Blüte zu jeder Jahreszeit

Es schadet nicht, wenn die Blütenblätter an dem Boungainvillea abfallen. Mit dem "Trockenen-Trick" gibt man den Pflanzen eine Ruhepause. Wenn die Blätter abgefallen sind werden die jüngeren Triebe um die Hälfte eingekürzt - Dann wird wieder normal gegossen. Die Pflanze erwacht dann zum neuen Leben und steht innerhalb weniger Wochen wieder in voller Blüte. Mit diesem Trick kann man zu verschiedenen Jahreszeiten die Blüte der Boungainvillea "herauskitzeln". Ballentrockene Pflanzen dürfen nicht gedüngt werden, damit es zu keinen Verbrennungen an den Wurzeln kommt. Auch bei faulender Nässe in der Erde lassen die Pflanzen einfach ihre Blätter fallen.


Anfang August Kaiserkronen pflanzen

Kaiserkronen werden früher als die meisten Knollen- und Zwiebelblumen gepflanzt. Schon Anfang August sollte man sie etwa 25 Zentimeter tief in den Boden legen. Da die Zwiebeln keine Hüllen haben, trocknen sie schnell aus. Deshalb gehören sie gleich nach dem Kauf gepflanzt. Die stattliche Kaiserkrone blüht im zeitigen Frühjahr.


Ein gesunder Geheimtipp

Die Japanische Weinbeere (Rubus phoenicolasius) ist ein echter Geheimtipp. Die Früchte schmecken einfach köstlich. Sie sind zudem sehr reich an Vitamin C. Die Weinbeeren lassen sich auch sehr gut eingefrieren und zerfallen nach dem Auftauen nicht. Sie sind direkt verwandt mit den Brombeeren und Himbeeren. Der sehr dicht wachsende Strauch wird mit seinen überhängenden Trieben etwa 1,60 m hoch und wirkt sehr dekorativ. Es werden von Mitte Juni bis Ende August sehr viele herrliche Früchte produziert, die nicht gleichzeitig reifen. So hat man über drei Monate ständig im Garten etwas zum Naschen. Die Anzucht ist ähnlich wie bei den Himbeeren. Man kann die Weinbeeren sehr leicht durch Ableger vermehren.

Verblühte Triebe sind je tzt beim Schmetterlingsstrauch laufend zu entfernen, damit die jungen von unten her nachwachsen. Da durch zieht sich auch die Blütezeit länger hin. Es wird so kein Samen angesetzt, der hemmend auf das weitere Blühverhalten wirkt.

Die Spinnenblume ist ein unermüdlicher Blüher von Ende Mai bis zum Frost . Oben werden immer wieder neue Blüten gebildet, so dass die Stile immer länger werden. Das tut aber der Schönheit der Pflanze keinen Makel verleihen. Es macht sie sogar noch interessanter.


Engen Zeitraum unbedingt einhalten

Der Saattermin für Winterzwiebel vom 10. bis 25. August muss eingehalten werden, damit die Pflanzen nicht zu groß in den Winter gehen, andererseits aber nicht zu klein bleiben. Die Saat kann ruhig dicht erfolgen, da es über Winter ohnehin immer einige Ausfälle gibt. Die Kultur ist vor allem dadurch interessant, dass man sehr früh im folgenden Jahr Laubzwiebeln ernten kann. Der Winteranbau ist auch später durch Steckzwiebeln möglich. Diese sind aber meist, im Gegensatz zur Saat, nur sehr schlecht zu bekommen. Sorten wie Presto, Radar oder Romy müssen zwischen dem 20. September und 5. Oktober in den Boden kommen. Die Ablagetiefe beträgt bei den Steckzwiebeln für den Winteranbau 5 cm.

Für die Herbsternte kann Spinat noch bis Ende August angesät werden. Wenn man aber eine Überwinterung anstrebt, ist der beste Aussaattermin Mitte September bis Anfang Oktober. Am Anfang des Monats ist noch möglich, Herbstsalate wie Zuckerhut, Endivien, Chinakohl und Radicchio zu pflanzen. Bei Rucola können ständig Nachsaaten bis Anfang Oktober stattfinden.


Heinrich Theodor Fontane's Empfehlung

Die Roten Rüben, oder auch rote Bete genannt, werden normal von Mai bis Ende Juni ausgesät. Bei den sogenannten "Baby Beets" geht das aber sogar noch bis Anfang August . Die Kulturdauer beträgt hier nur zwei Monate. Lässt man die Rüben nur 3-5 cm im Durchmesser groß werden, sind sie besonders zart und sehr wohlschmeckend. Sie sind deshalb ein Geheimtipp für Feinschmecker. Ebenso erfolgt die Aussaat Teltower Rübchen erst im Spätsommer. Die zarten Rüben wachsen in sehr schneller Zeit im warmen Boden heran. Sie werden zum Kochen geschält und in Stücke geschnitten. Die Teltower Rübchen haben übrigens einen wunderbaren erfrischenden Geschmack. Von diesem schwärmte in einer Erzählung schon der deutsche Schriftsteller Heinrich Theodor Fontane.


Minigewächshaus für Kräuter-Stecklinge

Viele Kräuter kann man jetzt durch Stecklinge vermehren. Dazu werden zum Beispiel von Beifuß, Salbei und Zitronenmelisse, aber auch von Estragon, Lavendel, Rosmarin und Thymian die Triebspitzen abgeschnitten. Diese kommen in mit Sand gefüllte kleine Töpfe. Dann wird angegossen und die Stecklinge an einen sonnengeschützten Platz aufgestellt. Als Verdunstungsschutz legt man eine Folie darüber oder steckt die Töpfe in einen durchsichtigen Müllbeutel, der oben locker und luftdurchlässig zugebunden wird, so dass ein Minigewächshaus entsteht. Sobald sich die ersten Wurzeln gebildet haben, werden die Stecklinge in Töpfe mit Erde gepflanzt.