Wer sein Auto verkauft, möchte dafür in der Regel möglichst viel Geld erzielen. Dazu ist einiges nötig: die Instandsetzung aller Funktionen, die Behebung kleinerer Mängel und natürlich eine gründliche Reinigung. Fleckenfreie Polster, kein Staub in den Lüftungsschlitzen, saubere Fußmatten und kein Berg an Parkhauskarten, Kassenzetteln und Kleingeld in den Ablageflächen - So sollte jeder Wagen vor dem Verkauf aussehen. Wer nicht selbst gegen den Kaugummi auf dem Rücksitz und die Fußabdrücke auf den Rückenlehnen der Sitze kämpfen möchte, der kann sich Hilfe holen. Professionelle Fahrzeugaufbereiter kümmern sich sowohl um den Innenraum des Autos als auch um das äußere Erscheinungsbild.

Was kann der Fachmann?

Der Service von Fahrzeugaufbereitern variiert, doch in der Regel werden verschiedene Pakete angeboten. Diese bieten preislich gestaffelt unterschiedlich arbeitsintensive Programme an. Zur Innenaufbereitung gehören Leistungen wie die gründliche Reinigung von Fenstern, Polstern und Fußraum und die Pflege aller Oberflächen. Außen kümmert man sich um den Lack, die Säuberung des Motorraumes und die Felgen. Viele professionelle Fahrzeugaufbereiter bieten eine spezielle Verkaufsaufbereitung an, bei der es um die optische Aufwertung des Wagens geht. Hierbei werden auch kleinere Beschädigungen behoben. Kaputte Handyhalterungen, Risse im Polster oder abgebrochene Plastikteile können durch den professionellen Fahrzeugaufbereiter repariert oder ersetzt werden.

Auch fleckige Polster gehören bald der Vergangenheit an: Der professionelle Fahrzeugaufbereiter führt eine Tiefenreinigung durch, bei der die Sitze aufgeschäumt werden. Das heißt, dass sie mittels eines Reinigungsschaumes bis tief ins Polster hinein gereinigt werden. Dabei verschwinden hässliche Flecken und schlechte Gerüche. Letzteres ist vor allem dann wichtig, wenn im Wagen geraucht wurde. Der Zigarettenrauch haftet an Polstern, Fußmatten und dem Fahrzeughimmel und muss unbedingt professionell entfernt werden, wenn das Auto an einen Nichtraucher verkauft werden soll. Ohne fachmännische Hilfe ist das nicht zu schaffen, denn Raumspray oder Polstersprühmittel helfen nur kurzfristig.

Beim Verkauf eines Nutzfahrzeuges kann sich der Gang zum Profi ebenfalls lohnen, denn dieser kann viel beanspruchten Oberflächen wieder neuen Glanz verleihen und Dreck entfernen, der sich vielleicht schon eine ganze Weile in den Ritzen und Ecken des Wagens versteckt. Generell gilt: Ein sauberes, optisch ansprechendes Auto verkauft sich besser. Wenn der potenzielle Käufer den Wagen als ordentlich und gepflegt wahrnimmt, wird er einen höheren Preis dafür bezahlen, als wenn er selbst zuerst Staubsauger und Wischlappen schwingen müsste. Ein frischer Geruch im Wagen und glänzende Oberflächen machen einen guten ersten Eindruck und signalisieren dem Käufer, dass das Fahrzeug gepflegt wurde.

Ist das Beheben von Schäden notwendig?

Die Aufbereitung des Innenraums mag jeder einsehen, schließlich steigt niemand gerne in ein schmuddeliges Auto. Doch ist das Beheben von Kratzern und kleineren Schäden im Lack vor dem Verkauf zwingend notwendig? Grundsätzlich ist die Pflege des Lackes unabdingbar. Schmutz, Streusalz und kleine Macken sorgen dafür, dass sich Rost ansetzt und der Lack unnötig schnell verschleißt. Kleine Maßnahmen durch den Fachmann wie die Handreinigung des Autos oder die Reparatur feiner Kratzer kosten in der Regel nicht viel, machen aber einen gewaltigen Unterschied. Der Fahrzeugaufbereiter kann dem Auto mit wenigen Handgriffen zu neuem Glanz verhelfen und es wieder wie neu aussehen lassen. Größere Dellen und Beulen mindern den Wert, kosten aber auch einiges, wenn sie entfernt werden sollen. Hier muss abgewogen werden, ob sich die Investition maßgeblich auf den Verkaufspreis auswirkt oder nicht. Ein Kostenvoranschlag vom Fahrzeugaufbereiter kann hier bei der Entscheidung helfen.

Vanessa Höfner