Mit steigenden Temperaturen endet für die meisten E-Bikes der Winterschlaf. Bevor man sich jedoch mit Elan auf den Sattel schwingt, um die ersten Sonnenstrahlen zu genießen, sollte erst einmal geprüft werden, ob das Rad auch frühlingsfit ist. Ansonsten riskiert man gleich bei der ersten Fahrt unangenehme Überraschungen.


Rostet der Akku?

Wer sein E-Bike gemäß den Anweisungen der Hersteller in den Winterschlaf geschickt hat, ist natürlich am besten dran. Nichtsdestotrotz gehören vor der ersten Ausfahrt vor allem die zwei wichtigsten Bestandteile geprüft: Akku und Bremsen. Stand der Akku zum Beispiel in einer feuchten Umgebung, könnten die Steckverbindungen angerostet sein. Vermeiden lässt sich dies durch Einsprühen mit Kontaktfett vor der Winterschlafperiode. Ist es dennoch so weit gekommen, müssen die Stecker gereinigt werden.


Prüfrillen der Bremsbacken

Durch das Mehrgewicht sowie die höhere Geschwindigkeit ist die korrekte Funktion der Bremsen bei E-Bikes und Pedelecs noch wichtiger denn je: Sie gehören regelmäßig geprüft. Auch vor dem Start in den Frühling sollte man sich vergewissern, dass die Prüfrillen an den Bremsbacken noch sichtbar sind. Wenn nicht, ist es Zeit für neue Bremsbeläge. Abgesehen davon müssen die Bremszüge gut und leichtgängig zu bedienen sein.


Reifen und Tretlager

Dann sind die Reifen dran. Auch hier gilt: Sind sie abgefahren, sollte man sie schnellstmöglich wechseln. Doch damit nicht genug. Auch der Rand der Reifen darf keine Risse, Bruchstellen oder andere Schäden aufweisen. Ansonsten kann es schnell sein, dass der Pneu beim nächsten Nachfüllen reißt.
Nicht vergessen: Auch die Tretlager gehören überprüft. Sie sind in vielen Fällen die Stiefkinder und werden vergessen. Und doch ist ein guter Lauf für eine sichere Fahrt immens wichtig. Das Tretlager sollte also etwas Spiel haben, aber nicht zu sehr wackeln. Wer jedoch komplette Sicherheit haben will, vertraut sein E-Bike am besten einem Fachmann zum Frühlings-Check an - und kann danach rundum sicher und mit Vollgas in die neue Fahrradsaison starten. dtd


Die Zusatzpower für den Berg

Ein buntes Beispiel für den Imagewandel auf dem Fahrradmarkt ist die wachsende Gruppe von E-Mountainbikern. Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) gibt für deren Marktanteil 2015 rund 15 Prozent an. "Bergauf können sie komplett neue Wege und Trails erkunden. Die Räder machen also nicht nur Lust auf Downhill, sondern auch auf Uphill - und die Zielgruppen werden jünger", stellt Ingo Beutner vom Hersteller Haibike fest. Mit E-Mountainbiken wird das Geländefahren neu definiert und zu einem eigenen Sport. Rennserien, Kräftemessen bei Events oder auch erste spezialisierte E-MTB-Strecken in Bikeparks sind im Entstehen.