• Coronaviren können bis zu sechs Tage an Oberflächen haften
  • Bestimmte Bereiche sollten nach einer Infektion gereinigt werden
  • Übertriebene Putzmaßnahmen sind jedoch nicht notwendig

Nach einer Infektion sind vor allem die Bereiche stark kontaminiert, welche sich in direkter Umgebung der infizierten Person befunden haben. Diese gilt es gründlich zu desinfizieren. Welche Maßnahmen dafür notwendig sind, erfährst du in diesem Artikel. 

Nach Corona-Infektion: Wie am besten putzen?

Nach einer Corona-Infektion kann es sich lohnen, die Wohnung zu putzen. Ob es überhaupt notwendig ist, muss jedoch im Einzelfall entschieden werden, je nach Kontamination der Flächen. Da das Virus hauptsächlich in Form von Aerosolen übertragen wird, geht von Oberflächen in der eigenen Wohnung nur eine geringe Gefahr aus.

Der Fokus sollte beim Putzen vor allem auf Flächen gelegt werden, die respiratorischen Sekreten (Atemwegssekrete) ausgesetzt waren sowie Oberflächen, die häufig in Kontakt mit den Händen der erkrankten Person waren. Wird die Desinfektion als notwendig erachtet, dann sollte generell eine Wischdesinfektion durchgeführt werden. Die Oberflächen einfach nur mit Desinfektionsmittel zu besprühen, ist wenig effektiv.

Zudem sollte ein Flächendesinfektionsmittel verwendet werden, welches "begrenzt viruzid" ist, also gegen stark resistente Viren wirksam ist. Diese Klassifizierung ist auf dem Desinfektionsmittel angegeben. 

Was sollte man besonders gründlich putzen?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät dazu, Flächen, die in Kontakt mit der infizierten Person waren, besonders gründlich zu reinigen. Dazu zählen alle Bereiche, welche die Person häufig berührt hat, wie der Nachttisch, sanitäre Anlagen oder Türgriffe. Aber auch das Treppengeländer, Lichtschalter oder der Esstisch sollten gereinigt werden. 

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Optimal ist, wenn nicht erst nach der Erkrankung mit der Desinfektion begonnen wird, sondern bereits währenddessen. Eine tägliche Desinfektion oder eine Reinigung direkt nach Kontamination sind empfehlenswert.

Werden die Flächen durch eine nicht infizierte Person gereinigt, dann sollten dabei wasserfeste Handschuhe und eine Schutzbrille getragen werden. Auch gilt es, täglich zu lüften;

sowohl während der Infektion als auch in den Tagen danach. 

Wie lange halten sich Viren auf Oberflächen?

Die SARS-CoV-2-Viren überleben zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen. Die Infektiosität der Coronaviren nimmt auf Oberflächen dabei stetig ab, was durch Bedingungen wie Feuchtigkeit und Temperatur bedingt wird. 

Für SARS-CoV-1 konnte bereits nachgewiesen werden, dass das Virus bis zu sechs Tage auf bestimmten Oberflächen infektiös bleibt. Erste Untersuchungen zeigen, dass SARS-CoV-2 ähnliche Eigenschaften aufweist.

Je niedriger die Temperaturen sind, desto länger scheinen Oberflächen dabei infektiös zu bleiben. 

Fazit: Lohnt sich das Putzen überhaupt?

Peter Walger vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene schätzt es als überflüssig ein, nach einer Covid-19-Infektion das ganze Haus zu putzen und alle Oberflächen zu desinfizieren. Die Übertragung geschieht im Wesentlichen über die Atmung, wobei der Eintrittsort der Mund-Nasen-Rachenraum ist. Aktuell gebe es keine Hinweise, dass der Übertragungsweg über eine unbelebte Oberfläche verläuft. 

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Ausnahme sei dabei, wenn in respiratorische Sekrete gefasst wird. Eine Infektion könne beispielsweise dann erfolgen, wenn eine infizierte Person abhustet, man direkt in diese Ausscheidungen fasst und anschließend mit den Händen die eigenen Schleimhäute berührt. Dieser Fall sei jedoch relativ selten. 

Laut dem Robert-Koch-Institut ist ein solcher Übertragungsweg jedoch nicht auszuschließen, weshalb sich das Putzen trotzdem lohnen kann. 

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