Sicher jeder Autofahrer wurde schon einmal mit defekten Autoteilen und bedrohlich wirkenden Warnlämpchen konfrontiert. Diese Schäden sind oft die Folgen eines Autounfalls.

In solchen Fällen ist die fachkundige Reparatur in einer entsprechenden Werkstatt unumgänglich. Eine gute Reparatur versprechen alle Werkstätten, doch was zählt, ist guter Rundum-Service statt gnadenloser Abzocke. Ob dazu eine Vertragswerkstatt oder eine freie Werkstatt aufgesucht wird, bleibt jedem selbst überlassen.

Autorisierte Vertragswerkstätten

Im Allgemeinen kann beim Werkstattbesuch zwischen Vertragswerkstätten und den freien Werkstätten unterschieden werden. Der Begriff Vertragswerkstatt bezieht sich auf einen von Fahrzeugherstellern autorisierten Betrieb. Ein Neu- oder junger Gebrauchtwagen ist, insbesondere wenn er während der zweijährigen Garantiezeit eine Reparatur nötig hat, in Vertragswerkstätten bestens aufgehoben.

Unabhängig vom Alter des Kraftfahrzeugs sind Vertragswerkstätten bekannt für eine professionelle Mängelbehebung. Durch das breite Spektrum an Reparaturlösungen werden die Sachschäden schnell aufgespürt. Zudem sind spezifische Ersatzteile oft vorrätig, was Zeit spart. Auch bei seltenen oder technisch aufwendigen Fahrzeugen ist eine Vertragswerkstatt die beste Wahl. Gut heißt jedoch nicht gleich billig: Fachgerechte Autoreparaturen außerhalb der Garantielaufzeit haben des Öfteren ihren Preis.

Freie Werkstätten sind markenunabhängig

Freie Werkstätten sind nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden und reparieren und warten unabhängig von der Fahrzeugmarke. Daraus resultiert natürlich auch, dass nicht jedes Modell technisch bis ins kleinste Detail bekannt ist. Das muss jedoch nicht heißen, dass diese Art der Werkstatt die schlechtere Wahl darstellt.

Freie Werkstätten haben sich meist auf Service- und Standard-Reparaturen spezialisiert. Oftmals werden die Leistungen zu günstigeren Stundensätzen als bei Vertragswerkstätten erbracht, was den Geldbeutel schont. Zudem können freie Werkstätten auch gebrauchte Ersatzteile statt Originalteilen einbauen.

Der erste Eindruck ist oft aufschlussreich

Wer auf der Suche nach der passenden Werkstatt ist, auf den wartet ein breites Spektrum an Anbietern. Es ist ratsam, auf die Erfahrungen von bestehenden Kunden zu achten oder sich im umliegenden Bekanntenkreis Bewertungen einzuholen. Wenn es sich jedoch um ein neues Werkstattgelände handelt, sagt der erste Eindruck meist schon sehr viel aus.

Verdreckte Räume und unaufgeräumtes Werkzeug hinterlassen ein schlechtes Bild. Ein gepflegtes Gebäude und moderne Ausstattung sind jedoch kein Garant für eine professionelle Reparatur.

Essenziell ist zunächst, dass eine Direktabnahme des Kraftfahrzeugs stattfindet, nach der ein Mitarbeiter zusammen mit dem Kunden das weitere Vorgehen bespricht und bei offenen Fragen zur Verfügung steht. Vorsicht gilt außerdem auch bei mündlichen Absprachen bezüglich der Gesamtkosten: Wer nicht auf einen schriftlichen Kostenvoranschlag besteht, könnte im schlimmsten Fall Opfer einer Abzocke werden.

Die Beratung ist ein Qualitätsmerkmal

Eine ausführliche Beratung über den Umfang der Reparaturarbeiten inklusive einer Auskunft über sämtliche Kosten sind Hinweise für eine vertrauenswürdige Werkstatt.

Im besten Fall wird auch erklärt, warum die Reparaturen und Maßnahmen nötig sind und was sie bewirken: im Zweifel unbedingt Fragen stellen. Bei der Abholung sollte zudem ein Blick auf die Wartungsliste geworfen werden, um sich letztendlich sicher zu sein, welches Geld für welche Arbeit bezahlt wurde.

Luisa Staudigel