• Das bedeuten die Codes
  • Beispiele für häufige Kürzel

Wer schon einmal Gebrauch von einem ärztlichen Attest gemacht hat, hat sicherlich auch die Kürzel darauf bemerkt. Diese sind keinesfalls willkürlich: Es sind allgemeingültige Codes, die Auskunft über deine Krankheit geben.

Die Bedeutung der geheimen Codes

Hast du einmal Krankheitssymptome und kannst infolgedessen nicht zur Arbeit gehen, ist es notwendig, dass du dir ein ärztliches Attest besorgst. Auf dieses werden in der Regel von deinem Arzt oder deiner Ärztin verschiedene Kürzel geschrieben, die Menschen, die nicht vom Fach sind, meist keine Auskunft darüber geben, was genau sie aussagen.

Die "Codes" sind ein Schlüssel, der von der Weltgesundheitsorganisation freigegeben wurde. Mithilfe der Kürzel lässt sich einfach herausfinden, um welche Krankheit es sich handelt; dies ist vor allem für Krankenkassen wichtig. Arbeitgeber*innen müssen nicht wissen, um welche Krankheit es sich handelt: Folglich werden die Kürzel in der Regel nicht auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verwendet. Die Codes folgen der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und der verwandten Gesundheitsprobleme (auch: ICD-10-GM).

Möchtest du herausfinden, was das Kürzel auf deinem Attest bedeutet, kannst du dies auch auf der Seite des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information herausfinden: Hier sind in verschiedenen Kapiteln alle Kürzel inklusive ihrer Erklärungen aufgelistet. Seit dem Januar 2022 ist auch die Neuauflage, die sogenannte ICD-11, in Kraft getreten. Ziel der Neuerung ist es einerseits, dass auch speziellere Sachverhalte noch besser verschlüsselt werden können, andererseits aber auch, dass sich die ICD besser an die heute verstärkt digitalisierten Gesundheitssysteme anpassen lässt.

Beispielhafte Codes entsprechend der ICD-10-GM

Einige Codes kommen besonders häufig vor. Dazu zählen beispielsweise diese, die entsprechend der ICD-10-GM so vermerkt sind:

  • A00-B99: Infektiöse oder parasitäre Krankheiten
  • C00-D48: Neubildungen
  • D50-D90: Krankheiten des Blutes und der blutbildenden Organe sowie bestimmte Störungen mit Beteiligung des Immunsystems
  • E00-E90: Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten
  • F00-F99: Psychische und Verhaltensstörungen
  • G00-G99: Krankheiten des Nervensystems
  • H00-H59: Krankheiten des Auges und der Augenanhangsgebilde
  • H60-H95: Krankheiten des Ohres und des Warzenfortsatzes
  • I00-I99: Krankheiten des Kreislaufsystems
  • J00-J99: Krankheiten des Atmungssystems
  • K00-K93: Krankheiten des Verdauungssystems
  • L00-L99: Krankheiten der Haut und der Unterhaut
  • M00-M99: Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes
  • N00-N99: Krankheiten des Urogenitalsystems
  • O00-O99: Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
  • P00-P96: Bestimmte Zustände, die ihren Ursprung in der Perinatalperiode haben
  • Q00-Q99: Angeborene Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien
  • R00-R99: Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind
  • S00-T98: Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen
  • V01-Y84: Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität
  • Z00-Z99: Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen
  • U00-U99: Schlüsselnummern für besondere Zwecke

Seit Januar 2022 ist die Nachfolgerin der ICD-10 in Kraft. Allerdings gibt es eine Übergangsfrist von 5 Jahren, bis alle Diagnosen über die ICD-11 codiert werden. In Deutschland ist aktuell noch keine vollständige Übersetzung verfügbar.

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