Wenn im August oder September 2022 alle Beschäftigten in Deutschland 300 Euro vom Staat als Energiepauschale mit dem Lohn überwiesen bekommen, gehen Rentner*innen leer aus.

Das ist für die rund 21 Millionen Menschen mit Rente in Deutschland frustrierend, viele fühlen sich bei den Maßnahmen des Entlastungspakets vernachlässigt, auch wenn sie genauso wie alle anderen die steigenden Preise bei Energie und Kraftstoffen tragen müssen.

Ein Tag Arbeit reicht für 300 Euro Energiepauschale

Wie CDU-Finanzexpertin Antje Tillmann aber gegenüber der Bildzeitung bestätigte, gibt es einen Trick, wie auch Rentner*innen an die 300 Euro Energiepauschale kommen können.

Die Finanzexpertin rät Menschen im Ruhestand, selbst eine Arbeit auszuüben. So könne man sich für die 300 Euro berechtigen. Der Vorschlag klingt erst einmal zynisch, doch der eigentliche Trick ist, dass Renter*innen diese Beschäftigung nur für einen Tag ausüben müssen, um an die Energiepauschale zu kommen.

Klingt unglaublich, ist aber korrekt: Wie das Finanzministerium laut Bild-Bericht bestätigt, ist es völlig legitim, einen Tag lang einen Minijob auszuführen oder selbständig tätig zu sein.

Nachweis über die Arbeit muss erbracht werden

Einmal auf die Enkel aufpassen als selbständige Tätigkeit genügt und man steht auf der Liste für die 300 Euro brutto. 

Renter*innen erhalten das Geld jedoch nicht wie andere in diesem Herbst mit dem Lohn, sondern können sich den Bonus bei der Steuererklärung im folgenden Jahr sichern.

Finanzexpertin Antje Tillmann dazu bei Bild: „Es reicht aus, dass zum Beispiel ein Rentner einmal im Jahr 2022 eine Stunde auf seinen Enkel aufpasst und dafür von seinen Kindern 12 Euro Mindestlohn im Rahmen eines Minijobs oder aus selbständiger Tätigkeit erhält. Im Anschluss gibt er diese Einkünfte in der Steuererklärung an, bekommt die Energiepreispauschale im Mai 2023 ausbezahlt.“

Renter*innen müssen nachweisen, dass sie die Arbeit ausgeführt haben, am besten mit einem Kontoauszug, der das erhaltene Gehalt, bzw. Honorar aufweist. Dann steht den 300 Euro nichts mehr im Weg.

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