Der Gesetzgeber hat die Verlängerung der Sonderregelungen für die Kurzarbeit bis zum 30. Juni 2022 nun beschlossen, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilt. Schon seit einiger Zeit stand die Verlängerung bereits im Raum. Darunter fallen der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld, der Anspruch auf erhöhte Leistungssätze sowie die Hinzuverdienstmöglichkeiten während der Kurzarbeit. Sowohl für Betriebe, als auch für Beschäftigte sind das gute Nachrichten. 

Bis Ende Juni 2022 gelten also weiterhin Sonderregelungen: So besteht etwa ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent hinnehmen müssen. Des Weiteren müssen keine negativen Arbeitszeitsalden aufgebaut werden. Die Unterstützungsmöglichkeiten gelten ebenfalls für Beschäftigte in der Leiharbeit.

Minijobs sind weiterhin möglich - abzugsfrei 

Die Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds kann sich zudem bis auf 28 Monate (maximal aber bis zum Ablauf des 30. Juni 2022) verlängern, wenn der Anspruch darauf bis zum 30. Juni 2021 entstanden ist. Schließlich wird das Kurzarbeitergeld für Beschäftigte in Kurzarbeit, die einen Lohnausfall von mindestens 50 Prozent haben, bis Ende Juni aufgestockt.

Ab dem 4. Bezugsmonat – gerechnet ab März 2020 – auf 70 Prozent (77 Prozent für Menschen, die Kinder haben) und ab dem 7. Monat auf 80 Prozent (87 Prozent für Personen mit Kindern) des Netto-Lohns. Auch Minijobs dürfen laut Bundesagentur für Arbeit anrechnungsfrei weiterhin ausgeführt werden. 

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