgereift und wächst daher besonders gut an. Die weiche Spitze von den jungen Trieben wird vor dem Stecken in den Boden ausgebrochen.

Bei dem zirka 20 Zentimeter langen Steckling verbleiben oben nur zwei Blätter, die etwa vier Zentimeter über der Erdoberfläche heraus schauen sollen. Bei lockerem Boden, etwas Schatten und genügend Feuchtigkeit kommt es jetzt schnell zu einem Anwachsen. Auch für die Vermehrung durch Absenker ist jetzt eine gute Zeit, da die Triebe noch nicht ganz verholzt und auch nicht zu weich sind. Dazu wird einen Trieb auf den Boden gesenkt und mit einer Astgabeln oder Steinen befestigt. Das Ende wird anschließend nach oben gebogen. Ein leichtes Anschneiden der Rinde mit dem Messer auf der unteren Seite erhöht die Garantie einer Bewurzelung.

Nach dem Anwachsen wird der Trieb von der Mutterpflanze getrennt.

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