Beim Pflanzen sollten die Lichtverhältnisse des Standortes wie Sonne und Schatten so wie Wuchshöhe, Blütezeit und -farbe der einzelnen Arten beachtet werden. Bei geschickter Auswahl können Stauden von Februar bis November blühen. Kleine Gruppen von verschiedenen Pflanzenarten bringen Ruhe in das Staudenbeet. Je kleiner und bescheidener die Staude ist, desto größer sollte die Gruppe sein. Alle Zwiebel- und Knollenpflanzen sind schon im Herbst für den Frühjahrsaspekt zu setzten.

Frühblüher kann man zwischen später aufstrebenden Arten setzen, an von denen sie nach dem Einziehen kaschiert werden. Kleine Unterpflanzenarten sollten nicht abrupt, sondern harmonisch mit höheren, ineinander übergehen. Zuerst werden die Leitstauden gesetzt. Prächtige Führungskräfte sind zum Beispiel Rittersporn, Pfingstrosen und Sonnenbraut. Solche Besonderheiten benötigt man aber nur in geringer Stückzahl. Sie werden mehr in die Mitte oder Hintergrund des Beetes gesetzt. Kleinere Stauden so wie Sommerblumen kommen nach vorne, damit sie besser wirken.

Die Farben und die Blütezeit kann man gezielt einsetzen. So wirkt ein Beet, welches in Gelb und Orange gehalten wird, sehr anregend und verbreitet Sommerstimmung. Ein Platz, an dem man sich zurückziehen will, sollte mit Blau, Violett oder zarten Pastelltönen gestaltet werden, da diese Kombination Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt. Erst das Zusammenspiel bestimmter Einzelfarben macht den besonderen Reiz und die Harmonie einer Pflanzung aus. Sehr reizvoll sind die Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegenden wie zum Beispiel Gelb-Violett oder Orange-Blau. Diese Ton-in-Tonfarben wirken sehr harmonisch. Pflanzen, die weiß blühen, können kräftige Farben neutralisieren.

Stauden, die viele Bodentriebe haben wie Sonnenbraut und Phlox, können jetzt noch geteilt werden. Bei der Umpflanzung ist stets der Standort zu wechseln. Beim Kauf von Stauden wie zum Beispiel Rittersporn sollte man nicht so große Exemplare erwerben. Diese haben meist schon in der Mitte abbaut. Jüngere Pflanzen sind dagegen viel vitaler. Ein Ausufern der Wurzel über den Rand des Behälters und aus den Abzuglöchern der Standfläche, weist auf eine Überalterung hin.

Alle sommerlichen Zwiebel- und Knollenblumen können jetzt an Ort und Stelle gepflanzt werden. Dazu gehören Monbretien, Pfauenlilien und Gladiolen. Für die Kapuzinerkresse kommt jetzt der Aussaattermin als Vorkultur in Töpfen. Diese Sommerblume wächst rasch und blüht bis zum Frost. Es ist viel zu wenig bekannt, dass man die Blätter in kleinen Portionen essen kann. Sie sind sehr gesund, da sie, ähnlich wie Knoblauch, eine blutreinigende Wirkung haben.

Bei der Pflanzung von "wurzelnackten" Sträuchern sollte man die Triebe stark zurück schneiden. Damit ist ein besseres Anwachsen gewährleistet. Das geringe Wurzelwerk kann ohne einen Rückschnitt den Nachschub an Feuchtigkeit für eine größere Blattmasse im Anfangsstadium kaum schaffen. Deshalb muss ein Ausgleich zwischen ober- und unterirdischen Teilen geschaffen werden. Außerdem können sich die Sträucher bei einem starken Pflanzschnitt von unten her kräftiger und buschiger entwickeln.

Die Wurzelspitzen werden vor dem Pflanzen nur leicht angeschnitten. An den Wundstellen bilden sich dadurch schneller Saugwurzeln. Bei Containerware ist aber eine Ausgewogenheit zwischen ober- und unterirdischen Teilen gegeben. Bei diesen Sträuchern ist das Pflanzen auch noch im vollem Laub oder sogar, wie zum Beispiel bei den Rosen, in der Blüte möglich. Natürlich zahlt man für diesen Vorteil einen höheren Preis. Bei Billigangeboten sollte man besonders die Durchwurzelung der Pflanzen in dem Behälter oder Jutesack überprüfen.