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Silvester: Diese Städte in Franken verbieten Böller

Die Diskussion, ob und wo Feuerwerke an Silvester verboten werden, ist nicht neu. Alle Jahre wieder geraten die Befürworter und Gegner aneinander. In einigen Städten in Franken gibt es Feuerwerk-Verbotszonen. Was muss man zum Jahreswechsel beachten?
Der Anblick von Raketen gehört vielleicht bald der Vergangenheit an. Manche Städte und Gemeinden haben schon jetzt ein Böller-Verbot für Silvester ausgesprochen. Foto: Miguel Acosta/pexels.com

Update 27.12.2019: Sechs Städte in Franken mit Böller-Verbotszonen zu Silvester

In Franken gibt es zum Jahreswechsel einige Städte, die Verbotszonen für Feuerwerk eingerichtet haben. Die Polizei Mittelfranken hat für Schwabach, Fürth und Nürnberg Karten veröffentlicht, die zeigen, wo das Zünden von Böllern verboten ist.

Schwabach: Verbotszone auf dem Königsplatz und Martin-Luther-Platz

Foto: Polizei

Fürth: Böllerverbot auf der Fürther Freiheit, am Kohlenmarkt, rund um das Rathaus und am Dreiherrenbrunnen

Foto: Polizei

Nürnberg: Verbotszonen um die Burg, am Hauptmarkt und rund um die Lorenzkirche

In Nürnberg weist die Polizei auch darauf hin, dass auf der Kaiserburg weder Flaschen noch Gläser erlaubt sind.

Foto: Polizei

In Oberfranken gibt es Verbotszonen in den Innenstädten von Bamberg, Hof und Bayreuth. In Unterfranken gibt es ein Böllerverbot in Würzburg.

Erst vor kurzem hat die Deutsche Umwelthilfe ein Feuerwerksverbot für fast 100 deutsche Städte gefordert. Ihre Argumente sind, dass durch Verbote die extreme Feinstaubbelastung, vermeidbare Unfälle, Müllberge und Brände verhindert werden können.

Wo ist Böllern in Franken verboten?

Einige Städte in Franken haben bereits frühzeitig bekannt gegeben, zu Silvester Böller-Verbotszonen einzurichten. Gekennzeichnet werden diese durch Schilder und sollen auch von der Polizei kontrolliert werden. Wer dennoch böllert, riskiert saftige Strafen.

Bereits im Oktober hat der Stadtrat in Bayreuth Silvesterfeuerwerke verboten. Mit 14 zu zwei Stimmen fiel diese Entscheidung sehr eindeutig aus. Von der Sperrzone betroffen, ist die komplette Innenstadt, da so historische Gebäude, wie das Opernhaus, geschützt werden sollen. Zusätzlich bittet der Stadtrat darum, auch in der Nähe von Krankenhäusern, Altenheimen und Tierheimen auf Knaller und Raketen zu verzichten.

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Auch die Stadt Nürnberg erlässt seit mittlerweile 19 Jahren besondere Regelungen für die Silvesternacht. Rund um die Nürnberger Burg, Richtung Innenstadt und einigen weiteren Stadtteilen dürfen keine Feuerwerke veranstaltet werden. Zudem sind teils auch Glas und andere zerbrechliche Gegenstände verboten. Genaue Informationen finden Sie auf der Homepage der Stadt.

Zusätzlich hat die Baumarktkette Hornbach entschieden, ab 2020 keine Böller mehr zu verkaufen. Die Marktleiterin der Nürnberger Filiale freut sich über diese Entscheidung. Ihr liegt das Wohl der Tiere und die Umwelt am Herzen.

Feuerwerksverbote in Bamberg, Bayreuth, Nürnberg und Würzburg

Ähnlich wie Bayreuth handhaben es auch Bamberg, Fürth und Würzburg: Zum Schutz der historischen Gebäude gelten für die Innenstädte strikte Feuerwerksverbote. Ein Sprecher des Verbands der pyrotechnischen Industrie sieht das kritisch: "Feuerwerk als kulturelles Gut ist aus unserer Sicht unbedingt zu erhalten."

Können Städte einfach so Feuerwerke verbieten?

Alle Feuerwerk-Liebhaber können jedoch aufatmen: Ein grundsätzliches Verbot ist derzeit noch nicht möglich. Zwar können Städte und Gemeinden in speziellen Zonen Feuerwerke verbieten, sind hier aber an bestimmte Richtlinien gebunden: Neben den Gründen Umweltschutz und Lärmbelastung, spielt hier vor allem der Sicherheitsaspekt eine Rolle.

Gerade in der Nähe von historischen Gebäuden, Fachwerkhäusern, Kirchen, belebten Plätzen und auch Krankenhäusern können Städte und Gemeinden Verbotszonen einrichten. Denn an diesen Orten ist die Belastung für Anwohner und die Brandgefahr besonders hoch. Ein generelles Verbot aber kann nicht erwirkt werden, da die Gesetzgebung beim Bund liegt.

Böllern zu Silvester: Gehört die Tradition bald der Vergangenheit an?

Um ein Verbot zu ermöglichen müsste deshalb zunächst das Bundessprengstoffgesetz geändert werden, wie beispielsweise die Deutsche Umwelthilfe fordert. Die Bundesregierung sucht aber bereits einen Weg, den Städten und Gemeinden mehr Handlungsspielraum zu geben, gleichzeitig aber auch die Sichtweise der Feuerwerk-Fans zu beachten.

Wann es hier zu einer Entscheidung kommt, steht nicht fest, wie Pressesprecher der Bundesregierung mitteilen. Daher liegt die Entscheidung über Einschränkungen bisher bei den einzelnen Städten und Gemeinden.

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