Während in den Weihnachtsferien noch grüne Wiesen zum Wandern einluden, hat der Winter Deutschland mittlerweile fest im Griff. Optimale Bedingungen also für Pistensportler! Auch Familien nutzen die kommenden Winterferien oder die oft schulfreien Faschingstage für einen Skiurlaub in den Bergen. Die Autofahrt in den Urlaub soll natürlich sicher sein - vor allem, wenn kleine Kinder mit an Bord sind. Die jungen Passagiere benötigen dafür vor allem den passenden Kindersitz. Das Angebot auf dem Markt ist riesig; um das passende Produkt zu finden, müssen also einige Punkte beachtet werden.

Neue Norm: Größe statt Alter der Kinder zählt

Eltern müssen wissen, dass Kinder bis zu einer Größe von 1,50 Metern ohne Kindersitz bei einem Autounfall nicht genügend geschützt sind. Je nach Alter und Größe des Kindes benötigen Autofahrer drei verschiedene Kindersitze: Babyschale, Sitzschale und Sitzerhöhung. Der Gesetzgeber hat dazu im Jahr 2013 eine neue Prüfnorm eingeführt, die "i-Size" genannt wird. Während die alte Norm die Kinder nach deren Gewicht unterteilt (0-13, 9-18, 15-25 und 22-36 Kilogramm), ordnet "i-Size" den Nachwuchs nun nach dessen Größe ein. Allerdings sind beide Testnormen weiterhin zulässig. Der Kunde muss für sich und sein Kind individuell entscheiden, ob er einen Kindersitz auf Basis der Größe oder des Gewichts kauft.

Beim Kauf müssen Eltern in jedem Fall auf das Prüfsiegel der Kindersitze achten. Darauf steht: ECE-R 129 (i-Size) oder ECE R 44-04 bzw. -03 (ältere, aber nach wie vor gültige Norm). Von Kindersitzen mit den Prüfsiegel-Endungen 02 oder 01 unbedingt die Finger lassen, denn diese sind veraltet. Bevor sich Eltern für einen Kindersitz entscheiden, sollten sie diesen unbedingt testen. Zum einen sollte das Kind probesitzen, um zu sehen, ob es gut gesichert ist und trotzdem bequem sitzt. Zum anderen sollten sie den Kindersitz im Auto testen. Denn nicht jeder Kindersitz passt auch in jedes Fahrzeug. Zudem unterscheiden sich die Befestigungsvarianten, mit dem Autogurt oder dem sogenannten Isofix-System.

Finger weg von gebrauchten Sitzen!

Eine große Hilfe erhalten Käufer bei ADAC und Stiftung Warentest. Beide Unternehmen prüfen regelmäßig die Sicherheit von Kindersitzen und veröffentlichen ihre Testergebnisse. Allerdings dürfen Eltern eine schlechte Bewertung hierbei nicht gleichsetzen mit geringer Sicherheit, wie beispielsweise der Kaufratgeber von Baby Walz im zu bedenken gibt. Denn bei den meisten Tests fließt das Thema Sicherheit nur mit 50 Prozent ins Ergebnis ein. Auch beim Preis können Eltern Geld sparen, denn teuer heißt nicht automatisch gut. ADAC und Stiftung Warentest bewerten Kindersitze in jeder Preisklasse mit "gut", zum Teil sogar mit "sehr gut".

Auf Ebay und anderen Portalen bieten viele User gebrauchte Kindersitze für wenig Geld an. Auf diese Angebote sollten Eltern jedoch verzichten. Sie wissen nicht, wie der Vorbesitzer den Kindersitz behandelt hat und ob es Beschädigungen, Risse oder Verformungen gibt. Auch wenn der niedrige Preis sicherlich verlockend ist, die Sicherheit des Kindes sollte an erste Stelle stehen. So können Sie ohne Bedenken die Fahrt in den Winterurlaub antreten.