• Feuerschale und Grill
  • Campingkocher
  • Erhitzen mit Brennpaste
  • Solarofen

Regionale Stromausfälle durch Stürme, technische Probleme oder Überschwemmungen sind in den letzten Jahren mehrfach vorgekommen. Licht, Heizung und der Herd funktionieren dann nicht mehr. Vielleicht willst du dich auf so einen Fall vorbereiten. Auch wenn du draußen unterwegs bist, kann es nützlich sein, sich ohne Strom Essen zubereiten zu können. Natürlich kannst du auch kalt essen. Aber es gibt viele Lebensmittel, die so nicht genießbar sind. Und gerade, wenn es draußen kalt ist, tut etwas Warmes gut. Egal, ob längerer Stromausfall durch eine Krise oder unterwegs beim Camping: Kochen ohne Strom ist machbar.

Bei Stromausfall: Kochen wie in alten Zeiten

Einen Alltag ohne Strom können wir uns heute eigentlich gar nicht mehr vorstellen. Doch unsere Vorfahren lebten so und kochten mit Feuer. Das kannst du auch heute noch: Suche dir eine Stelle im Freien mit ausreichend Abstand zu Brennbarem und Wald.

Achte auf geeigneten, nichtbrennbaren Untergrund, am besten Erdboden oder Sand. Für die Feuerstelle eine kleine Kuhle ausheben oder einen Ring aus Steinen legen. Alternativ nimm eine Feuerschale. Du kannst einen Grillrost über die Glut legen und einen Topf darauf stellen. Lösche jedes Feuer wieder, zum Beispiel mit Sand.

Ein Lagerfeuer zu machen, braucht allerdings Holz und etwas Übung. Wegen der Brandgefahr ist offenes Feuer vielerorts auch verboten, vor allem in Trockenperioden. Im Wohngebiet ist es generell nicht möglich. Vielleicht hast du aber einen Holzkohlegrill zuhause, die moderne Variante des Lagerfeuers. Du kannst auf dem Grillrost nicht nur Gemüse, Fleisch oder Fisch braten, sondern auch deinen Wasserkessel oder dein Süppchen erhitzen.

Campingkocher

Am unkompliziertesten geht Kochen ohne Strom mit dem Campingkocher. Im Handel sind verschiedene Modelle erhältlich: einflammige Kartuschenkocher, zwei - und dreiflammige größere Geräte. Außerdem gibt es diverses Zubehör wie Haltegestelle für Töpfe und Pfannen und sogar Aufsätze, mit denen du backen kannst. In der Regel brennen diese Kocher mit Gaskartuschen, die du in jedem Baumarkt bekommst. Gelegentlich werden auch Benzinkocher angeboten. Zudem gibt es spezielle Esbit Taschenkocher mit Trockenbrennstofftabletten. Diese Minikocher sind besonders leicht und daher für Outdoor-Touren geeignet. Sie sind wegen ihrer Größe wohl eher Notkocher, für eine Tasse Kaffee oder ein Fertigsüppchen aber brauchbar.

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Mit dem klassischen einflammigen Gaskartuschenkocher kannst du dir eine richtige Mahlzeit kochen. Empfehlenswert sind Gerichte, die du in nur einem Topf zubereiten kannst, wie Suppen und Eintöpfe. Gaskocher riechen kaum und rauchen oder rußen nicht. Trotzdem empfehlen die Hersteller, sie aus Sicherheitsgründen nur im Freien zu benutzen. Du solltest darauf achten, dass der Kocher stabil steht und nicht kippen kann. Drehe das Gas nach Gebrauch immer gleich ab.

Auch das Kochen mit Sonnenenergie ist eine Alternative. Du kannst dazu Solarkocher, tragbare Faltgrills oder Solaröfen kaufen. Sie sind mit einem reflektierenden Material ausgestattet, das die Sonnenstrahlen einfängt, bündelt und so Hitze erzeugt. Solaröfen sind besonders umweltfreundlich und du musst kein Brennmaterial beschaffen. Allerdings funktionieren sie nur im Freien und bei Sonnenschein. Die Kochzeit ist länger als bei anderen Öfen. Du musst daher zeitlich gut planen, um genügend Sonne zu haben.

Indoor-Lösungen

Feuerschale, Grill und Gaskocher eignen sich für das Kochen draußen. Und drinnen? Auch mit einem Fondue-Set oder Tischgrill kannst du dein Essen zubereiten. Das geht wunderbar in der Wohnung. Als Wärmequelle kannst du Brennpaste verwenden. Die besteht aus Brennspiritus (Ethanol) und Verdickungsmittel. In der Gastronomie wird sie häufig zum Warmhalten von Speisen benutzt. Sie wird sehr heiß und eignet sich auch zum Kochen.

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Wenn du kein Fondue-Set hast, kannst du dir auch selbst eine Konstruktion bauen: Leg den Grillrost aus deinem Backofen über einige Ziegelsteine. Auch Blumentöpfe, Konservendosen oder Einmachgläser (kein Plastik!) kannst du als Unterbau verwenden. Stelle deinen Topf darauf. Den Behälter mit der Brennpaste positionierst du darunter auf eine brandsichere, hitzebeständige Unterlage, zum Beispiel einen Porzellanteller. Deine Konstruktion muss standsicher sein und darf keinesfalls unbeaufsichtigt bleiben.

Falls du keine Brennpaste hast, kannst du notfalls auch mit Teelichtern etwas erhitzen. Wasser kochen geht, dauert aber sehr lange und du brauchst viele Teelichter. Am besten solche mit längerer Brenndauer. Richtiges Kochen ist mit Teelichtern aber mühsam.

Zubehör, Lebensmittel und Löschmöglichkeit vorbereiten

Kochen ohne Strom ist gar nicht so schwer. Bevorrate das nötige Zubehör und geeignete Lebensmittel. Vergiss auch nicht, dass du (außer für den Solarofen) immer Streichhölzer oder Feuerzeug brauchst. Fast alle hier vorgestellten Methoden kochen mit Flamme. Achte daher auf deine Sicherheit und Brandschutz. Lass deine Kochstelle nicht unbeaufsichtigt. Du solltest immer eine Löschmöglichkeit (Feuerlöscher, Löschspray, Löschdecke...) zur Hand haben. 

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Weitere nützliche Tipps und Rezepte findest du in dem Buch "Kochen ohne Strom" vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

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