Bäume kann man zu sehr verwöhnen
Bei Halb- oder Hochstämme in der freien Landschaft sollten die Baumpfähle nicht zu lange verbleiben. Nach drei Jahren Standzeit können diese entfernt werden. Der Baum sollte durch die Stütze nicht zu sehr verwöhnt werden, da dadurch das Wurzelwachstum verringert wird. Ein Baum richtet sich statisch so ein, wie er es braucht. Klein bleibende Bäume aber, die auf schwachen Unterlagen veredelt sind, brauchen aber das ganze Leben lang eine Stütze. Der Hasendraht oder die Plastikmanschette sollte noch einige Jahre länger verbleiben. In einem kalten Winter können Hasen auch noch an größeren Jungbäumen die Rinde abfressen.

Zauberhasel und Magnolien zurückschneiden
Wenn edle Gehölze wie Zauberhasel und Magnolien zu groß und zu breit geworden sind, kann man sie jetzt vorsichtig zurückschneiden. In der Vegetationszeit leiden die Gehölze nämlich am wenigsten unter einem Schnitt, da die Wunden gleich abgeschottet werden. Es sind dabei aber nur sehr vorsichtig lange Äste von außen her auf schwache ab zu setzten. Dies reduziert die Länge, ohne dass der Einsatz groß zu erkennen ist. Auf keinen Fall sollte bei solchen edlen Gehölzen an den Trieben herum "schnippeln". Dies verunstaltet den Strauch und führt zudem zum "Besenwuchs". Das Entstehen von Aststümpfen ist immer zu vermeiden. Besser sind mehrere kleine Schnitte, als wenige große. Der natürliche Habitus des Gehölzes sollte immer verbleiben und nicht bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt werden. So ist ein Rundschnitt total gegen die Natur.

Stiefmütterliche Jungfer im Grünen
Die "Jungfer im Grünen" ist eine einjährige Pflanze, die man früher in jeden Garten fand. Besonders häufig kann man sie noch in Bauerngärten antreffen. Sehr interessant sind die Einrichtungen der Blüte zur Bestäubung. Die "Jungfer im Grünen" ist eine sehr genügsame Pflanze und war deshalb weit verbreitet. Es gibt sie in verschiedenen Farben wie Blau, Weiß und Rosa. Somit kann man mit ihnen bunte Beete anlegen. Sie auch eine sehr schöne und haltbare Schnittblume. Die getrockneten Blütenkapseln werden zudem im Herbst gerne zum Basteln und in der Blumenbinderei verwendet. Leider führt die "Jungfer im Grünen" in den letzen Jahren ein stiefmütterliches Dasein. Einmal im Garten, kann sie sich wie die Ringelblume jedes Jahr wieder selbst aussäen.

Gartenyucca und Schönmalve
Die Gartenyucca sind zurzeit die imposantesten Pflanzen in unseren Gärten. Die hohen und leuchtend weißen Blütenstände verleihen ein südländisches Flair. Die Yucca kommt im Einzelstand besonders gut zur Wirkung. Sie benötigt viel Sonne und einen durchlässigen Boden. Staunässe dagegen passt ihr überhaupt nicht. Eigentlich ist sie eine recht anspruchslose Staude und dazu noch Schnecken so wie Kaninchen resistent.

Die Schönmalve blüht vom Mai bis zum Frosteinbruch. Sie liebt einen sonnigen Standort. An heißen Sonnentagen ist sie aber für den Halbschatten dankbar. Die Schönmalve kann auch gut als Wintergartenpflanze verwendet werden. Sie hat einem hohen Wasserbedarf, liebt aber keine Staunässe. Zur Überwinterung wird die Krone auf Hälfte der Blattmasse zurückgeschnitten. Alle 2 bis 3 Jahre muss die Pflanze umgetopft werden. Dies geschieht am besten im Frühjahr. Die Überwinterung erfolgt bei mindestens 10°. Diese Temperatur ist am besten im Wintergarten oder im Treppenhaus gegeben.

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