• Die Haltbarkeit von Weinen und Sekt
  • So lange kannst du Liköre und Spirituosen aufbewahren

Egal, ob nach einer Feier oder nach einem gemütlichen Abend zu Hause: Es passiert schnell, dass geöffnete Flaschen eines alkoholischen Getränkes übrig bleiben. Doch das Getränk muss nicht weggekippt werden: Bewahrst du es richtig auf, kann es noch länger genossen werden.

So lange hält sich Wein und Sekt nach dem Öffnen

Sicherlich hast du dich auch schon einmal gefragt, ob du die geöffnete Flasche des alkoholischen Getränkes nun wegschütten musst. Doch dies ist nicht der Fall: Bewahrst du die geöffnete Flasche richtig auf, kannst du die Haltbarkeit verlängern. Die angegebenen Zeiträume sind nicht fix: Bemerkst du also, dass das Getränk einen merkwürdigen Geruch oder Geschmack hat, solltest du aus gesundheitlichen Gründen nicht zögern, das Getränk auch vor Ablauf des Zeitrahmens wegzuschütten. Auch umgekehrt gilt: Schmeckt und riecht das Getränk noch gut, obwohl es länger als angegeben offen stand, kann es noch genossen werden.

Einen offenen Weißwein solltest du unbedingt kühl lagern. Im Normalfall sollte er seinen Geschmack, wenn es sich um einen kräftigen Weißwein handelt, auch noch nach etwa zwei bis drei Tagen beibehalten. Hast du einen leichten Weißwein, kann der Geschmack auch schon nach einem bis zwei Tagen nachlassen. Auch für Rosé gilt dasselbe: Hellere Sorten verlieren ihr Aroma etwas schneller, kräftigere Weine erst nah etwa zwei bis drei Tagen im Kühlschrank. Rotwein wird nach dem Öffnen ebenfalls gekühlt gelagert. Hat der Wein einen hohen Tannin-Gehalt, kann er sein Aroma etwa fünf bis sieben Tage erhalten; mittelkräftige und leichte Weine verlieren ihre Geschmacksintensität im Laufe von drei bis vier Tagen nach der Öffnung. Hat der Weingeschmack sich verflüchtigt, ist der Wein aber noch gut, kannst du diesen beispielsweise zum Kochen verwenden.

Geöffnete Sekt-, Champagner- oder andere Schaumweinflaschen sind nur sehr kurz haltbar, da die Kohlensäure sich schnell verflüchtigt. Zum Aufbewahren der Flasche ist es wichtig, dass du sie gut verschließt und in den Kühlschrank stellt: So schmecken sie meist auch noch nach zwei Tagen leicht spritzig. Nach dem zweiten Öffnen sollte die Flasche im besten Fall geleert werden. Ob es hilfreich ist, einen Silberlöffel in den Hals der Flasche zu stecken, ist wissenschaftlich nicht erwiesen.

Hochprozentiges Aufbewahren: Das musst du beachten

Spirituosen sind aufgrund des hohen Alkoholgehaltessehr lange haltbar.
CC0 / Pixabay / beboplu

Wie lange hochprozentigere alkoholische Getränke haltbar sind, hängt davon ab, wie hoch genau der Alkoholgehalt ist. Mit steigendem Alkoholgehalt steigt grundsätzlich auch die Haltbarkeit; dennoch sollten auch die sonstigen Zutaten nicht außer Acht gelassen werden.

Bewahrst du einen selbstgemachten Likör auf, in dem verderbliche Zutaten enthalten sind, solltest du immer besonders gut aufpassen. Vor dem Trinken solltest du unbedingt immer daran riechen und probieren, ob er noch genießbar ist. Besondere Vorsicht gilt beispielsweise bei Eierlikören, Sahnelikören, der bekannten Crème de Cassis* und Wermut. Wichtig ist, dass du den Likör kühl und dunkel lagerst: So sollte er einige Wochen lang haltbar sein.

Bei Likören, die einen Alkoholanteil von mehr als 30 Prozent besitzen, ist die Haltbarkeit automatisch auch länger. Lagerst du diese Liköre dunkel und kühl, kannst du sie im Normalfall auch nach mehreren Jahrzehnten noch genießen.

Brände oder Spirituosen, die einen Alkoholgehalt von mehr als 37,5 Prozent aufweisen, sind bekannt als "ewig haltbar": Bewahrst du diese geschlossen und dunkel auf, sind sie tatsächlich sehr lange haltbar. Das einzige, was mit den Jahren verloren gehen kann, ist das Aroma des Getränkes.

Tipp: Welche 5 Aussagen über Alkohol nicht stimmen, kannst du in einem weiteren Beitrag nachlesen.

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