• nach buntem Faschingstreiben beginnt die Fastenzeit 
  • Tanzverbot in Bayern am Aschermittwoch? Das steckt dahinter 
  • kein Feiertag, aber dennoch ein Tag mit besonderer Bedeutung 

Nach Rosenmontag und Faschingsdienstag folgt - dieses Jahr am 2. März - der Aschermittwoch, der den Beginn der Fastenzeit einläutet. Warum an diesem Tag traditionell Fisch gegessen wird und warum es sogar ein offizielles Tanzverbot gibt, erfährst du im Folgenden. 

Aschermittwoch: Ein Feiertag ohne Feiern? 

Gearbeitet wird am Aschermittwoch in allen Bundesländern - inklusive Bayern - wie an einem gewöhnlichen Werktag auch. Somit haben auch die Geschäfte regulär geöffnet. 

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Dennoch ist der Aschermittwoch ein sogenannter "Stiller Tag" und fällt damit unter das Bayerische Feiertagsgesetz. Dem Innenministerium für Sport und Integration zufolge sind an Stillen Tagen "öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen verboten, die nicht dem ernsten Charakter dieser Tage entsprechen".

In den Tag hineingefeiert werden kann bis um 2 Uhr, danach sollen sich die Tanzflächen leeren und die Musik heruntergedreht werden. Das Tanzverbot gilt dann am Mittwoch bis um 24 Uhr. 

Woher kommt das Brauchtum des Aschermittwochs

Im Christentum markiert der Aschermittwoch den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit. Diese Zeit steht im Zeichen der Vorbereitung auf Ostern und sollte geprägt sein von Buße, Besinnung und Verzicht. Demnach sollen Körper und Seele sich in Präparation für Ostern als höchstes christliches Fest befinden. 

Die Asche vom Palmsonntag des vergangenen Jahres wurde traditionell am Aschermittwoch geweiht und den Gläubigen auf die Stirn gestrichen. Sie symbolisiert dabei Vergänglichkeit, Buße und Reue sowie die Reinigung der Seele. Die anstehende 40-tägige Fastenzeit ist auf Jesus zurückzuführen, der 40 Tage lang in der Wüste fastete. 

Am Aschermittwoch soll ähnlich wie am Karfreitag auf Fleisch verzichtet werden. Es ist daher üblich, das weggelassene Fleisch mit Fisch zu ersetzen. Weitere Informationen zum Thema "Fastenzeit" findest du hier

Der Politische Aschermittwoch 

Traditionsgemäß hält der Aschermittwoch auch in der Politik Einzug. Demnach kommt es bei Versammlungen im "Volksfeststil" zu rhetorischen Wettkämpfen zwischen Politikern und ihren Gegnern und Parteien und ihren politischen Oppositionen. 

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Dieser typisch bayerische Brauch stammt aus der Gemeinde Vilshofen in Niederbayern, wo sich einst die Bauern um Preise auf dem Viehmarkt stritten und bald auch die Politik zum Gespräch und Gespött wurde. 

Aufgrund des Ukraine-Krieges und der Corona-Situation fällt der politische Aschermittwoch der Parteien vielerorts in Bayern in diesem Jahr aus.

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