Weihnachten in der Corona-Krise: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnte bereits Ende Oktober vor einem "einsamen Weihnachten", falls man die Corona-Fallzahlen nicht unter Kontrolle bekomme. Und tatsächlich scheint ein einsameres Weihnachten als üblich, ein realistisches Szenario für das Weihnachtsfest 2020 zu sein. 

Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Corona-Fallzahlen weiterentwickeln und welche Maßnahmen daraus resultieren. Unabhängig davon hat der wohl bekannteste deutsche Virologe der Corona-Pandemie Christian Drosten sich zu Weihnachten in der Corona-Krise geäußert. Gegenüber Zeit Online sagte er, dass eine "Vor-Quarantäne" vor den Feiertagen sinnvoll sei. 

Corona an Weihnachten: Virologen mit Expertentipps

Im Idealfall solle man sich circa eine Woche vor dem Familienbesuch isolieren und "soziale Kontakte so gut es geht vermeiden", so Drosten. "Dann fährt man zu den Verwandten und hat im Hinterkopf, dass man sich in dieser Woche mit weniger Kontakten wahrscheinlich nicht infiziert hat", so der Virologe weiter.

Für den Fall, dass ein Familienmitglied sich mit dem Coronavirus infiziere, müsse dies vor der Zeit der "Vor-Quarantäne" passiert sein. Dass in diesem Fall alle aus der Familie vor dieser Zeit symptomfrei bleiben würden, sei eher unwahrscheinlich, so der Charité-Virologe. "Es ist nicht zu früh, jetzt schon über Weihnachten zu sprechen – was in diesem Jahr kein normales Fest sein wird, sagt auch Isabella Eckerle, Leiterin des "Zentrums für Viruserkrankungen" an der "Universität Genf", in einem Gastbeitrag der Zeit

Sinnvoll sei, eine Art "Kernfamilie" zu bilden, die gemeinsam die Feiertage verbringe - im Optimalfall nur ein einziger Haushalt: "Mit dieser Gruppe teilen wir dann nicht nur unsere Plätzchen, den Weihnachtsbraten und die Festtagsstimmung, sondern auch ein gemeinsames Infektionsrisiko."

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tu