Kernstücke des Systems der modernen Hydrokultur sind der Kulturtopf, das wasserdichte Hydrokulturgefäß, der Wasserstandsanzeiger, die spezielle Nährstoffversorgung und Blähton als Substrat, welches es in verschiedenen Körnungen gibt und speziell für die Aufnahme von Wurzeln hergestellt wird. Zimmerpflanzen, die sich für die Hydrokultur eignen, werden in der Regel gekauft. Es lassen sich aber auch viele Erdpflanzen problemlos umstellen. Erfolgversprechend sind allerdings nur gesunde, wüchsige, junge und nicht zu große Pflanzen.

Und so wird es gemacht: Die Erdpflanze wird ausgetopft und der Wurzelballen eingeweicht. Dann entfernt man vorsichtig mit einem lauwarmen Wasserstrahl die lockere Erde vom Ballen. Dies geschieht so lange, bis absolut kein Boden mehr an den Wurzeln haftet. Erdreste in der Nährlösung können später Fäulnis hervorrufen. Der Blähton wird bereits einen Tag vor der Umstellung eingeweicht. Um die Umstellung von Erd- zur Hydrokultur zu erleichtern, wird die Pflanze einige Tage nach der Behandlung in einen Plastikbeutel bestellt, der oben locker zugebunden wird. Somit entsteht ein Minigewächshaus, welches vor Austrocknung am Anfang schützt.

Sogar Kakteen und Sukkulenten so wie auch Orchideen lassen sich in Hydrokultur ebenso gut wie in Erde kultivieren. Hier muss aber der Wasserstand sehr niedrig gehalten werden - dies vor allem bei niedrigen Temperaturen und während der Ruhezeit. Dem Kauf von Hydropflanzen sollte immer eine gute Beratung in einem Fachgeschäft vorausgehen.

Schnittblumen nehmen nicht über den gesamten Stil, sondern nur an der Schnittstelle das lebensnotwendige Wasser auf. Mit einem scharfen Messer wird durch einen Schrägschnitt eine möglichst große Wunde erreicht, um die Wasseraufnahme zu optimieren. Laubblätter von Schnittblumen sollten grundsätzlich nicht ins Phase Wasser tauchen, da sie schnell faulen, das Wasser verunreinigen und damit die Poren verstopfen. Auch auf die Tiefe muss geachtet werden. So benötigen zum Beispiel Tulpen und Gerbera in der Vase nur eine Wasserhöhe von drei bis vier cm. Weichstielige Blütenstängel, wie von Ranunkeln, Anemonen und Alpenveilchen werden kreuzweise von unten eingeschnitten.