• Der Aspekt der Zeit: Wasserkocher vs. Kochtopf
  • Energieverbrauch im Fokus
  • Die Relevanz der Wassermenge
  • Fazit

Wasserkochen bedeutet nicht gleich Wasserkochen: Es gibt verschiedene Varianten, wie du dein Wasser zum Sprudeln bringen kannst. Doch welche Methode ist die sparsamste, wenn man den Energieverbrauch und die Kosten in den Fokus nimmt?

Wo kocht das Wasser schneller und energieeffizienter?

Wasser wird klassischerweise entweder in einem Wasserkocher oder einem Kochtopf gekocht. Doch die Frage, was nun eigentlich mehr Energie und somit Kosten spart, kann in der Regel kaum jemand aus dem Stand beantworten.

Wirft man einen Blick auf den zeitlichen Aspekt, könntest du denken: Erhitzt du das Wasser in einem Kochtopf, benötigt dies deutlich mehr Zeit. Mit dem Wasserkocher ist das Wasser dagegen meist schon in wenigen Minuten erhitzt. Ein Trugschluss wäre jetzt, dass es sparsamer ist, den Wasserkocher zu benutzen. Denn die Rechnung wurde oft ohne die modernen Induktionsherde gemacht. Induktionsherde erhitzen Wasser ebenso schnell wie der Wasserkocher.

Laut Stiftung Warentest ist der Wasserkocher die beste Wahl, wenn man den Zeitaufwand, den Energiebedarf und die Energiekosten vergleicht. Dabei wurden die Grundpreise von 0,27 Euro/kWh für Strom und etwa 0,07 für Gas verwendet. Die Unterschiede zum Induktionsherd sind nur minimal: Während der Wasserkocher durchschnittlich 3 Minuten und 18 Sekunden benötigte, um das Wasser zu kochen, brauchte das Induktionskochfeld 4 Minuten und 36 Sekunden. Der Energiebedarf des Wasserkochers lag bei 115 Wh, der des Induktionsherdes bei 123 Wh; die entsprechenden Energiekosten beliefen sich beim Wasserkocher auf 3,1 Cent pro Liter, beim Induktionskochfeld auf 3,3 Cent pro Liter. Die Unterschiede wirken zunächst also minimal, summieren sich aber im Laufe der Zeit, sodass in der Langsicht mit dem Wasserkocher gespart werden kann.

Die Relevanz der Wassermenge

Möchtest du nur eine geringe Menge an Wasser, beispielsweise für einen Tee, kochen, ist es empfehlenswert, den Wasserkocher zu verwenden. Das Öko-Institut stellt als weitere Vorteile des Wasserkochers im Vergleich zum Kochtopf heraus, dass er zeitsparend sei, einfach zu bedienen, er nicht überwacht werden müsse und somit eine höhere Sicherheit vorliege. Zudem sind Wasserkocher in der Anschaffung sehr günstig. Dabei solltest du keinen Wasserkocher aus Metall verwenden: Diese sind nicht besonders energieeffizient, da sie die Energie speichern und somit zum Kochen des Wassers mehr gebraucht wird. Außerdem ist es wichtig, den Wasserkocher regelmäßig zu entkalken; so sparst du Zeit und Energie.

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Hast du ein Induktionsherd zu Hause mit einer Boost-Funktion, kann das Wasser in der Regel genauso schnell wie mit einem Wasserkocher erhitzt werden. Der Herd ist in der Anschaffung jedoch meist sehr teuer; obwohl du durch das Kochen auf einem Induktionsherd Energie sparen kannst, werden die Anschaffungskosten nur durch die Verwendung zum Wasserkochen meist nicht dadurch gedeckt.

Wichtig ist, dass du beim Kochen von Wasser in größeren Mengen, beispielsweise für Nudeln oder andere Nahrungsmittel, nicht vorher den Wasserkocher verwendest: Kochst du das Wasser erst im Wasserkocher auf und kippst dies dann in den Kochtopf, erleidest du einen zweifachen Energieverlust.

Fazit

Um Zeit und Energie zu sparen, lohnt sich der Wasserkocher; vor allem bei kleinen Mengen. Geht es dir um größere Mengen, solltest du nicht umschütten, sondern das Wasser gleich im Kochtopf erhitzen.

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