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Geschlechtskrankheit

Chlamydien-Infizierte mehr als verdoppelt: So schütze ich mich vor der Geschlechtskrankheit

Eine der am häufigsten übertragenen Geschlechtskrankheiten sind Chlamydien. Die Zahl der Infizierten hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Meist verläuft die bakterielle Infektion harmlos, sie kann aber auch gefährlich werden.

Chlamydien sind die häufigste sexuell übertragbare Krankheit (STI) in Deutschland und weltweit. Übertragen werden können die sogenannten "Chlamydia trachomatis"-Bakterien über die Schleimhäute vor allem beim ungeschützten Geschlechtsverkehr. Das sollten Sie über die Krankheit wissen:

Chlamydien: Vor allem junge Erwachsene betroffen

Zu den Betroffenen gehören vor allem Jugendliche und junge Erwachsene - Männer ebenso wie Frauen. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) seien vor allem Frauen in der Altersgruppe zwischen 16 und 19 Jahren und Männer zwischen 20 und 24 Jahren mit einer Wahrscheinlichkeit von rund fünf Prozent von der Krankheit betroffen.

In Deutschland sind Chlamydien, bis auf Ausnahme des Bundeslandes Sachsen, bisher nicht meldepflichtig. Im Jahr 2009 sei dort die Zahl der Chlamydien-Fälle nach Angaben des RKI um mehr als das Doppelte gestiegen.

Häufig nu r wenige bis gar keine Symptome

In den meisten Fällen bemerken Infizierte das Bakterium gar nicht, da sie nur leichte bis gar keine Symptome spüren. Viele geben daher unbewusst die Infektion beim Geschlechtsverkehr weiter. Der ungeschützte Geschlechtsverkehr ist der häufigste Übertragungsweg, aber auch bei Kontakt der Hände mit Scheidenflüssigkeit oder Sperma ist eine Infektion möglich. Der Einsatz von Sexspielzeug kann ebenfalls eine Ansteckung hervorrufen. Bei der Geburt ist eine Übertragung auf das Neugeborene wahrscheinlich.

Folgen: Entzündungen bis hin zu Unfruchtbarkeit

Ein mögliches Zeichen für Chlamydien sind ungewöhnlicher Ausfluss aus der Harnröhre, der Vagina oder ein Jucken und Brennen beim Wasserlassen.Falls die Bakterien nicht behandelt werden, können sie den Körper hochwandern und Entzündungen hervorrufen. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Bauchhöhlen-, Eileiterschwangerschaft oder sogar zu Unfruchtbarkeit kommen. Weitere Folgen der bakteriellen Infektion sind laut der Deutschen Aidshilfe Entzündungen der Harnröhre, des Genitaltrakts und des Enddarms.

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Jährliche Vorsorgeuntersuchung ist wichtig

Auch wenn die Beschwerden wieder nachgelassen haben, sollte man sich untersuchen lassen. In der Regel übernehmen die Krankenkassen den Abstrich oder Urintest beim Arzt, durch den die Krankheit festgestellt werden kann. Bis zu ihrem 25. Lebensjahr können Frauen auf Kosten der Krankenkasse beim Gynäkologen ein Mal jährlich zur Vorsorge einen Urintest durchführen.

Im Falle einer positiven Diagnose sind Chlamydien wie die meisten Geschlechtskrankheiten aber recht gut behandelbar. Hierbei gilt: Je früher die Infektion entdeckt wird, desto einfacher und kürzer ist die Behandlung mit einem Antibiotikum. Auch der Sexpartner sollte sich untersuchen und gegebenenfalls mit behandeln lassen. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr sollte in der Einnahmezeit des Antibiotikums komplett auf Sex verzichtet werden.

Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten vor allem mit Kondomen

Den besten Schutz vor einer möglichen Ansteckung mit Chlamydien wie auch vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten bieten allerdings immer noch Kondome. Da die Krankheit jedoch nicht nur durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, sondern über die Genitalschleimhäute übertragen werde, bieten auch sie keinen hundertprozentigen Schutz.

Die Internetseite liebesleben.de bietet weitere hilfreiche Informationen und eine Infobroschüre zum Thema Chlamydieninfektion.