Einmal im Jahr findet am letzten vollen Augustwochenende von Donnerstag bis Montag die Bamberger Sandkerwa statt. Die Sandkerwa ist ein traditionelles Bamberger Volksfest, bei dem es sich eigentlich um die Kirchweih der im Sandgebiet gelegenen St. Elisabeth Kirche handelt. Die Kirchweihfeier einer der kleinsten Kirchen Bambergs ist in den letzten Jahren zum größten Volksfest der Stadt geworden. Erstmals fand die Sandkerwa 1951 statt. 2010 zum 60. Jubiläum wurde die Kirchweih einmalig auf sieben Tage verlängert.


Der Hahnenschlag auf der Bamberger Sandkerwa

Schon seit der ersten Sandkerwa 1951 ist der Hahnenschlag ein fester Programmpunkt des Volksfestes. Der Hahnenschlag ist ein alter, volkstümlicher Brauch. Hierbei geht es darum, mit verbundenen Augen einen Tontopf mit Hilfe eines Dreschflegels zu erschlagen. Wer den Tontopf trifft, so dass dieser zerspringt, gewinnt. Dabei hat jeder Teilnehmer aber nur einen Versuch. Ursprünglich zielte man an Stelle des Tontopfes wirklich auf einen Hahn.

Hier findet ihr alle Infos rund um die Sandkerwa 2018

Um die Teilnehmer vor dem Schlagen zu verwirren, werden sie mit verbundenen Augen zum Tanz aufgefordert. Mit Hilfe des Publikums soll dann auf den Tontopf gezielt werden.


Ein Hahn als Hahnenschlag-Gewinn

Der Gewinner erhält als Siegerprämie dann einen echten Hahn. Anschließend geht es zum gemeinsamen Hühnersuppen-Essen. Diese beiden Programmpunkte finden dabei grundsätzlich am letzten Tag der Kerwa vor dem großen Abschlussfeuerwerk statt.

Zum ersten Mal findet der Hahnenschlag 2018 ohne Edelgard Koch statt. Die Bürgermeisterin der "Sand G"ma" war ein echtes urbamberger Original. Sie moderierte den Hahnenschlag über 30 Jahre lang. Und sie war es auch, die stets die frische Hühnersuppe zubereitete den Gästen auftischte.

Auch ihr Mann Adolf Koch war beim Hahnenschlag beteiligt. Er baute zum Beispiel den Käfig für den Kerwa-Gockel und den Dreschflegel für den Tontopf. Edelgard Koch starb 2017 mit 80 Jahren. Ein herber Verlust für das Bamberger Sandgebiet.