Der Technologieinvestor StellaVent Capital aus Würzburg hat die wesentlichen Vermögenswerte der identpro GmbH aus Troisdorf  in Nordrhein-Westfalen übernommen, so der fränkische Betrieb in einer Pressemeldung. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen ist das Ziel der Transaktion, die bestehende Warehouse-Execution-System-Technologie (WES) von identpro voranzubringen. Die identpro GmbH entwickelt seit 2007 Technologien zur zentimetergenauen Lokalisierung von Gütern wie Paletten, Containern und Gitterboxen auf Grundlage von LiDAR (Light Detection and Ranging).

Das WES erstellt dabei einen digitalen Zwilling des Lagers, ermöglicht die Echtzeit-Lokalisierung und automatisiert Prozesssteuerung sowie Buchungen ohne manuelle Barcodescans. Die Kombination dieser Funktionen wird vom Unternehmen als Alleinstellungsmerkmal betrachtet. StellaVent Capital investiert eigenen Angaben zufolge in B2B-Software und technologiegetriebene Geschäftsmodelle. Über verschiedene Fonds baut StellaVent aktuell ein Software-Ökosystem für mittelständische und industrielle Kunden auf. Mit der Übernahme von identpro soll das Angebot um weitere Kompetenzen im Bereich Echtzeit-Lokalisierung und Warehouse Execution erweitert werden.

"Langfristige Entwicklungsstrategie": StellaVent Capital sichert sich identpro

Ziel sei es, das WES weiterzuentwickeln, in eine Cloud-Architektur zu überführen und um Funktionen auf Basis künstlicher Intelligenz zu erweitern. Das System komme nach eigenen Angaben in verschiedenen Branchen, unter anderem in der Getränke-, Papier-, Verpackungs-, Stahl-, Kunststoff- und Baustoffindustrie, zum Einsatz. Zu den Nutzern zählen unter anderem Unternehmen wie Warsteiner und Thyssen Krupp. Das operative Management sowie ein Großteil der Mitarbeitenden werden laut den Angaben trotz der Übernahme weiterhin im Unternehmen bleiben. Die Übernahme erfolge im Rahmen eines sogenannten Asset-Deals.

Im Rahmen der Neuausrichtung unter dem Namen identpro Systems GmbH ist ein Übergang zu einem Software-as-a-Service-(SaaS)-Modell geplant. Vorgesehen seien etwa Funktionen zur prädiktiven Lageroptimierung, Anomalie-Erkennung, Kapazitätsplanung sowie Prognosemodelle. Aussagegemäß soll sich dadurch die Prognosefähigkeit des Systems mit wachsender Datenbasis fortlaufend verbessern und die Plattform mittelfristig zu einer Entscheidungsunterstützung weiterentwickelt werden. "identpro verfügt über eine technologisch ausgereifte und im Markt validierte Lösung mit klarer Differenzierung. Mit der Integration in unser Software-Ökosystem schaffen wir die Grundlage, industrielle Echtzeitdaten in skalierbare, datengetriebene Anwendungen zu überführen", sagt Michael Sauer, Geschäftsführer von StellaVent Capital.

"Wir verfolgen eine langfristig ausgerichtete Entwicklungsstrategie, die Stabilität, technologische Weiterentwicklung und nachhaltiges Wachstum verbindet." Michael Wack, Gründer und Geschäftsführer von identpro, erläutert weiter: "Unsere Technologie schafft bereits heute eine einzigartige Datentiefe im industriellen Lagerumfeld. Durch einen Cloud-First-Ansatz und KI-Integration können wir diese Stärke künftig noch breiter nutzbar machen." Weitere Nachrichten aus Würzburg und der Region liest du in unserem Lokalressort.

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