Tankstellenbetreiber in Deutschland befinden sich nach Angaben ihres Verbands aufgrund der Coronavirus-Krise in einer hochdramatischen Situation.

Wenn wegen Ausgangsbeschränkungen die Leute weniger tanken, könnte dies die Betreiber schnell an den Rand der Existenz bringen, sagte ein Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Ein, zwei Wochen seien gerade noch zu verkraften. „Aber drei, vier Wochen oder gar mehr kann so ein kleiner Tankstellen-Betreiber nicht wegschlucken.“ Wegen der derzeit niedrigen Preise ist es verlockend, auf Vorrat zu tanken. Doch Benzin und Diesel dürfen nicht unbegrenzt gelagert werden.

Verband befürchtet Tankstellensterben "innerhalb der nächsten Monate"

Die Betreiber sind nach Angaben des Verbands meist nur Pächter der Tankstellen. Eigentümer sind hingegen große Mineralölgesellschaften wie Shell oder Total. Der Verband fordert aufgrund der aktuellen Situation, die Pacht auf null zu setzen. Zudem soll der Staat mit einem sofortigen Betriebskostenzuschuss helfen. „Denn sonst haben wir ein Tankstellensterben, und zwar innerhalb der nächsten Monate“, sagte der Sprecher.

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