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Gesundheit

Waschmaschine reinigen: So werden gefährliche Keime abgetötet

Wer nicht richtig wäscht, riskiert eine nicht unerhebliche Menge an Bakterien und Keimen in der Waschmaschine. Mit den richtigen Einstellungen lässt sich das vermeiden.
Die Waschmaschine ist eine wahre Keimschleuder. Mit den richtigen Einstellungen können Sie die Vermehrung von Krankheitserregern vorbeugen. Symbolfoto: Alexander Heinl/dpa

In Waschmaschinen staut sich oft Feuchtigkeit. Das in Kombination mit der dort herrschenden Wärme kreiert den perfekten Lebensraum für Bakterien. Innerhalb weniger Wochen können sich dort eine Unzahl an Keimen ansammeln.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich antibiotika-resistente Keime in Waschmaschinen absetzen. Die hartnäckigen Bakterien können zu Infektionen führen.

So werden Bakterien in der Waschmaschine sicher abgetötet

In der Regel sei die Wahrscheinlichkeit, sich über die Waschmaschine anzustecken, zwar relativ gering. Für gesunde Menschen stellen die Bakterien kein großes Problem dar. Doch für bestimmte Risikogruppen können die Keime gefährlich werden: Babys etwa, Senioren, Schwangere oder Menschen mit Immunschwäche. Und auch, wenn daheim etwas Ansteckendes kuriert - Durchfall oder Fußpilz zum Beispiel - ist Vorsicht besser als Nachsicht. Aus diesem Grund sollte man zumindest ein- bis zweimal pro Monat das 60-Grad-Programm laufen lassen. Nur so werden krankmachende Mikroorganismen zuverlässig getötet, erklärt Dirk Bockmühl, Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der Hochschule Rhein-Waal, in der Zeitschrift "Good Health" (Ausgabe 1/2020). 

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Der Experte empfiehlt in solchen Fällen, das Bunt- oder Kochwäscheprogramm mit 60 Grad sowie ein Waschpulver mit Bleiche - also kein Flüssigwaschmittel. Hygienespüler sind zur Bakterienbekämpfung eher nicht geeignet, weil sie gegen manche Erreger wie Darmbakterien machtlos sind.

Und auch ein Öko-Waschprogramm ist in solchen Fällen nicht der richtige Weg, so Bockmühl. In der Praxis sei die tatsächliche Temperatur da oft niedriger als 60 Grad. Das kompensieren die Hersteller zwar durch längere Laufzeiten, Krankheitserreger zeigen sich davon aber meist unbeeindruckt.

red/dpa