• Kinderzuschlag im Jahr 2022: Höchstbetrag wurde erhöht
  • Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien werden finanziell unterstützt
  • Kinder-Sofortzuschlag: Diese Maßnahme plant die Ampel-Regierung außerdem
  • Ernüchternd: Die Kindergrundsicherung hat es doch nicht in den Haushaltsentwurf geschafft

Der Höchstbetrag für den Kinderzuschlag wurde aufgestockt. Er ist am 1. Januar 2022 auf 209 Euro pro Kind und Monat gestiegen. Die Zahlungen für Familien, die bereits den Zuschlag beantragt haben oder erhalten, werden automatisch angepasst. Eltern müssen demnach nicht tätig werden. 

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Der Höchstbetrag ist damit um 4 Euro im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Berechtigt sind Elternpaare und Alleinerziehende, wenn unter anderem folgendes zutrifft:

  • Die Eltern sind für das jeweilige Kind kindergeldberechtigt 
  • Das Einkommen der Eltern erreicht die sogenannte Mindesteinkommensgrenze (für Paare: 900 Euro, für Alleinerziehende: 600 Euro)
  • Das Kind ist unter 25 Jahre alt
  • Das Kind ist unverheiratet
  • Das Kind lebt im selben Haushalt

Der Antrag auf Kinderzuschlag kann direkt online ausgefüllt und die notwendigen Nachweise hochgeladen werden. Die Agentur für Arbeit teilt außerdem mit, dass sich in wenigen Schritten online prüfen lässt, ob sich ein Antrag lohnt. Auf der offiziellen Website hilft der "kiZ-Lotse" bei der Beantwortung der Frage, ob man als Eltern Anspruch auf die Zahlung des Kinderzuschlags hat. Für die Beantwortung individueller Fragen zum Kinderzuschlag kann von zu Hause eine Videoberatung vereinbart werden.

Kindergrundsicherung: Diese Finanzhilfen ist doch nicht im Haushalt eingeplant

Die Kindergrundsicherung sollte die bisherigen Finanzhilfen für Familien wie Kindergeld und Harzt-IV-Leistungen für Kinder bündeln. Die Auszahlung sollte laut Plänen der Ampel-Koalition "automatisiert" werden und somit leichter zugänglich sein, ohne komplizierte Beantragung. Der Betrag hätte sich aus zwei Teilen zusammengesetzt: Ein garantierter Betrag, unabhängig vom Einkommen, der für alle Kinder gleich hoch ist und auch an alle ausgezahlt wird sowie ein Zusatzbetrag, abhängig vom Einkommen der Eltern. Aus dem Plan wird in diesem Jahr aber wohl doch nichts. Die Kindergrundsicherung steht nicht im Haushalt der Bundesregierung - neben manch anderen Projekten.


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Obwohl vieles noch unter Vorbehalt steht, liefert der Haushaltsentwurf für 2022 interessante Informationen. Nämlich darüber, welche Projekte aus dem Koalitionsvertrag der Ampel nicht so schnell umgesetzt werden – zumindest nicht direkt im ersten Jahr der Regierung, wie ursprünglich geplant.

Dazu gehören eine Reihe von Projekten: Zukünftige Eltern können in diesem Jahr noch nicht mit mehr Elterngeldmonaten rechnen, wenn sie sich die Elternzeit teilen. Im Koalitionsvertrag ist eigentlich von einem zusätzlichen Monat die Rede. Auch für das Bürgergeld als Hartz-IV-Ersatz und die neue Kindergrundsicherung, für die vor allem Grüne und SPD warben, sind im diesjährigen Bundeshaushalt keine Mittel eingeplant.

Kinder-Sofortzuschlag: Datum der Auszahlung steht noch nicht fest

Wie hoch die Kindergrundsicherung sein sollte, stand nicht im Koalitionsvertrag. Etwas konkreter sind dagegen die Pläne zum Kinder-Sofortzuschlag. Die neue Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) hat bei ihrer Amtsübernahme den Zuschlag für Kinder und Jugendliche aus einkommensarmen Familien angekündigt. Laut dpa sollte das Geld Empfängern von Hartz IV, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag zugutekommen, bis die Koalition die Kindergrundsicherung umgesetzt hat - aber aus der wird voraussichtlich erstmal nichts. 

"Die genaue Höhe werden wir noch festlegen", sagte Spiegel im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Auf die Frage, ob es stimmt, dass der Sofortzuschlag, zehn bis 25 Euro pro Kind und Monat betragen soll, antwortete die Ministerin: "In diese Richtung geht es." Zudem soll der Betrag nach Alter gestaffelt werden. Ein konkretes Datum, wann die Auszahlung beginnt, gibt es auch für den Kinder-Sofortzuschlag nicht. Der Zuschlag müsse aber "so schnell wie möglich" kommen, so Spiegel.

Überblick über die Änderungen 2022: 

 

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