Im hohen Alter haben Menschen oftmals mit Bluthochdruck zu kämpfen, was Demenzerkrankungen auslösen kann. Nun stellten Forscher des University College London Queen Square Institute of Neurology fest, dass ein zu hoher Blutdruck bereits im mittleren Lebensalter gefährlich ist und Spätfolgen mit sich bringt. Die neuen Erkenntnisse wurden in der englischen Fachzeitschrift "Lancet Neurology" veröffentlicht: Bluthochdruck beeinflusst negativ das Gehirn und begünstigt somit Demenz.

Kritische Phase: Wann ist Bluthochdruck besonders gefährlich?

Bereits im kritischen Alter zwischen 30 und 50 Jahren schien erhöhter Blutdruck die Schädigung des Gehirns zu beschleunigen, wie Heilpraxis.net berichtet. In früheren Studien wurde Bluthochdruck bereits bei älteren Patienten in Verbindung mit Demenzerkrankungen gebracht. Nun wollen die Wissenschaftler herausfinden, wann und wie dies besonders bei jüngeren Menschen begünstigt wird.

Hierfür wurde in Verbindung mit Gehirnscans der Blutdruck der Probanden gemessen.

Im Alter ist es normal, dass das Gehirn etwas schrumpft - bei Demenzpatienten ist dies jedoch stärker ausgeprägt. Genaugenommen stellte man fest, dass betroffene Probanden zwischen 43 und 53 Jahren mehr Anzeichen für Blutgefäßschädigung und sogenannte Minischlaganfälle aufwiesen, als Patienten mit normalem Blutdruck.

Bluthochdruck früh beachten und untersuchen lassen

Da der Bluthochdruck somit bereits in den Dreißigern einen negativen Einfluss auf die Gehirngesundheit haben kann, sollten bereits zu dieser Zeit Maßnahmen ergriffen werden. Regelmäßige Untersuchungen und Interventionen seien wichtig, damit sich nicht verfrüht eine andere Gehirnstruktur entwickelt. Zudem wird diskutiert, ob die Gehirnveränderung sogar komplett verhindert werden kann, wenn Bluthochdruck frühzeitig behandelt wird.

Auch verschiedene Hausmittel sollen helfen, den Blutdruck zu senken: Ob Kamillentee oder dunkle Schokolade, hier gibt´s eine Liste.