Das Gute liegt so nah. Und so kommt es, dass man für den perfekten Urlaub nicht immer stundenlang mit dem Flieger in ferne Gefilde reisen muss, sondern dass auch Urlaube mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen immer beliebter werden. Wer regelmäßige und flexible Urlaube auf vier Rädern plant, für den lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Fahrzeuges. Natürlich ist ein solcher Kauf eine große Entscheidung, vor der es viele wichtige Aspekte zu bedenken gilt.

Grundlegende Faktoren beim Kauf

Wie so oft spielen auch beim Kauf eines Wohnmobils der persönliche Geschmack und die individuellen Bedürfnisse eine große Rolle. Dennoch gibt es aber einige Faktoren, die bei jedem Kauf wichtig sind. Ein Wohnmobil bzw. Wohnwagen kann nicht bis zur Unendlichkeit beladen werden. Jedes Fahrzeug hat eine Maximalbeladungsgrenze, über die man sich informieren sollte, um einzuschätzen, ob man alles im Fahrzeug unterbringen kann. Das Thema Gewicht ist auch bezüglich der Mautkosten relevant. Mit Wohnmobilen, die weniger als 3,5 Tonnen Gewicht auf die Waage bringen, kann man meist Kosten sparen. Aber Achtung: In manchen Ländern spielt auch die Länge des Fahrzeugs eine Rolle. Außerdem sollte man auf einen ausreichend starken Motor achten. Gerade, wer bei seinen Reisen bergige Gebiete überquert, der benötigt eine gewisse Anzahl an Pferdestärken.

Die verschiedenen Fahrzeugtypen

Der Klassiker unter den Reisemobilen ist der Kastenwagen. Von außen kann man meist nur erahnen, was sich in seinem Inneren verbirgt, da er oft wie ein herkömmlicher Kleintransporter aussieht. Wirft man einen Blick ins Innere, wo sich Schränke, Küche und Bett befinden, so wird schnell klar, dass es sich hierbei um ein Wohnmobil und nicht um einen gewöhnlichen Kastenwagen handelt. Vorteil an diesen Modellen ist, dass sie alltagstauglich sind und sich im Vergleich zu größeren Gefährten gut manövrieren lassen. Auch einen sogenannten Alkoven sieht man relativ häufig. Diese Art von Wohnmobil verfügt über eine markante Ausformung der Schlafnische über der Fahrerkabine, wodurch der Innenraum des Fahrzeuges noch besser genutzt werden kann.

Schon etwas ungewöhnlicher ist hingegen ein Camper. Bei ihm wird eine Wohnkabine auf einem Pick-up montiert. Der Platz in einem solchen Reisemobil ist meist begrenzt, es hat jedoch den Vorteil, dass man die Wohnkabine auf- und abmontieren und somit das entsprechende Fahrzeug auch gut im Alltag nutzen kann, ohne den kompletten Aufbau immer dabeizuhaben.

Bei einem Wohnwagen wird der Wagen an einen gewöhnlichen Pkw mit Anhängerkupplung angebracht. Praktisch dabei ist, dass man den Wohnwagen am Urlaubsort abstellen und trotzdem den Pkw flexibel nutzen kann. Auch für Dauercamper, die sich an einem schönen Fleckchen Erde über längere Zeit einrichten, ist ein Wohnwagen zu empfehlen.

Auch die inneren Werte zählen

Damit man flexibel bleibt und auch autark stehen kann, sollte ein Wohnmobil über eine Aufbaubatterie mit genügend Kapazität verfügen. Sowohl im Wohnmobil als auch im Wohnwagen sollten außerdem Kanten im Innenraum stets abgerundet oder gepolstert sein und Staufächer über den Lüftungsöffnungen verfügen. Kleiderschränke sind im besten Fall hinterlüftet. Für sperrige Gegenstände kann es auch sehr praktisch sein, wenn das Gefährt über Außenklappen verfügt, um das Beladen zu erleichtern. Ein Dachfenster sorgt für ausreichend Tageslicht und ein angenehmes Raumklima. Bei den Betten ist auf eine ausreichende Größe zu achten. Ein Doppelbett für Erwachsene sollte eine Liegefläche von mindestes 190 mal 135 Zentimeter haben. Natürlich kommt es hierbei auch immer auf die individuelle Körpergröße an.

Um den Komfort während des Urlaubs noch zu erhöhen, gibt es außerdem zahlreiches Zubehör und Zusatzausstattungen. Dazu zählen zum Beispiel eine Markise, ein Fahrradträger, ein Dunstabzug, eine Solaranlage oder eine zusätzliche Heizung. Auch ein möglichst großer Frischwasser- und Abwassertank sollte nicht fehlen. Wer plant, auch in kälteren Monaten zu reisen, sollte auf einen isolierten oder beheizten Abwassertank Wert legen. Um Insekten aus dem Inneren fernzuhalten, sollte man außerdem einen Fliegenschutz an Fenstern und Eingangstür anbringen.

Anna Traut