Im Jahr 2019 gab es in Deutschland 87.145 Einbrüche und viele weitere Einbruchsversuche. Dabei liegt die Aufklärungsquote laut der Statistik zur Kriminalität in Deutschland: Wohnungseinbruchdiebstähle bei lediglich 17,4 Prozent im Bundesdurchschnitt. Laut der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention sind neben materiellen Schäden auch häufig dauerhafte psychische Belastungen und Traumatisierung eine Folge für die Betroffenen. 

Doch wie schützen Sie sich vor einem Einbruch? Einbrecher sind in der Regel ungeduldig. Sollten Sie es nicht relativ zügig schaffen, in das Haus oder die Wohnung einzudringen, dann lassen die Einbrecher oftmals relativ schnell von ihrem Vorhaben ab. Bei 45,3 Prozent der Fälle blieb es nur beim Einbruchsversuch. Es lohnt sich also vorzusorgen. Was können Sie für Maßnahmen ergreifen, um den Einbrechern das Leben schwer zu machen? Wir klären Sie auf. 

So machen Sie den Einbrechern das Leben schwer 

Die meisten Einbrüche werden in den Wintermonaten von Oktober bis Januar verübt. Im Jahr 2019 entstand durch Einbrüche ein Gesamtschaden von mehr als 310 Millionen Euro, der durch deutsche Hausratversicherungen ausbezahlt wurde. Denn entgegen der landläufigen Meinung erfolgen Einbrüche häufig zur Tageszeit, also wenn die Bewohner in der Schule oder beim Arbeiten sind, so die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. 

Effektiver Schutz fängt bei einfachen Verhaltensregeln an:

  • Vertuschen Sie Ihre Abwesenheit, denn über­quellende Briefkästen und leere Müll­tonnen wirken für Einbrecher wie eine Einladung. Potenzielle Einbrecher sollten gar nicht erst auf die Idee kommen, dass jemand verreist ist. Je bewohnter Häuser und Wohnungen wirken, desto besser. Nach­barn, Freunde und Verwandte können sich hierbei gegen­seitig helfen. 
  • Licht im Gebäude kann die Kriminellen abschrecken, denn es scheint, als ob jemand zu Hause wäre. Um im Urlaub keinen Strom zu verschwenden, können Sie sich mit modernen energiesparenden Lampen in Kombination mit Zeit­schalt­uhren behelfen. 
  • Geräusche schrecken Einbrecher ab: Auch hier kann man sich mit einer Zeitschaltuhr in Kombination mit elektronischen Geräten wie TV oder Radio behelfen. 
  • Machen Sie auf Ihren Social-Media-Profilen oder auf Ihrem Anrufbeantworter nicht auf Ihre Abwesenheit oder Urlaub aufmerksam.
  • Schließen Sie Ihre Türen und Fenster!
  • Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck.
  • Tauschen Sie bei Verlust des Schlüssels den Schließzylinder so schnell wie möglich aus.

Diese zusätzlichen Maßnahmen können Ihr Heim zusätzlich schützen

Jedoch sollte man nicht nur auf Verhaltensmaßnahmen setzen, denn wirkungsvollsten Schutz fürs Zuhause bietet die richtige Sicherheitstechnik:

  • Achten Sie beim Kauf auf das VdS-Siegel, denn es garantiert geprüfte Qualität.
  • Zusätzlich empfiehlt die Polizei eine mechanische Sicherung aller Fenster und Türen.
  • Einen weiteren Schutz bieten Einbruch- und Überfall-Meldeanlage. Damit werden Einbruchsversuche automatisch gemeldet und man kann den Alarm bei Gefahr auch selbst auslösen, so die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.
  • Ein weiterer Schutzmechanismus kann eine Gefahrenwarnanlagen darstellen, denn die Anlage meldet nicht nur Einbrüche, sondern informieren darüber hinaus über den kompletten Sicherheitszustand der Wohnung. 
  • Sollten die Einbrecher es doch ins Gebäude schaffen, wäre es ratsam mit einer Hausratsversicherung vorgesorgt zu haben. 

Bei der Finanzierung hilft die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie unterstützt Maßnahmen zur Gebäudesicherung gegen Einbrüche mit bis zu 1600 Euro. 

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