Wer häufiger etwas im Ofen zubereitet, kennt das Problem: Käse läuft über, die Pizza hinterlässt Fettflecken oder der frische Hefeteig hat den Rand des Bleches beim Backen berührt. Egal was den Schmutz verursacht: Es ist wichtig, das Blech regelmäßig und gründlich zu reinigen.
Keine Frage, Backbleche zu schrubben kann lästig sein, denn durch die Hitze im Ofen haben Fett und Co. sich schon ordentlich ins das Metall einbrennen können und man schiebt das mühsame Reinigen lieber auf. Wir können dich an dieser Stelle aber beruhigen, mit den richtigen Hausmitteln, Tipps und Tricks, die du von uns erfährst, ist es überhaupt nicht so schlimm. 

Dafür brauchst du nicht zwingend spezielle, chemische Küchenputzmittel, wie viele vielleicht denken. Einfache Hausmittel haben mindestens genauso viel drauf und sind gute Helfer. Mit Natron, Salz, Zitronensäure und sogar Cola lassen sich Essensreste ohne großes Schrubben entfernen.

So werden Backbleche schmutzig

Ist bei dir das Backblech täglich oder mehrmals die Woche in Gebrauch, ist es ganz normal, dass trotz Backpapier oder Backmatte verschiedene Verschmutzungen auftauchen. Dabei lässt sich das Blech in der Regel nicht mehr einfach mit Wasser reinigen.

Egal, was du im Ofen zubereitest: Es kann immer passieren, dass Fettflecken, Schmutz, Essensreste oder andere Rückstände auf dem Blech zurückbleiben. Wir würden dir generell dazu raten, entstandene Verschmutzungen direkt nach der Verwendung zu entfernen. Schiebt man das dreckige Blech dann noch weiterhin in den Ofen, kann es zu einer Rauchbildung kommen und der Schmutz brennt sich ein und verkrustet, sodass du ihn nur noch schwer entfernen kannst.

Hausmittel zur Reinigung deiner Bleche

Im Handel gibt es verschiedene Putzmittel, die speziell für das Entfernen von Fettflecken, Eingebranntem und Ähnlichem entwickelt wurden. Möchtest du aber auf chemische Reiniger verzichten, kannst du ganz einfach auf Hausmittel zurückgreifen. Diese sind einerseits kostengünstiger, andererseits umweltfreundlicher und das Beste daran: Wir haben Mittel wie Salz, Natron und Essig in der Regel bereits zu Hause.

Backblech reinigen mit Natron und Backpulver

Selbstgemachte Laugen aus Natron und Wasser können Fettflecken besonders effektiv entfernen.
Foto: Monofocus/pixabay.com

 

Natron entwickelt sich bei Erhitzung, zusammen mit Wasser, zu einer starken Lauge, die Eiweiße und Fette in Säuren spaltet. Deshalb eignet es sich perfekt für das Entfernen von Fett und hartnäckigen Krusten auf dem Backblech. 

Als Fleckenentferner, Reinigungs- oder Küchenhilfsmittel - das kann die Wunderwaffe Natron

Zwar befindet es sich, als Natriumhydrogencarbonat, auch in Backpulver, kann in Reinform aber noch mal besser wirken. Natron in Kombination mit Mineralwasser kann so manchen chemischen Reinigern das Wasser reichen. 

So geht’s:

  1. Zuerst gibst du 50 Gramm Natron auf das zu reinigende Backblech und übergießt es dann mit so viel Mineralwasser, bis das Blech vollständig bedeckt ist.
  2. Nun kommt Hitze ins Spiel: Bei 100 Grad Unterhitze kannst du das Wasser-Natron Gemisch für ca. 20 Minuten langsam verdampfen lassen.
  3. Nachdem du das Blech herausgeholt hast, lass es kurz abkühlen.
  4. Jetzt lässt sich das Eingebrannte leicht mit einem Schwamm oder Spüllappen entfernen.

Hast du gerade kein Natron zur Hand, kannst du alternativ auch Backpulver verwenden. Dafür weichst du das Blech zuerst in warmen Wasser ein und gibst anschließend ein Päckchen Backpulver hinzu. Nach kurzer Einwirkzeit sollten sich die Krusten mit einem feuchten Schwamm entfernen lassen. 

Verkrustungen mit Salz entfernen

Das wohl simpelste und kostengünstigste Hausmittel im Kampf gegen Verkrustungen ist Salz. Dafür bestreust du alle eingebackenen Stellen großzügig mit handelsüblichem Salz, sodass sie vollständig bedeckt sind. Anschließend schiebst du es bei 50 Grad in den Backofen und wartest 30 bis 60 Minuten. Wenn sich das Salz leicht braun färbt, kannst du das Blech aus dem Ofen nehmen und das Salz abschütten. Die Krusten müssten sich jetzt leicht lösen lassen und es genügt, das Blech nochmal mit etwas warmen Wasser abzuspülen.

Das altbewährte Hausmittel Salz findet auch in der Reinigung von Backblechen Anwendung.
Foto: Philipp Kleindienst/pixabay.com

Backblech mit Essig und Zitronensäure sauber bekommen

Eingebackene Essensreste lassen sich außerdem mit Essig und Zitronensäure entfernen, die mit ihrem sauren pH-Wert ganz leicht hartnäckige Krusten lösen. Das Vorgehen dürfte schon aus den vorherigen Anwendungen von Natron und Salz bekannt sein – Hausmittel, in diesem Fall Essig oder Zitronensäure großflächig auf dem Blech verteilen und danach ab in den Ofen damit. Bei 200 Grad gibst du der Mischung nun ca. 20 Minuten Zeit, ihre volle Wirkung zu zeigen. Ist das Werk getan, schüttest du die Flüssigkeit ab. Auch hier muss im letzten Schritt das Backblech noch mit sauberem Wasser abgespült und einem Schwamm oder Lappen abgewischt werden. 

Tipp: Der strenge Essiggeruch gehört zu dieser Reinigungsmethode zwar dazu, kann aber ganz schön in der Nase beißen und in den Augen brennen. Um den Geruch etwas abzuschwächen, kannst du Essig einfach mit Zitronensaft anmischen.

Auch Fruchtsäuren sind bekannt dafür, besonders schonend Rückstände auf Blechen zu entfernen. Dafür schneidest du erst einmal einen Apfel, reibst die Verkrustungen mit der Innenseite der Schalen ein und lässt das Blech kurz einweichen. 

Backblech mit Cola reinigen – funktioniert das wirklich?

Mit der in Cola enthaltenen Phosphorsäure kann man Backbleche reinigen und Verkrustungen lösen.
Foto: Pille R.Prisk /unsplash.com

Klingt verrückt, zeigt aber dennoch Wirkung! Die Rede ist von Cola, diese enthält nämlich Phosphorsäure, einen Wirkstoff, der auch deutlich höher konzentriert in Rostentfernern vorkommt. Hier kannst du einfach die abgestandene Reste verwenden, die sonst im Abfluss landen würden. Diese gibst du auf das Backblech und lässt die Cola einige Stunden oder sogar über Nacht einwirken, erhitzen musst du das Blech in diesem Fall nicht. Danach kannst du es mit einem Schwamm reinigen und den Zucker gründlich abspülen.

Chemische Reiniger vs. Hausmittel

Auch industriellen Putzmitteln, wie Backofen- und Backblechreinigern kann man ihre effektive Wirkung nicht absprechen. Sie versprechen eine besonders schnelle und wirksame Befreiung von Schmutz, was an ihrer chemischen Zusammensetzung liegt. Vollkommen unbedenklich sind solche Reiniger allerdings nicht. Die Inhaltsstoffe können allergische Reaktionen hervorrufen und außerdem Haut und Augen reizen.
Auch aus Umweltschutzgründen wird eher davon abgeraten, zu chemischen Reinigern zu greifen. Unsere Tipps und Tricks, wie du Backbleche mit Haushaltsmitteln wie Natron, Zitronensäure und Co. wieder sauber bekommst, bieten eine deutlich umweltfreundlichere und schonendere Alternative

Wenn du aber nicht ganz auf industrielle Putzmittel verzichten möchtest, kannst du Spülmaschinentabs zur Reinigung deiner Bleche verwenden. Dafür platzierst du einen Tab in der Mitte deines Backblechs und übergießt dieses mit heißem Wasser. Bedecke dabei die gesamte Fläche, warte, bis sich der Tab aufgelöst hat und lasse dem Gemisch danach etwas Zeit, um wirken zu können.

Verkrustungen vorbeugen – drei Regeln, um das Blech sauber zu halten 

Damit lästige Krusten auf dem Backblech erst gar nicht entstehen, geben wir dir folgende Tipps mit auf den Weg:

  • Reinige dein Backblech sofort nach jedem Gebrauch und warte nicht erst, bis sich die Reste stark einbrennen. Am besten weichst du das Blech direkt im Anschluss in warmen Wasser und Spülmittel ein. Das beugt besonders starke Verkrustungen vor und erleichtert die spätere Reinigung.
  • Eine Unterlage ist ein Muss! Verwende beim Backen immer Backpapier oder eine Dauerbackmatte.
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  • Auf eine Reinigung mit kratzenden Stahlschwämmen oder Bürsten solltest du besser verzichten. Die Kratzer auf dem Backblech sind dann nämlich noch anfälliger für Verschmutzungen.

 

Fazit: Welche Methode für dich die richtige ist, kannst nur du beantworten. Aber vielleicht magst du das ein oder andere ja mal ausprobieren.

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