Bei Beet-, Edel- und Zwergrosen werden zunächst die ältesten Triebe bis zur Basis entfernt, sodass nur vier bis fünf jüngere stehen bleiben. Dann werden starke Triebe auf etwa sechs bis acht und schwächere auf rei bis fünf Augen eingekürzt. Es gilt hier die Regel: Je stärker der Rückschnitt, umso kräftiger der Neuaustrieb.

Anders ist der Schnitt bei Strauch-, Kletter- und Wildrosen. Öfter blühende Strauchrosen und Englische Rosen können wie überdimensionale Beetrosen behandelt werden. Für eine ausgewogene Form kürzt man schwache Triebe um zwei und starke um ein Drittel. Einmal blühende Strauch- und Wildrosen werden nur ausgelichtet. Dabei kommen vergreiste, kranke und zu dünne Triebe heraus.

Da diese Rosenart am mehrjährigen Holz blüht, würde man beim Einkürzen einen Großteil des Flors wegnehmen. Bei den dauerblühenden Kletterrosen muss man ebenfalls behutsam vorgehen, da sie ihren üppigsten Flor erst am mehrjährigen Holz bilden. Der jährliche Rückschnitt beschränkt sich auf das Entfernen von alten und zu dicht stehenden Trieben sowie das Einkürzen junger Seitentriebe auf drei bis fünf Augen. Einmal blühende Kletterrosen, die so genannten "Rambler Rosen", sind äußerst wüchsig und nur schwer zu korrigieren. Um die Pflanzen vital zu halten, werden erst nach der Blüte die Seitentriebe gekürzt und die zu dicht gewachsenen und schwachen Zweige entfernt.

Rosen werden von den Baumschulen in drei Klassen eingeteilt. Die Kategorie A hat drei, B zwei und C nur einen Trieb. Billigangebote gehören meist zur minderen Güteklasse. Verpackungen mit Folien schauen zwar wirkungsvoll aus, führen aber oft zur Schimmelbildung und Fäulnis an den Wurzeln und Trieben der Rosen.

Rechteckige oder quadratische Rosenbeete sowie Pflanzungen in Reihen sollten der Vergangenheit angehören. Sie bringen auch keine Beschattung des Bodens. Günstig ist es ist, verschiedene Rosen in der Höhe und Farbe miteinander zu kombinieren. Dazwischen gedeihen Stauden und Sommerblumen. Rosen sollen in ihrer Umgebung möglichst natürlich aussehen. Offener Boden fördert besonders den Pilzbefall. Rosen lieben es, wenn der Boden mit krautigen Pflanzen beschattet ist. Der Wurzeldruck von Bäumen und hoch wachsenden Sträuchern gefällt ihnen gar nicht.