Vielen Gartenbesitzern fehlen aber in der heutigen Zeit leider doch oft der Weitblick, die Geduld und das Wissen, um sinnvoll mit der Natur umzugehen. Die Meinungen der Nachbarn und das Pressen in Normen sind manchen wichtiger, als ein sinnvolles Abwarten und Sichentwickelnlassen. So entstehen momentan viele Gärten, die immer mehr losgelöst vom eigentlichen Ursprung sind und auch Natürlichkeit vermissen lassen. Je mehr jemand dazu lernt, desto mehr begreift er, wie komplex die Zusammenhänge in der Natur sind. Deshalb sollte man besser nur behutsam eingreifen. Das heißt, nicht brachial vorzugehen, sondern mit Augenmaß.


Bei der Gartenplanung an's Alter denken

Bei der Planung und Anlage der Gärten ist zu berücksichtigen, dass die Menschen immer älter werden und sich dadurch die körperlichen Voraussetzungen verändern können. Deshalb gilt es, breite Wege anzulegen, um bequem mit Gehhilfen laufen zu können. Außerdem sollten die Wegebelege auch im nassen Zustand trittsicher und rutschfest sein. Studien belegen die vielen positiven Einflüsse der Gartenarbeit auf die Gesundheit. Für Senioren ist sie ein wahrer Jungbrunnen. Insgesamt führt die Tätigkeit in einem Garten zur dauerhaften Vitalität bis ins hohe Alter. Hobbygärtner sind zudem naturverbundene und ausgeglichene Menschen.


Verschönerung der Hausfassade und des Gartens

Spaliergerüste können die Fassade eines Hauses sehr verschönern. Dazu gehört aber viel Fingerspitzengefühl. Die Struktur muss zum Haus passen. Ein Abstand von ca. 10 cm zur Hauswand ist ideal, damit hinter den Pflanzen später noch die Luft in durchstreichen kann. Auch ist es wichtig, wie z.B. beim Wein, die Triebe außen anzubinden, damit sie nicht innen durchwachsen und so das Gerüst wegdrücken können.

Laubbäume machen im Sommer Gärten zu grünen Oasen. Sie filtern die Luft, binden Schadstoffe, geben Schatten und Kühlung an heißen Tagen. Bäume sind ein Spiegelbild unserer Kultur. Sie erfreuen Herz und Gemüt, strahlen Ruhe und Gelassenheit aus.

Ohne die Braut der Sonne wäre der Sommer weit weniger schön. Es gibt die Staude "Sonnenbraut" in vielen Farben und Variationen. Besonders wirkungsvoll ist es, mehrere Sorten miteinander zu kombinieren und so ein buntes Blütenmeer zu schaffen.


Tiere bereichern sich an der Ernte

Ein Hobbygärtner sollte davon ausgehen, dass etwa 10% seiner Ernte den Tieren des Umfeldes gehören - so ernähren sich beispielsweise Feldhasen zum Glück nicht einseitig. Ist einem dieser Umstand bewusst, kann man nachts nicht nur besser schlafen, sondern ist auch mehr im Einklang mit der Natur.


Durch das Hacken viel Wasser sparen

Wichtig bei der Hitze ist, dass der Boden an der Oberfläche immer krümelig bleibt. Das kann man mit der flachen Hacke erreichen. So wird auch das Unkraut ständig zurückgehalten. Wenn man zum Beispiel einen Lehm- oder gar Tonboden laufend stark wässert, ist dieser bei der sengenden Sonne gleich knochenhart. Die Wurzeln orientieren sich zudem dorthin, wo gerade die Feuchtigkeit zu holen ist. Das sollten dann die unteren Bereiche im Boden sein, die trotz der langen Trockenheit bei bindiger Erde immer noch leicht feucht sind. So haben früher die Bauern mit der Rübenhacke bei ihren Hackfrüchten immer die Erde leicht krümelig gehalten. Ein Durchhacken mobilisiert zudem Nährstoffe. Man spart natürlich viel Wasser, da die lockere obere Erdschicht isolierend wirkt.

Bei sandigem Boden funktioniert das natürlich nicht so gut, da bei diesem die Fähigkeit Feuchtigkeit zu binden sehr viel geringer ist. Viele Gemüsepflanzen wie Lauch, Grünkohl und Rote Bete werfen die unteren Blätter bei dieser Hitze ab, um damit besser im oberen Bereich überleben zu können. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang.