• Wegfall des Solis für 90 Prozent der Lohn- und Einkommenssteuerzahler
  • Für 6,5 Prozent entfällt der Soli teilweise
  • Nur Topverdiener müssen ihn weiter bezahlen

Für Arbeitnehmer gibt es in diesem Jahr wieder einige wichtige Änderungen: So steigt in diesem Jahr beispielsweise erneut der Mindestlohn an. Eine der größten Änderungen für Steuerzahler ist der Entfall des "Soli" (Solidaritätszuschlag). Rund 90 Prozent der Lohn- und Einkommenssteuerzahler werden künftig von der Zahlung vollständig befreit, erklärt das Bundesfinanzministerium

Mehr Entlastung für Steuerzahler - so viel sparen Sie

Der Soli war ein Zuschlag von 5,5 Prozent auf die Einkommens-, Lohn- und Kapitalertragssteuer. Die exakte Höhe ist also abhängig von der zu zahlenden Steuer. "Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ist, zusammen mit den Steuersenkungen, die wir jetzt auf den Weg gebracht haben, die größte Steuerentlastung seit sehr, sehr langer Zeit", erklärt Finanzminister Olaf Scholz (SPD).  Doch wer profitiert am meisten von der Abschaffung?

Profiteure des Wegfalls sind insbesondere alleinstehende, konfessionslose Arbeitnehmer. Bei einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 3994 Euro brutto werden künftig 614,04 Euro pro Jahr gespart. Über die Monate verteilt ergibt sich daraus ein zusätzlicher Nettolohn von rund 51,34 Euro pro Monat. Wie viel Euro Sie künftig einsparen, können Sie auf der Seite des Bundesfinanzministeriums berechnen. 

Deutlicher wird die Entlastung bei Familien mit Kindern sichtbar. Bei einem gemeinsamen Monatsverdienst von 8000 Euro brutto und einer daraus resultierenden monatlichen Lohnsteuer in Höhe von 1.323,66 Euro ergibt sich ein Soli von 51 Euro, der eingespart wird. Mit zunehmendem Bruttolohn steigt auch die Einsparung des Solis: Bei einem gemeinsamen Bruttolohn von 10.000 Euro werden bereits 82,56 Euro Solidaritätszuschlag pro Monat eingespart, wie t-online berechnet hat. 

Wer profitiert nicht von der Abschaffung?

Für Geringverdiener ändert sich mit dem Wegfall des Solis nichts, da sie bislang ohnehin keinen Solidaritätszuschlag zahlen mussten. Davon betroffen sind Arbeitnehmer mit einem monatlichen Einkommen von unter 1700 Euro brutto.

Auch Topverdiener bleiben von der Abschaffung des Solidaritätszuschlags unberührt. Wer mehr als 9300 Euro brutto monatlich verdient, muss weiterhin die 5,5 Prozent Soli bezahlen. Selbiges gilt für Paare mit einem gemeinsamen Bruttolohn von mindestens 18.250 Euro monatlich. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) werden deutschlandweit etwa sechs Millionen den Soli weiterhin bezahlen müssen.