In der schwarzen Tonne landet jeglicher Müll, welcher nicht anderweitig zugeordnet werden kann. Oder etwa nicht? Ein Großteil des Restmülls wird durch keine mögliche Wiederverwertung  in Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Nur ein kleiner Teil des Mülls kann vorher aussortiert und doch noch recycelt werden. Ein weiterer Teil wird biotechnisch behandelt. 

Da das Verbrennen von Abfällen in den Müllverbrennungsanlagen schädlich für die Umwelt ist und die Entsorgung günstiger wird, je besser die Mülltrennung funktioniert, sollten Verbraucher sich an die strikte Mülltrennung halten. 

Erlaubter Inhalt des Restmülls klar definiert

Generell kommen alle sogenannten Haus- oder Restmüllabfälle, welche nicht getrennt gesammelt oder wiederverwendet werden können, in die schwarze Tonne. Wird die Mülltrennung der anderen Tonnen also korrekt durchgeführt, so bleibt für die Restmülltonne in der Regel nicht mehr viel übrig.

In dem Zusammenhang ist außerdem wichtig zu wissen: Die Restmüllentsorgung ist kostenpflichtig, doch die Höhe der Abgabe richtet sich nach dem Restmüllbehältervolumen, welches bereitgestellt wird. Je weniger Restmüll pro Kopf anfällt, um so kleiner kann das Volumen gewählt werden und um so weniger Geld wird für die Entsorgung berechnet.

Was gehört in den Restmüll?

Eine endgültige Antwort auf die Frage, was in den Restmüll gehört und was nicht, gibt es eigentlich nicht. Denn: Wie beim Gelben Sack beziehungsweise der Gelben Tonne gibt es auch beim Restmüll regionale Ausnahmen und Abweichungen.  Der Hauptbestandteil der Liste für erlaubten Restmüll trifft aber für die meisten Regionen in Bayern und Franken zu. Wer sich unsicher ist oder bei einzelnen Abfällen sicher gehen will, sollte bei seiner zuständigen Kommune nachfragen. In jedem Fall nicht in die Restmülltonne wandern, dürfen Leichtverpackungen (LVP), Biomüll oder Altpapier. Denn hierfür gibt es eine separate Entsorgung. 

Die folgende Liste der erlaubten Abfälle für die Restmülltonne gilt beispielsweise aktuell (Stand Juli 2020) für Stadt und Landkreis Bamberg. 

  • Asche (ausgekühlt)
  • Backpapier
  • Buntstiftreste
  • Einwickelfolie (verschmutzt)
  • Fahrradschläuche
  • Fotos / Dias
  • Filzstifte / Füller
  • Fußabstreifer
  • Glühbirnen
  • Gummihandschuhe
  • Hygieneartikel
  • Zahnbürste
  • Kamm
  • Toilettenbürste
  • Heftpflaster
  • Kassetten (Video, Musik)
  • Katzen- bzw. Kleintierstreu
  • Kerzenreste
  • Kleiderbügel
  • Kaugummi
  • Klarsichthüllen
  • Kugelschreiber
  • Kunstleder
  • Klebebänder
  • Kehricht
  • Langspielplatten
  • Lederreste
  • Papiertaschentücher
  • Pinsel
  • Putzlappen
  • Schaumstoff
  • Schleifpapier
  • Schnellhefter aus Plastik
  • Spielzeuge (Plastik)
  • Spüllappen
  • Staubsaugerbeutel
  • Stoff- / Wollreste
  • Verbandsmaterial
  • Tapeten
  • Teppichbodenreste
  • Tintenkiller
  • Watte/Wattestäbchen
  • Wärmflasche aus Gummi
  • Windeln Zigarettenkippen
  • Haushaltsgegenstände (wie eine Plastikschüssel)
  • Speisereste (tierischen Ursprungs)
  • Medikamente (sicher verpackt) 

Das gehört in Bamberg nicht in den Restmüll

  • Papier/ Pappe
  • Glas
  • Dosen
  • Metalle
  • Verpackungen aus Kunststoff
  • pflanzliche Abfälle
  • Elektrogeräte
  • gefährliche Abfälle (Chemikalien)
  • flüssige Altfarben oder Lacke
  • Batterien

Die genaue Mülltrennung für diese Region, finden Sie auf der Seite des Landratsamts Bamberg.

Woher bekomme ich eine graue oder schwarze Restmülltonne?

Die Art und Weise der Verteilung von Restmüllbehältern variiert regional. In vielen Städten oder Landkreisen kann man die Tonnen bereits über ein Onlineformular beantragen. Ansonsten finden Sie meist bei Ihrer Gemeinde einen richtigen Ansprechpartner für die Müllentsorgung.  Das Volumen ist meist zwischen einigen Größen wählbar, je nachdem wie viel Müll anfällt. In manchen Landkreisen zahlt man allerdings auch für eine beliebige Größe Restmüllvolumen und bekommt zusätzlich eine Biomülltonne mit gleicher Volumengröße gestellt. Falls die Tonne einmal nicht ausreichen sollte, kann man sich für solche Ausnahmefälle sogenannte Restmülltüten abholen. Diese gibt es gegen Vergütung ebenfalls bei der Gemeinde.

Erfahren Sie außerdem, was in den Gelben Sack, in den Biomüll und in die Altpapiertonne entsorgt werden darf.

Mehr Recycling-Tipps gibt es auf der Website des Grünen Punkts.

Stefanie Negele