Wunsiedel im Fichtelgebirge
Corona-Ticker

Coronavirus im Kreis Wunsiedel: Signalwert überschritten - auch zwei Schulen betroffen

Auch im Kreis Wunsiedel breitet sich das Coronavirus wieder aus. Nun wurde der Signalwert von 35 Fälle auf 100.000 Einwohner überschritten. Alle aktuellen Informationen im Überblick.
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Das Coronavirus breitet sich in Stadt und Landkreis Wunsiedel wieder aus. 

Den aktuellen Stand der COVID-19-Fälle finden Sie in unserer interaktiven Karte - inklusive letztem Stand der Aktualisierung.

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen kann es vorkommen, dass die Zahlen nicht immer aktuell sind. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier. Aufgrund der unterschiedlichen Zählweise der Landratsämter, Landesämter und des Robert-Koch-Instituts kann es unterschiedliche Fallzahlen geben. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

 

Update vom 18.09.2020, 14.45 Uhr: Landkreis überschreitet Signalwert - Maskenpflicht an Schulen verlängert

Die Zahl der Menschen, die im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist den vergangenen Tagen weiter angestiegen. Laut Mitteilung des Landratsamtes wurden am Freitag, 18. September 2020, der erste Signalwert von 35 Fällen auf 100.000 Einwohner überschritten.

Die Gründe für die steigenden Fallzahlen ließen sich nicht auf einzelne Ursachen eingrenzen, heißt es in der Pressemitteilung der Behöre. Natürlich hätten auch Reise-Rückkehrer und Infektionen derer Kontaktpersonen einen gewissen Anteil. Die Ermittlungen der jüngsten Infektionsfälle hätten aber "insgesamt eher ein inhomogenes Bild" ergeben. Betroffen sind auch zwei Schulen mit jeweils einem positiv getesteten Schüler. Bislang ergaben Testungen der Kontaktpersonen in der Schule keine weiteren Infektionen.

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Im Landkreis Wunsiedel laufen - wie schon seit Beginn der Pandemie - alle erforderlichen Maßnahmen, versichert das Landratsamt. Dazu gehörten das konsequente Containment der Kontaktpersonen, umfangreiche Testungen und die Überwachung der Quarantäne durch CTTeams. Darüber hinaus wurden aktuell Kitas, Schulen, Alten- und Pflegeheime und die ambulanten Pflegedienste über die Überschreitung des Signalwerts informiert und für das Thema nach einmal sensibilisiert. Der Krisenstab des Landkreises berate zudem bereits über geeignete Maßnahmen, wie man einem weiteren Anstieg und dem möglichen Überschreiten des nächsten Signalwertes begegnen könne.

Das staatliche Schulamt habe wegen der Überschreitung des Signalwertes die Schulleiter darüber informiert, dass die Maskenpflicht an den Schulen im Unterricht verlängert und ausgeweitet wird. Für zunächst eine Woche gilt die Maskenpflicht im Unterricht in allen Jahrgangsstufen, also auch an den Grundschulen.

Landrat Peter Berek: „Wir können derzeit noch nicht sagen, ob die steigenden Zahlen nur ein momentaner Peak sind, oder ein Hinweis darauf, dass sich die Situation weiter verschärfen wird. Wir sind aber auch darauf vorbereitet. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung möchte ich deshalb auch an die Vernunft aller Bürgerinnen und Bürger appellieren. Bitte überlegen Sie genau, welche Treffen und Kontakte derzeit wirklich nötig sind und schränken Sie diese gegebenenfalls ein. Bitte beachten Sie die sogenannten AHA-Regeln: Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen. Dies haben sich als wirksame Instrumente zur Eindämmung der Pandemie bewährt.“

Update vom 24.04.2020, 12.25 Uhr: Luisenburg-Festspiele abgesagt

Die Luisenburg-Festspiele 2020 finden aufgrund der Corona-Pandemie nicht statt. Das geht aus einer Pressemitteilungvom Freitag (24.04.2020) hervor. Demnach hat die Stadt Wunsiedel in einer Stadtratsitzung am 23. April 2020 beschlossen, die Luisenburg-Festspiele 2020 auf das kommende Jahr zu verschieben. Diese Verschiebung der Theateraufführungen auf der Felsenbühne und im Felsenlabyrinth, die für die Spielzeit 2020 geplant waren, war aus Sicht der Stadt notwendig und zwingend, um eine Gefährdung von Menschenleben auszuschließen.

Die durch die COVID-19 Krise verursachten gesundheitsbedingten und infektiologischen Maßnahmen, die zu erfüllen allen ausnahmslos aufgegeben ist, lassen einen Spielbetrieb in diesem Sommer definitiv nicht mehr zu, heißt es in der Mitteilung . Der Schutz der Zuschauer und der Mitarbeiter und Künstler hat oberste Priorität und kann nicht relativiert oder riskiert werden.

Wie der Erste Bürgermeister der Festspielstadt, Karl-Willi Beck, betonte, ist diese Entscheidung der Stadt unter dem faktischen Druck der Verhältnisse gefallen, die der Stadt keine andere Wahl gelassen haben. “Wir haben lange alle Optionen geprüft und abgewogen, immer in der Hoffnung, Theater, wie wir es alle lieben, ist doch noch möglich”, sagte Karl-Willi Beck, nicht nur der oberste Dienstherr der Festspiele, sondern selbst ein leidenschaftlicher Liebhaber des Theaters,” aber am Ende war der Schutz von Leben mit Theater nicht zu vereinbaren.”

Sämtliche Aufführungen eins zu eins auf 2021 übertragen

Die vielfältigen Konsequenzen dieser Entscheidung werden in den zuständigen Abteilungen der Stadt und bei den Festspielen zurzeit geprüft und abgewogen. Fest steht, dass diese Verschiebung sämtliche Aufführungen der Felsenbühne und des Felsenlabyrinths betrifft, die eins zu eins auf den Sommer 2021 übertragen werden. Die Festspielleitung unter Birgit Simmler, der künstlerischen Leiterin, und Harald Benz, dem kaufmännischen Leiter, haben sich mit Beginn der Krise auch auf dieses Szenario vorbereitet. “Wir haben immer gehofft, aber mussten uns auch damit beschäftigen, dass es in diesem Sommer keine Aufführungen mehr geben kann”, so Harald Benz, “und deshalb haben wir uns intensiv um alle Fragen gekümmert, die jetzt auf uns zukommen und sind so gut wie es geht vorbereitet.”

Jetzt gilt es sozialverträgliche Regelungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, den Künstlerinnen und Künstlern zu helfen und die Abwicklung der Spielzeit voranzutreiben. “Wir haben eine Lösung für diejenigen, die bereits Karten gekauft haben, die wir auf der Website der Festspiele ankündigen und auch die Abwicklung und der Neustart sind weit gediehen”, so Harald Benz zu den wichtigen Fragen im Zusammenhang mit der Verschiebung.

Der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, der vor der Verschiebung konsultiert wurde, betonte: „Als begeisterter Besucher der Luisenburg-Festspiele bedauere ich es sehr, dass die Aufführungen dieses Jahr nicht stattfinden können. Diese Theater-Festspiele sind in vielerlei Hinsicht besonders: Sie präsentieren erstklassige Stücke, arbeiten auf einem sehr hohen künstlerischen Niveau und spielen vor einer faszinierenden Naturbühne – ein großartiges Gesamtpaket. Ich freue mich schon auf die künftigen Festspiele in besseren Zeiten. Der Freistaat Bayern wird den Luisenburg-Festspielen auch in Zukunft ein verlässlicher Partner sein.“

Update vom 21.04.2020, 11.33 Uhr: Zahl der Corona-Toten liegt inzwischen bei 32

Wie das Landratsamt Wunsiedel auf seiner Homepage bekannt gibt, liegt die Zahl der Verstorbenen im Zusammenhang mit Covid-19 inzwischen bei 32. Insgesamt sind 589 Coronavirus-Fälle bestätigt. 473 Menschen gelten als genesen. 

 

Update vom 15.04.2020, 11.47 Uhr: Zahl der Todesfälle steigt auf 22

Die Gesamtzahl der bestätigten Coronavirus-Fälle liegt am Mittwoch (15.04.2020) im Landkreis Wunsiedel bei 543. 22 Menschen sind in Zusammenhang mit dem Erreger bislang ums Leben gekommen - das sind vier Tote mehr als zuletzt. 391 ehemals Infizierte gelten als genesen. 

Update vom 09.04.2020, 10.00 Uhr: 13 Tote im Raum Wunsiedel

Am Gründonnerstag gibt es auch für Stadt und Landkreis Wunsiedel ein Update - leider kein schönes: Fünf weitere Menschen sind am Coronavirus verstorben. Somit steht die Zahl der Toten jetzt bei 18 Menschen. Insgesamt zählt das Amt 475 Infizierte. 284 davon sind wieder gesund.

Update vom 08.04.2020, 07.45 Uhr: 13 Tote im Raum Wunsiedel

Laut Angaben des zuständigen Landratsamtes gibt es in der Region Wunsiedel mittlerweile 13 Tote, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. 

444 Menschen sind aktuell infiziert. Davon gelten bereits 256 Betroffene als genesen.

Update vom 07.04.2020, 13.21 Uhr: Zehn Corona-Tote, 422 Infektionen - Klinikum lockert Besuchsverbot

Die Zahl der Infizierten steigt im Landkreis Wunsiedel auf 422. Es gibt zehn Todesfälle zu beklagen.

Die Landkreise Tirschenreuth und Wunsiedel sind von der Corona-Pandemie so stark betroffen, wie keine andere Region in Deutschland. Nach nunmehr 14 Tagen Ausgangsbeschränkungen in Bayern und der heute aufgehobenen Ausgangssperre im Corona-Hotspot Mitterteich, unter Würdigung der Infektionsrate und nach ausgiebiger Abwägung, lockert das Klinikum Fichtelgebirge trotzdem ab sofort den Besucherstopp für werdende Väter. Dies meldet das Klinikum am Dienstag in einer Pressemitteilung.
 
Ab sofort dürfen werdende Väter beziehungsweise eine Begleitperson zur Geburt mit in den Kreißsaal. Der Zugang zum Klinikum erfolgt jedoch nur,  wenn: 

  • der werdende Vater (die Begleitperson) symptomfrei ist
  • eine vom Haus gestellte Schutzausrüstung vom Betreten bis zum Verlassen der Klinik durchgehend getragen wird und
  • sich der Zugang auf den Zeitraum der Geburt beschränkt (keine Begleitung zu den Voruntersuchungen) 

"Wir hoffen damit sowohl dem Wunsch aller werdenden Vätern nach Teilhabe an der Geburt, aber ebenso der Verpflichtung aller uns anvertrauten Patienten sowie unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausreichend zu schützen, gerecht zu werden", schreibt das Klinikum in der Pressemitteilung. "Wir danken allen von der bisherigen restriktiven Regelung betroffenen Familien für ihr entgegengebrachtes Verständnis in dieser Ausnahmesituation."
 
Diese Lockerung ist vorbehaltlich der Entwicklung der Fallzahlen in der Region.

Update vom 06.04.2020, 12.10 Uhr: Neun Corona-Tote im Landkreis Wunsiedel

Wie das Landratsamt Wunsiedel mitteilt, sind inzwischen neun Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen aus dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge auf 416 gestiegen. 110 Menschen gelten als genesen. 

Update vom 01.04.2020, 15.30 Uhr: Sechstes Todesopfer in Wunsiedel

Im Landkreis Wunsiedel ist ein weiterer Mensch dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Das geht aus den Daten hervor, die der Kreis auf seiner Homepage veröffentlicht hat. Demnach sind die Todesfälle in Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus auf sechs gestiegen. Die Zahl der Infizierten nahm gegenüber dem Vortag um 24 auf aktuell 221 zu.

Update vom 31.03.2020, 10.53 Uhr: Bestätigte Infizierungen steigen auf 197

Wie der Landkreis Wunsiedel (Oberfranken) auf seiner Homepage verlautet, sind inzwischen 197 Menschen des Landkreises mit dem Coronavirus infiziert. Das sind weitere neun Fälle mehr als einen Tag zuvor. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert. Fünf Menschen aus dem Kreis Wunsiedel sind bereits an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben.

Update vom 30.03.2020, 14.35 Uhr: 188 bestätigte Fälle, fünf Todesopfer

Das Landratsamt Wunsiedel im Fichtelgebirge meldet 188 bestätigte Corona-Fälle und fünf Todesfälle im Landkreis. Unter anderem weist das Landratsamt darauf hin, dass am Klinikum Fichtelgebirge keine Begleitung zu einer Untersuchung, in den OP (Kaiserschnitt) oder bei der Geburt gestattet ist. Auch darf kein Besuch auf der Wochenbettstation stattfinden.

Update vom 23.03.2020, 15.31 Uhr: So verfahren wir mit Aktualisierungen

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen aktualisieren wir die Fallzahlen nicht mehr mehrmals am Tag. Daher kann es vorkommen, dass die letzten Zahlen von Angaben an anderer Stelle abweichen. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier in unserer Frankenkarte.

Die Zahl der Infizierten im Landkreis Wunsiedel schwankt je nach Quelle: Während das Landesamt für Gesundheit noch von 47 Fällen spricht, berichtet das Landratsamt bereits von 61 Fällen. 

Auch bei der Zahl der Todesopfer herrscht Verwirrung: Zuletzt wurde von zwei Todesopfern gesprochen - auch das Robert-Koch-Institut berichtet dies. Allerdings gibt es laut Landratsamt nur einen bestätigten Todesfall.   

Sollte es besondere Entwicklungen geben wie etwa Maßnahmen, die speziell den Landkreis betreffen oder andere Informationen, die über das Vermelden von Fallzahlen hinausgehen, aktualisieren wir den Artikel. 

Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

 

Update vom 19.03.2020, 15.15 Uhr: Ausgangssperren im Kreis Wunsiedel - "Die Leute sind verunsichert"

Im Landkreis Wunsiedel gibt es zwei Ausgangssperren. Betroffen sind Angaben des Landratsamtes zufolge das Stadtgebiet und der Ortsteil Neuhaus in Hohenberg an der Eger sowie der Ortsteil Fischern, der zum Gemeindegebiet Schirnding zählt. "Die Fallzahlen sind dort auffällig schnell und stark gestiegen", sagt eine Sprecherin des Landratsamtes. Im Landkreis gibt es derzeit 16 Coronavirus-Infizierte. 

Das Verbot besagt, dass alle Bewohner der Orte ab sofort zu Hause bleiben müssen. Lediglich um einkaufen zu gehen, um den Arzt zu besuchen oder um zur Arbeit zu fahren, ist es erlaubt außer Haus zu gehen. "Es ist gut, dass die Bürger zur Vorsicht aufgerufen werden und dass unsere Senioren begreifen, dass sie Zuhause bleiben sollen", erzählt Hohenbergs Bürgermeister Jürgen Hoffmann News5. Er bezeichnet die Ausgangssperre als die logische Folge der Entwicklungen. 

Kreis Wunsiedel: Supermarktverkäuferin spricht von Verunsicherung

"Die Leute sind verunsichert", sagt eine Supermarktverkäuferin. Trotz spürbarer Verunsicherung sei das Engagement hoch - insbesondere unter den Verkäuferinnen -  erzählt sie News5. Man möchte, dass die "Leute gut versorgt sind": Damit meint die Mitarbeiterin Lebensmittel, wie "Semmeln, Brot" oder "Zwiebeln". 

Update vom 18.03.2020, 14.20 Uhr: Coronavirus im Kreis Wunsiedel 

Einen Überblick über die Lage im Freistaat, in Deutschland und weltweit finden Sie im Ticker von inFranken.de.

Die inFranken.de-Redaktion aktualisiert diesen Artikel nicht täglich. Sobald es Neuigkeiten zum Coronavirus gibt, erfahren Sie es hier oder im News-Ticker.

Update vom 15.03.2020, 21 Uhr: Erster Fall im Kreis Wunsiedel bestätigt

Auch im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge ist jetzt der erste Landkreisbürger positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Kontaktpersonen der erkrankten Person werden durch die Gesundheitsbehörden ermittelt, sowie die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet.

 

Darüber hinaus wurden im Klinikum Fichtelgebirge, Haus Marktredwitz, zwei positiv getestete Personen behandelt. Beide stammen aus einem anderen Landkreis. Eine der beiden Personen ist bereits in ein anderes Klinikum verlegt worden.

Gemäß Allgemeinverfügung des Landratsamtes Wunsiedel i. Fichtelgebirge vom 13.03.2020 sind Veranstaltungen aller Art ab einer Besucherzahl von insgesamt 250 Teilnehmern bis zum Ende der Osterferien (einschließlich 19.04.2020) untersagt.