• Der Unterschied zwischen Stockflecken und Schimmel
  • Hausmittel gegen Stockflecken
  • Befall von Wänden, Textilien und Holz

Die Temperaturen steigen, der letzte Schnee ist bereits geschmolzen und die Vögel fangen an zu zwitschern. Für viele Haushalte beginnt im Frühling auch die Zeit des Frühjahrsputzes. Im besten Fall werden Regale entstaubt, Fenster geputzt und kleinere Reparaturen getätigt oder Möbel umgeräumt. Das Schlafzimmer könnte auch mal wieder einen neuen Anstrich vertragen. Doch an der Wand hinter dem großen Schlafzimmerschrank sind bräunliche Flecken aufgetaucht, die letztes Jahr noch nicht da waren. Ist das schon Schimmelbefall oder sind das Stockflecken? Was ist überhaupt der Unterschied und was kann man dagegen tun? Muss gleich die Chemiekeule vom Fachmann kommen oder gibt es vielleicht Hausmittel, die gegen Stockflecken helfen? Anhand von sechs Beispielen soll aufgezeigt werden, wie mit einfachen Mitteln gegen die lästigen und ungesunden Verfärbungen vorgegangen werden kann.

Der Unterschied zwischen Stockflecken und Schimmel

Handelt es sich bei dem dunklen Fleck hinter dem Schrank nun um Schimmel oder um Stockflecken? Stockflecken und Schimmel sehen auf den ersten Blick recht ähnlich aus, da beide als bräunliche bis gelbliche oder gräuliche Verfärbungen an der Wand sichtbar werden, ebenfalls besitzen sie einen modrigen und muffigen Geruch. Bei genauerer Betrachtung wird jedoch ein Unterschied deutlich, da die meisten Pilze aus dem sogenannten Myzel bestehen. Dies besteht wiederum aus fadenförmigen Zellen, was sich durch dünne, zusammenhängende und bauschige Fäden zeigt, die sich immer weiter ausbreiten. Im Gegensatz dazu bilden sich bei Stockflecken keine sichtbaren Fäden aus, obwohl auch hier Schimmelpilze aktiv sind. Aufgrund eines höheren Drucks weisen diese ein anderes Wachstum auf, jedoch können sich aus den Stockflecken mit der Zeit Schimmelflecken bilden.

Stockflecken sind nicht nur für Allergiker genauso schädlich wie Schimmel. Eine Reizung der Schleimhäute, Schlafstörungen und Konzentrationsmangel können häufig eine Folge von Stockfleckenbefall darstellen. Die Pilzsporen der Stockflecken können in der Luft fliegen, bleiben jedoch nicht an einer Oberfläche haften. Sobald sogenannte Mykotoxine (=Stoffwechselprodukte) der Stockflecken in die Atemwege gelangen, kann dies sogar zu Allergien, Magen-Darm-Beschwerden und einer Schwächung des Immunsystems führen. Im Gegenzug dazu, entstehen durch Stockflecken keine baulichen Schäden, denn sie greifen die befallenen Materialien nicht substanziell an und zeigen sich durch optische Verfärbungen. Treten solch dunkle Flecken auf, kann in der Regel selbst überprüft werden, ob es sich um einen Schimmelbefall oder Stockflecken handelt. Hierzu sollten die Fenster geöffnet werden, um eine Luftzirkulation zu gewährleisten und mögliche Schimmelsporen nicht einzuatmen. Weiter sollten eine Atemschutzmaske und Handschuhe getragen werden. Anschließend kann man mit dem Finger über den Fleck streichen. Lässt sich der Fleck verschmieren, handelt es sich um Schimmel, Stockflecken sitzen meist tiefer und lassen sich nicht verschmieren

Schimmel und Stockflecken entwickeln sich größtenteils bei unzureichender Belüftung und zu viel Feuchtigkeit. Sämtliche Faktoren, wie Wäschetrocknen, heiße Bäder, Kochen, aber auch nicht ausreichend abgedichtete Wände, Lecks oder Löcher in Rohren tragen zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit bei. Es bildet sich Kondenswasser, welches sich auf Oberflächen und Wänden absetzt, da die Luft eben die Feuchtigkeit nicht mehr vollständig aufnehmen kann. Gerade feuchte, kalte und nicht isolierte Wände sind der ideale Nährboden für Stockflecken sowie gefährliche Schimmelpilze. Stoßlüften sorgt für eine ausreichende Lüftung, ein Hygrometer hilft weiter, den Feuchtigkeitswert in der Luft zu bestimmen. Sobald Stockflecken sichtbar werden, muss nach der Ursache gesucht werden, denn in vielen Fällen sind Schimmelpilze eine Begleiterscheinung der Verfärbungen. Diese sollten bestenfalls von einem Fachmann entfernt werden, denn Schimmelsporen können erhebliche gesundheitliche Beschwerden auslösen, angefangen von Atemwegsbeschwerden bis hin zu Lungen- und Herzkrankheiten oder gar einem Burn-out. Weiter entstehen durch einen bereits ausgebreiteten Schimmelbefall erhebliche Mehrkosten, die in Mietverhältnissen des Öfteren zu langwierigen Differenzen führen können.

Hausmittel gegen Stockflecken

Die gelblichen bis bräunlichen Verfärbungen sind nicht nur an Wänden und Tapeten zu finden, Stockflecken können sich weiter auch auf Holz, Papier, Textilien oder Kunststoffen bilden. Bei Schimmelpilzen ist meist eine professionelle Beseitigung unabdingbar, dagegen lassen sich Stockflecken häufig mithilfe von Hausmitteln oder Spezialreinigern auch selbst entfernen.

Um die Gesundheit nicht dauerhaft zu schädigen, muss bei Schimmelbefall zügig gehandelt werden.
CC0 / Pixabay / bogitw

Es sollten jedoch auch hier einige Schutzmaßnahmen beim Entfernen von Stockflecken beachtet werden. Wichtig sind Gummihandschuhe, eine Atemschutzmaske, sowie eine passende Schutzbrille. Weiter sollten die befallenen Flecken nicht abgesaugt oder abgekehrt werden, da sich so die Pilzsporen leicht lösen können. Das Einatmen von Schimmelpilzsporen ist weiter durch eine ausreichende Lüftung zu vermeiden. Ein direkter Hautkontakt der Hausmittel ist aufgrund der teilweise ätzenden Wirkung zu vermeiden. Nach der Entfernung der Flecken sollten alle verwendeten Schwämme und Lappen, sowie Maske und Handschuhe umgehend in den Müll geworfen werden, im besten Fall außerhalb der Wohnung in der Abfalltonne. Die Kleidung sollte ebenso gewechselt werden, eine Dusche ist ratsam, um die Verbreitung weiterer Pilzsporen in der Umgebung zu vermeiden. Weitere Gegenstände können gereinigt und desinfiziert werden.

Stockflecken lassen sich an zahlreichen Gegenständen entfernen, bei manchen jedoch nur kaschieren, so zum Beispiel bei Büchern. Hier treten sie relativ häufig in Erscheinung, oft nicht nur am Einband, sondern auch im Buch auf den Seiten. Wenn sich zusammengepresste Blätter in einem Buch mit Feuchtigkeit aus der Umgebung vollgesogen haben, bieten sie Stockflecken einen perfekten Lebensraum. Durch den Luftabschluss entsteht häufig ein Feuchtigkeitsschaden, der sich nur kaschieren lässt, in dem Stärkemehl auf die betroffenen Stellen gestäubt wird. Das Mehl sollte einige Zeit auf der Stelle verbleiben, so bleibt es an den feuchten Flecken haften und hellt die zerstörte Seite optisch wenigstens ein wenig auf.

Befall von Wänden, Textilien und Holz

Bereits zu früheren Zeiten gab es Flecken und Schimmelpilzbildung. Bis heute haben sich einige sehr nützliche Hausmittel bewährt, die schon zu Großmutters Zeiten genutzt wurden, um Stockflecken und Schimmelpilze wirksam zu entfernen.

  • Wand und Tapeten

Stockflecken lassen sich von Wänden recht gut entfernen. Bei dem Befall einer Raufasertapete, welche nicht gewechselt werden soll, kann Glasreiniger auf den Fleck gesprüht werden. Nach einer Einwirkzeit von fünf Minuten kann ein weiteres Mal gesprüht und die Wand anschließend mit einem Mikrofasertuch sauber gerieben werden. Sitzen die Stockflecken jedoch tiefer in der Tapete, ist diese meist nicht zu retten. Raufaser, welche selbst angestrichen werden kann, ist nach der Beseitigung der Flecken zwar bedingt weiter nutzbar, bedruckte Tapeten sollten jedoch ausgewechselt werden.

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Sollen Flecken von der Wand selbst entfernt werden, benötigt man Essig oder Spiritus. Hierzu wird eines der beiden Mittel einfach in ein kleines Schälchen gegeben, mit Wasser vermischt und ein sauberes Baumwolltuch darin eingetaucht. Mit dem Tuch werden nun die Stockflecken so lange abgetupft, bis sie nicht mehr zu sehen sind. Ein anderes Hausmittel ist eine Mischung aus 50 Gramm Natron, 50 Gramm Zitronensäure und 150 Millimeter Wasser. Mit einem sauberen Reinigungstuch wird die Lösung aufgetragen, nach einer halben Stunde Einwirkzeit wird mit einem Laugengemisch aus Wasser und Waschpulver nachgewischt. Abschließend sollte mit klarem Wasser alles abgewischt werden.

Bei reinem Putz eignen sich Chlorreiniger aus dem Handel, um die hartnäckigen Stockflecken zu entfernen. Für Stockflecken an der Wand ist die Ursache in den meisten Fällen Feuchtigkeit. Falls sich Möbel vor der befallenen Stelle befinden, sollten diese ein wenig weiter von der Wand weg gerückt werden, um eine bessere Luftzirkulation zu erreichen.

  • Textilien und Kleidung

Stockflecken entstehen nicht nur an Wänden, sondern finden sich auch in Textilien. Diese unliebsamen gelb bis bräunlichen Flecken entstehen unter anderem, wenn Wäsche nicht vollständig getrocknet und in den Schrank gelegt wurde. Auf Textilien können die unschönen Stockflecken ebenfalls gesundheitsschädigend sein. Mit einfachen Hausmitteln können jedoch auch aus Kleidung Stockflecken entfernt werden. Zunächst können Textilien, die hohe Temperaturen vertragen, bei 60 Grad gewaschen werden. Im besten Fall sind leichte Flecken danach verschwunden. Ein anderes günstiges Hausmittel gegen Stockflecken auf Stoff ist Buttermilch. Hierfür sollten die betroffenen Stoffstücke für ein bis zwei Tage in Buttermilch eingelegt werden und können danach wie gewohnt gewaschen werden. Essig hilft nicht nur bei Stockflecken an der Wand, sondern auch bei Kleidung und Stoffen. Die verfärbten Stücke sollten ein bis zwei Stunden in Essig eingelegt und anschließend normal gewaschen werden. Eine weitere Möglichkeit, gegen Stockflecken auf Textilien vorzugehen, ist Alkohol. Hierfür sollten die Stellen mit den Stockflecken darin getränkt und danach gewaschen werden. Kleinere Flecken können mit Backpulver behandelt werden, hierfür müssen die Stellen angefeuchtet und mit dem Backpulver eingerieben werden. Nachdem das Pulver getrocknet ist, kann es mit einer Bürste entfernt werden. Alternativ können Natron oder Soda zu dem Backpulver gegen Stockflecken verwendet werden. Eine andere Methode ist eine Mischung aus Wasser und Gebissreiniger, in der die Wäsche eingelegt werden kann. Dieses preiswerte und zugleich effektive Reinigungsmittel hat sich auch im Bereich des verfärbten Porzellans bewährt und eignet sich als Alternative zum Backpulver. Gleiches gilt für andere Textilien wie Sitzkissenbezüge oder Decken. Bei weißen und robusten Stoffen können im schlimmsten Fall auch Chlorreiniger oder Bleichmittel notwendig werden. Um Stockflecken von vornherein zu vermeiden, sollte Wäsche folglich nicht zu lange nass liegen gelassen und nicht klamm einsortiert werden.

  • Holz

Bei Verfärbungen an Hölzern muss rasch gehandelt werden. Stockflecken, die durch Wasserschäden entstanden sind, äußern sich auf Holz in Form von grauen bis schwarzen oder bräunlichen Verfärbungen, welche je nach Holzart auch gelblich sein können. Um Flecken aus lackierten Hölzern zu entfernen, muss zunächst das Holz mit Wasser gereinigt werden. Es sollte gut trocken sein, bevor das Holz mit einer Lösung aus Waschmittel und Wasser im Verhältnis 1:1 mithilfe einer Bürste abgewaschen wird. Anschließend trocknet die Holzoberfläche und die Flecken sollten verschwunden sein. Sollten sich diese jedoch trotzdem nicht entfernen lassen, so kann zusätzlich Essig auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden, der für rund eine Stunde einwirken muss. Abschließend sollte die Stelle mit Wasser und einem Schwamm gereinigt werden.

Falls es zu spät ist und sich aus den Stockflecken bereits Schimmel entwickelt hat, gilt umgehend zu handeln. Schwarzschimmel schädigt die Holzsubstanz massiv, er kann diese sogar innerhalb recht kurzer Zeit komplett zersetzen. Neben den gesundheitlichen Folgen kommen nun möglicherweise noch weitere Risiken hinzu, falls es sich um stabile oder tragende Holzbauteile handelt. Sollte es sich um eine leichte, oberflächliche Fleckenbildung handeln, kann das Holz mit einer Mischung aus Chlorreiniger, Essigessenz und reinem Alkohol behandelt werden. Bei tiefgründigeren und größerem Befall, sollte ein geeignetes Fungizid aus dem Fachmarkt verwendet werden, um eine völlige Zerstörung des Holzes zu verhindern. Sind nach der Behandlung mit dem Reinigungsmittel noch immer Flecken sichtbar, so ist der Schimmel bereits tiefer in das Holz eingedrungen. Die Flecken müssen mechanisch entfernt werden, wofür das Holz abgeschliffen werden muss. Bei tieferem Befall kommt neben dem Schleifgerät sogar ein Hobel zum Einsatz. Die Flecken müssen gründlich entfernt und die saubere Oberfläche nochmals mit Essigessenz eingerieben werden. Nach der Behandlung muss das Holz gut abgetrocknet werden.

Da Schwarzschimmel gesundheitsschädigend ist, muss auf den notwendigen Schutz bei der Entfernung von Stockflecken und Schimmel geachtet werden. Neben einem geeigneten Atemschutz sollte möglichst im Freien gearbeitet werden.

Um Stockflecken auf Hölzern zu vermeiden, sollten Holzoberflächen regelmäßig gelüftet und vollständig getrocknet werden. Verschmutzungen sind ebenfalls zeitnah zu entfernen. Holzteile, die einer permanenten Verwitterung ausgesetzt sind, sind weiter anfälliger für Stockflecken und Schimmelbefall, weshalb eine Einlagerung von Gartenmöbeln vor allem im Winter empfohlen wird. Eine regelmäßige Pflege der Hölzer, sowie ein vorbeugender Schimmelschutz sind definitiv zu empfehlen. Bereits vor dem Kauf sollte auf eine passende Holzart geachtet werden, zum Beispiel gelten Harthölzer und Kiefernarten als robuster gegen Verfärbungen.

Befall von Fugen, Matratzen und Kinderwagen

  • Silikonfugen

Auch wenn das elastische und strapazierfähige Silikon häufig in Wohnungen verwendet wird, so ist es gerade dort täglichen Belastungen ausgesetzt und wird mit der Zeit porös. Selbst, wenn es als relativ beständig gegen Pilzbefall gilt, so kann sich immer wieder schädlicher Schimmel bilden, der vor allem hier bald beseitigt werden sollte. Da Feuchtigkeit stets einen perfekten Nährboden für Stockflecken und Schimmelpilzbefall darstellt, sind Räume mit einer hohen Luftfeuchtigkeit, wie Bäder und sanitäre Bereiche, besonders stark von Schimmel betroffen und benötigen eine häufigere Kontrolle. Durch länger andauernde Feuchtigkeit in Kombination mit Wärme und Kondenswasser, kann sich nicht nur Fensterschimmel bilden, auch an den Dichtungen entstehen häufig Verunreinigungen und das Wasser bleibt beim Ablaufen in den Fugen hängen, was wiederum einen Schimmelbefall begünstigt.  

Grundsätzlich sollte versucht werden, diese Bereiche möglichst trocken zu halten. Jedoch lässt sich Schimmel nicht immer aus Silikonfugen vollständig entfernen. Zunächst sollten alle Zwischenräume von Schmutz befreit werden. Um auch schwer zugängliche Stellen zu erreichen, kann eine Fugenbürste oder eine Zahnbürste verwendet werden. Anschließend kann eine breiige Mischung aus Wasser und Backpulver auf die Fugen aufgetragen und eingearbeitet werden. Die Fuge sollte dabei nicht beschädigt werden und das Backpulvergemisch nicht eintrocknen. Das Ganze eine Stunde einwirken lassen und anschließend mit klarem Wasser abspülen.

  • Matratze

Auch auf Matratzen können sich die unschönen und ungesunden Stockflecken bilden. Gründe für Stockflecken auf Matratzen können zum einen ein fehlender Lattenrost sein, falls die Matratze direkt auf dem Boden liegt, können sich so Nässe und Feuchtigkeit anstauen. Besser wäre eine Luftzirkulation durch einen Lattenrost. Auch beim Kauf sollte bereits auf eine gewisse Atmungsaktivität der Matratzen geachtet werden, um eine ungünstige Belüftung und gesundheitliche Schädigung auszuschließen. Vor allem sollten Allergiker eine qualitativ hochwertige Matratze bevorzugen, da diese besonders empfindlich auf Pollen reagieren können. Kaltschaummatratzen oder Gel-Matratzen sind besonders dafür geeignet, einer Schimmelpilzbildung vorzubeugen, ebenso ist ein atmungsaktiver Bezug für Kissen und Bettdecke, sowie eine regelmäßige Lüftung und Wechsel der Bettwäsche zu empfehlen. Auch Matratzenbezüge oder Bettunterlagen, die auf breiteren Latten aufliegen, sollten ausreichend gelüftet werden, da gerade der übermäßige Druck zur Entstehung von Stockflecken beitragen kann.

Sobald Stockflecken auf einer Matratze sichtbar werden, sollte rasch gehandelt werden, da sich durch die Nässe Schimmelflecken bilden können. Hierfür gibt es mehrere Hausmittel: zum einen kann eine Lösung aus Buttermilch auf die betreffenden Stellen aufgetragen werden, auch wird die direkte Sonneneinstrahlung häufig als Hausmittel gegen Stockflecken empfohlen. Sollte sich jedoch der Schimmel auf den gesamten Bezug ausgebreitet haben, muss die Matratze entsorgt werden. Handelt es sich um einen relativ kleinen Bereich, der befallen ist, so kann eine Mischung aus Essig und Wasser im Verhältnis 1:1 auf die Stockflecken gegeben werden. Dies sollte 15 Minuten auf dem Bezug einwirken und anschließend ohne ausspülen in der Waschmaschine gewaschen werden. Bei weißer Wäsche und weißem Bezug kann auch mit einem chlorhaltigen Bleichmittel gewaschen werden.

  • Kinderwagen

Nicht nur Kleidung und Textilien können aufgrund von Feuchtigkeit zu schimmeln beginnen und Stockflecken ausbilden. Gerade Alltagsgegenstände, die häufig bei jeder Witterung genutzt werden, besitzen ein erhöhtes Befallsrisiko. Bilden sich die gelb-grünlichen oder bräunlich-grauen Flecken am Kinderwagen, so ist Vorsicht geboten. Bereits hier besteht ein gesundheitliches Risiko. Jedoch muss man den Wagen zunächst noch nicht wegwerfen. Wer nicht gleich zu einer chemischen Lösung auf Basis einer Chlorbleiche greifen möchte, kann mit einfachen Haushaltsmitteln gegen die unliebsamen Verfärbungen vorgehen.

Besonders schnell sollte gehandelt werden, wenn sich Stockflecken am Kinderwagen ausbilden
CC0 / Pixabay / Gianfranco58

Hierfür müssen Essigessenz und Wasser im Verhältnis 1:1 gemischt werden. Anstelle der Essig-Wasser Mischung kann auch unverdünnter, hochprozentiger Alkohol, wie Brennspiritus oder Isopropanol, verwendet werden. Anschließend wird die jeweilige Lösung aufgetragen und dann für mindestens 60 Minuten die entsprechende Stelle mit einem Tuch abgedeckt. Um das Verdunsten der Essigessenz oder des Alkohols zu verhindern, kann die Stelle zusätzlich mit einer Folie bedeckt werden. Danach mit klarem Wasser abwaschen und den Vorgang so lange wiederholen, bis die Stockflecken restlos entfernt sind. Den Kinderwagen noch gut auslüften und vollständig trocknen lassen. Ein anderes Hausmittel, um empfindlichere Stellen aus nicht so robusten Stoffen von Stockflecken zu befreien, ist eine Paste aus Natron oder Backpulver und Wasser. Diese wird mit einem Schwamm oder einer Bürste auf die befallene Stelle aufgetragen und anschließend mit klarem Wasser abgebürstet. Auch hier sollte der Reinigungsvorgang so lange wiederholt werden, bis die Flecken beseitigt sind und den Kinderwagen vollständig austrocknen lassen. Waschbare Elemente sollten zusätzlich in der Waschmaschine gereinigt werden. Hartnäckige Flecken können auch mit einem biologischen Schimmelentferner entfernt werden.

Um im vorne herein eine Schimmelbildung zu verhindern, sollte der Kinderwagen vor allem nach Regen vollständig trocken werden. Hierzu können einzelne Teile abgenommen und separat getrocknet werden. Eine Einlagerung in einem feuchten Zustand sollte weiter vermieden werden, bei einer längeren Lagerzeit sollte auf einen kühlen und trockenen Lagerort mit einer niedrigen Luftfeuchtigkeit geachtet werden.

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