Bei mindestens 29 Herstellern und 139 Fahrzeugmodellen sind aktuell auffällige Abgaswerte zu verzeichnen. Erneut lassen Messungen Manipulationen im großen Stil vermuten. Volkswagen ist erneut mit von der Partie, aber auch Daimler, BMW, Opel, Renault, Volvo, Ford, Hyundai, Kia, Peugeot, Citroen, Toyota und Nissan. Der ADAC und die Deutsche Umwelthilfe haben die Abgasmessungen durchgeführt.

Überschreitung der Grenzwerte nur mit Betrug erklärbar

Wie weit sich Abgaswerte überschreiten lassen ist vielerorts wohl zum Betrugssport geworden. Die maximal zulässigen Werte können je nach Modell von etwa 10 Prozent bis zu einem Vielfachen der erlaubten Grenzwerte reichen. Verbraucherschützer sind sich bereits seit Monaten einig, dass die klaren Überschreitungen im Vergleich zu den Herstellerangaben nur mit klarer Betrugsabsicht der Autohersteller zu erklären sind. Ziel der Autohersteller ist dabei, das Fahrzeug mit niedrigen Messwerten als besonders umweltschonend anpreisen zu können. Dabei gleicht der tatsächliche Abgasausstoß in vielen Fällen eher Dreckschleudern.

Aufrüsten mit Anwälten statt Nachrüsten mit Technik

Nicht nur bestreiten die Autohersteller munter weiter, dass ihr Handeln gegen das Gesetz ist. Sie pumpen auch noch Milliarden in die Kassen von Kanzleien, um das eigene Fehlverhalten vor Gericht zu verteidigen. Viel Geld, das nicht in funktionierende Nachrüstungen oder Entwicklungen fließt.

Handeln oder leer ausgehen – Betroffene sind Leidtragende

Wer seine rechte zu spät geltend macht, hat bereits verloren. Das wurde bereits im Rahmen des Abgasskandals seit 2015 deutlich. Die Käufer müssen sich also mit bürokratischem Aufwand über ein Auto ärgern, dass Sie so niemals haben wollten.

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