Die gefürchtete Walnussfruchtfliege breitet sich immer mehr in Europa aus. Jetzt hat sie auch seit einigen Jahren unsere Region erreicht. Der aus Nordamerika stammende Schädling schaut ähnlich aus wie die Kirschfruchtfliege und ist, ebenso wie diese, an den gebänderten Streifen auf den Flügeln leicht zu erkennen. Die Weibchen legen insgesamt 400 Eier auf die Schalen der unreifen Früchte von Walnüssen. Davon entfallen etwa 15 pro Frucht.

Schädlinge überleben den Winter

Die Maden ernähren sich von der fleischigen grünen Hülle der Nuss. Nach dem Reifungsfraß lassen sie sich zu Boden fallen und vergraben sich dort nur wenige Zentimeter tief. Als Puppe überleben sie den Winter im Boden. Das Fruchtfleisch der befallenen Nüsse wird durch die Fraßtätigkeit schwarz. Die Schäden sind in der Regel schon sehr beträchtlich. Je später der Befall droht, umso besser kann sich Frucht entwickeln. Das schwarze Fruchtfleisch lässt sich nur sehr schwer entfernen. Daher werden solche Nüsse unattraktiv. Sie halten sich auch nicht so gut im Lager.

Schwierig zu bekämpfen

Die Walnussfruchtfliege wurde als Neozoon aus Nordamerika eingeschleppt und erstmals am Ende der Jahre von 1980 in der Schweiz entdeckt. Von dort verbreitete sich der schlimme Schädling zunächst im Süden Europas aus wie zum Beispiel in Südtirol. Im Jahre 2004 tauchte der erste Befall auch bei uns in Deutschland im Breisgau auf. In den letzten Jahren werden jetzt in Franken immer mehr Nussbäume befallen.

Die Walnussfruchtfliege ist schwierig und nur sehr aufwendig zu bekämpfen. Die wichtigste Maßnahme ist, die befallenen Früchte in den Restmüll zu werfen. Eine Plane auf dem Boden unter dem Baum kann das Einbohren der Maden in den Boden mindern.