Basilikum, Rosmarin oder ein bisschen Schnittlauch – Kräuter können einer Mahlzeit nicht nur den richtigen Geschmack verleihen, sondern haben auch Heilwirkung und sind als Tee einsetzbar. Auf dem Wochenmarkt in Bamberg können regional angebaute Kräuter gekauft werden. Daneben gibt es noch die Möglichkeit, Kräuter selbst anzupflanzen. Hier ein Überblick über die gängigsten Kräuter, deren Pflege und Anwendungsbereich.

Kräuter können in Küchen- und Heilkräuter unterschieden werden, genauso wie in Würzkräuter. Zu unterscheiden sind zudem einjährige und mehrjährige Kräuter sowie winterfeste (beispielsweise Petersilie, Schnittlauch, Pfefferminze, Sauerampfer und Schafgarbe) und nicht winterharte Heilpflanzen (beispielsweise Dill und Basilikum). Manche Kräuter wie Lorbeer, Rosmarin und Ananassalbei müssen zum Überwintern ins Haus gestellt werden – jedoch nicht in die Nähe der Heizung. Besser geeignet ist ein kühler und heller Platz.

Pflege
Kräuter sollten nicht in Blumenerde gesät werden, da diese zu viel Kalium, Stickstoff und Phosphor enthält. Besser geeignet ist eine Kräutererde. Die meisten Kräuter fühlen sich auf sandigem Boden wohl (beispielsweise Rosmarin, Thymian oder Schnittlauch). Auch das Material des Gefäßes, in das die Kräuter gepflanzt werden, ist von großer Bedeutung. Hier eignen sich Ton- oder Terrakotta-Töpfe. Staunässe sollte beim Gießen vermieden werden, um Fäulnis vorzubeugen. Außerdem sollten verwelkte Blätter sofort entfernt werden.

Winterharte und nicht winterharte Kräuter
Schon bei der Pflanzung sollte in winterfeste und nicht winterfeste Kräuter unterschieden werden. Nicht winterfeste Kräuter werden in Töpfen angepflanzt, die über die Wintermonate in die Wohnung gestellt werden können (trockener Ort). Winterharte Pflanzen müssen mit Hilfe von Vlies vor Frost geschützt werden.
Kräuter, die Sie in Ihrer Wohnung anpflanzen, können während des ganzen Jahres gesät werden.

Was kann man mit Kräutern machen?
Wie die Unterscheidung schon darauf hinweist, können Kräuter sowohl zum Kochen und Verzieren als auch als natürliches Heilmittel eingesetzt werden. Als Tee, Salbe oder Tinktur können Kräuter ihre heilende Wirkung entfalten. Salbei wirkt gegen Halsschmerzen und Schwitzen, da es entzündungshemmend und adstringierend wirkt. Entweder kann man es als Teeaufguss verwenden oder die Blätter kauen. Letzteres ist bei Halsschmerzen zu empfehlen.
Rosmarin kann äußerlich angewendet werden, beispielsweise bei Rheuma oder Gicht. Bei Kreislaufbeschwerden und Verdauungsproblemen wirkt die Pflanze ebenfalls.
Vom Scharfgarbentee haben die meisten wohl schon etwas gehört, zumindest Frauen. Denn das Frauenkraut beziehungsweise die Lämmerzunge – wie es auch im Volksmund genannt wird – wirkt positiv bei Menstruationsbeschwerden. Auch innerhalb der Wechseljahre kann es eingesetzt werden.
Zitronenmelisse ist ein Allrounder. Nicht nur gegen Nervosität, Lippenherpes oder leichtes Fieber eingesetzt, wirkt es auch bei Zahnschmerzen und Ischias. Tee kann man aus den Blättern der Pflanze herstellen. Auch Umschläge sind bei der äußerlichen Anwendung möglich.
Fencheltee hilft bei Schlafstörungen oder Migräne sowie bei leichten Atemweginfektionen, da Fenchel schleimlösend, entspannend und antibakteriell wirkt.

Wie Kräuter trocknen?
Um das volle Aroma der Kräuter auch im Winter zu verwenden, kann man Kräuter trocknen. Dadurch wird der Geschmack bei einigen Sorten noch intensiver, wie beispielsweise bei Thymian oder Oregano. Auch Pfefferminze, Salbei, Kamille und Beifuss sind bestens zum Trocknen geeignet. Zuvor müssen sie jedoch noch geerntet werden. Der beste Zeitpunkt hierfür ist kurz vor deren Blütephase. Das Waschen ist nicht zu empfehlen, stattdessen den Schmutz nur abschütteln. Wer sich doch für das Säubern mit Wasser entscheidet, sollte die Kräuter danach mit Küchenrollenpapier abtupfen. Eine Stückelung der Pflanzen vor dem Trocknen ist nicht zu empfehlen. Stattdessen ist es besser, diese drei bis vier Tage an der Luft zu trocknen. Dazu die Stängel unten mit Garn umbinden und diese anschließend an einem schattigen und warmen Platz, der vor Wind geschützt ist, aufhängen.
Nicht geeignet zum Trocknen sind beispielsweise Kresse oder Sauerampfer. Diese Kräuter können jedoch tiefgefroren werden.

Hier ein Artikel zum Thema Wildkräuter-Köche: www.infranken.de/sv/erleben/essen-trinken/Detox-Kraeuter-und-regionaler-Genuss-Das-kulinarische-Fichtelgebirge;art155608,1345903