Autofahrer, die in deutschen Innenstädten leben, drohen wohl bald höhere Kosten beim Parken. In Zukunft soll jedes Bundesland selbst entscheiden können, wie teuer sogenannte "Anwohnerparkausweise" in den Städten sein sollen. Die deutschlandweite Obergrenze von circa 30 Euro pro Jahr wurde bereits abgeschafft. 

Der Parkausweis für Anwohner ist in den meisten Wohngebieten gängig. Wer ohne einen entsprechenden Ausweis parkt, dem droht ein Bußgeld. Im Extremfall drohen hohe Strafen. Die Obergrenze, wie teuer solch ein Anwohnerparkausweis sein durfte, lag bislang bei 30,70 Euro. Im internationalen Vergleich war dieser Wert relativ gering, was aus einer Analyse des Think Tank "Agora" hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Anwohnerparkausweise werden bald teurer: Das müssen Sie wissen 

Nun ist also eine Änderung bezüglich des Anwohnerparkausweises auf den Weg gebracht worden. Der Bundesrat hat den entsprechenden Gesetzesbeschluss des Bundestages bereits durchgewunken. Hintergrund der Neuerung ist ein erheblicher Parkraummangel in einigen deutschen Innenstädten.

Der Automobilclub "ADAC" begrüßte das Vorhaben der Politik: Eine flexiblere Regelung gebe den Kommunen deutlich mehr Optionen, Parkgebühren den örtlichen Gegebenheiten anzupassen, heißt es.

Für Kritik sorgt allerdings der Verzicht auf die Deckelung des Betrags: "In den Städten gibt es viele Menschen, die auf das Auto und kurze Wege vom Pkw zur Wohnung angewiesen sind – nicht zuletzt ältere Menschen. Nah am Wohnort zu parken, darf deshalb keine soziale Frage werden", so der "ADAC". Deshalb plädiert der Autofahrerclub für eine sozial verträgliche Obergrenze des Betrags für Anwohnerparkausweise. 

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tu