Am 27. Juni - dem Siebenschläfertag - soll sich laut Bauernregeln entscheiden, wie das Wetter in den nächsten sieben Wochen wird. "Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt" oder auch "Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass" lauten zwei von ihnen. Heißt also: Regnet es an dem Tag, wird der Sommer schlecht. Scheint die Sonne, wird der Sommer schön. Doch stimmt das wirklich?

Der Name "Siebenschläfer" geht auf eine christliche Legende zurück: Demnach waren sieben Christen in der Zeit der Christenverfolgung im 3. Jahrhundert auf der Flucht und suchten Zuflucht in einer Berghöhle bei Ephesus (heute Türkei). Sie wurden entdeckt und lebend eingemauert. Der Überlieferung nach wurde die Höhle 195 Jahre später am 27. Juni 446 eröffnet und man fand darin lebend und schlafend die sieben Christen, welche kurz darauf verstarben. Die Legende zum Siebenschläfertag war geboren. Spätere Bauernregeln bezogen sich auf dieses Datum. 

Wird das Wetter am Siebenschläfertag schön, so ist der ganze Sommer schön 

Der katholische Gedenktag ist in Deutschland der 27. Juni. Das ursprüngliche Datum hat sich nach der gregorianischen Kalenderreform im Jahr 1582 um einige Tage verschoben, sodass der Siebenschläfertag eigentlich erst am 7. oder 8. Juli wäre. Aus diesem Grund wird heute oft die erste Juli-Woche als Basis für die Vorhersagen der nächsten Wochen herangezogen. Oft wird nach dem Siebenschläfer in einem bestimmten Jahr gesucht. Das Datum bleibt jedoch jedes Jahr unverändert am 27. Juni. 

Aus meteorologischer Sicht können die Bauernregeln für den Siebenschläfertag durchaus begründet werden. Hintergrund ist eine in diesem Zeitraum vorkommende, recht stabile Wetterlage beeinflusst durch einen Jetstream. Liegt dieser im Norden, werden Tiefdruckgebiete (Regen) in Richtung Nordeuropa abgelenkt und ein Hoch (Sonne) bleibt länger bestehen. Liegt dieser jedoch zu weit südlich, bestimmen Tiefs die nächste Zeit. 

Die Regel des Siebenschläfertages ist aus meteorologischer Sicht nur für Süddeutschland, Österreich und die Schweiz anwendbar. Norddeutschland ist von diesem Jetstream nicht derart betroffen. Zudem ist nicht nur der 27. Juni entscheidend, sondern die Wetterlage im gesamten Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli.

Die Prognose für diesen Sommer sieht gut aus 

Dieses Wochenende (26.-27.06.) soll das Wetter in Deutschland sommerlich warm werden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gibt es am Samstag (26.06.) einen Wechsel aus lockeren Wolkenfeldern und sonnigen Phasen. Es bleibt überwiegend trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 20 Grad an der Nordsee und 27 Grad am Oberrhein.

Hier digitales Thermometer bei Amazon anschauen

Am Sonntag (27.06.) ist es sonnig oder leicht bewölkt. Nachmittags und abends kann es im Südwesten und Westen sowie unmittelbar an den Alpen eine stärkere Quellbewölkung und eine leicht zunehmende Gefahr einzelner, kräftiger Gewitter geben. Die Höchstwerte liegen zwischen 25 und 30 Grad. Die Prognosen für einen sommerlichen Juli stehen also gut. 

Auch interessant: Abendrot - Gutwetterbot: Welcher Wettermythen sind wahr? 

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach nützlichen Produkten für unsere Leser. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.