Nahezu vier Jahrzehnte lang war Ado Schlier beim Bayerischen Rundfunk tätig, wie der Sender berichtet. Mitte Januar starb er im Alter von 90 Jahren. Bereits 1971 wirkte Schlier an der Gründung von BR3 mit und initiierte das beliebte Liederfestival "Songs an einem Sommerabend". Namhafte Liedermacher wie Reinhard Mey, Peter Cornelius, Klaus Hoffmann und Konstantin Wecker gehörten zu den regelmäßigen Gästen dieser Veranstaltung.

Seit 2022 findet das Format im Rahmen des Hafensommers statt. "Bis zuletzt involvierte sich Ado Schlier mit aller Kraft und viel Freude in die Planungen. Dankbar erinnern wir uns an viele abwechslungsreiche, spannende und inspirierende Konzerte auf unserer schwimmenden Bühne des Hafensommers", so die Stadt Würzburg in einem Nachruf. Auch in Ansbach herrscht Trauer: Wenige Tage zuvor starb in ähnlichem Alter ein Radio-8-Moderator. Schliers Festival nahm auf Kloster Banz seinen Anfang. So erinnert auch "Lieder auf Banz" auf Facebook an den Kulturschaffenden.

"Habe Ado so viel zu verdanken!": Emotionale Erinnerung an Würzburger 

"Ado Schlier hat mit Leidenschaft, Weitblick und großer Liebe zur Musik ein kulturelles Format geschaffen, das Menschen über Generationen hinweg berührt hat. Die Tradition eines Liedermacherfestivals auf der Klosterwiese Banz führen wir mit großem Respekt in unseren Liedern auf Banz weiter", schreibt der Veranstaltungsort. "Die Musik bleibt." Prägend wirkte Schlier auch auf den Kabarettisten, Autor und Musiker Matthias Brodowy, wie dieser in einem emotionalen Text verdeutlicht. 

Brodowy erinnert sich an seine langjährige Zusammenarbeit mit Ado Schlier: "Seit 13 Jahren habe ich mit ihm zusammengearbeitet, bei den 'Songs an einem Sommerabend'. Erst vorm Kloster Banz, später in Würzburg. Es waren unvergessliche Veranstaltungen, beseelte Abende", schreibt er auf Facebook. Besonders das Engagement Schliers habe ihn geprägt, wie Brodowy berichtet. "Ich habe Ado so viel zu verdanken! Er hat mich gefördert, mir gute Tipps gegeben und sein Lob hat mir unglaublich viel bedeutet."

Schlier habe über jahrzehntelange Erfahrung im Rundfunk verfügt und bis zu seinem Lebensende für die RAI Südtirol Sendungen gemacht, so Brodowy weiter. Der Kabarettist beschreibt ihn als "ein Urgestein, eine Legende! Und er war ein wandelndes Musiklexikon und ein wunderbarer Anekdoten-Erzähler. Seine Schallplattensammlung war die größte, die ich je gesehen habe".

Weggefährte wünscht Ado Schlier "beste Kultur im Künstlerhimmel"

Auch die manchmal schwierigen Seiten Schliers spart Brodowy nicht aus: "Ado konnte durchaus ein heftiger Grantler sein, aber wenn man ihn näher kennenlernte, auch abseits der Bühne, entdeckte man hinter dieser sehr rauen Schale einen sehr weichen Kern." Hinter seiner Fassade habe Schlier vor allem einen Sinn für Künstlerinnen und Künstler aus der Liedermacherszene gehabt und zahlreiche Karrieren gefördert.

"Ado war ein höchst politischer Mensch mit einer klaren Haltung, ausgestattet mit einem großen Wissen. Und er hatte Humor, manchmal feinsinnig, manchmal deftig." Abschließend betont Brodowy: "Ich bin dankbar, dass ich ihn kennenlernen und mit ihm zusammenarbeiten durfte." Weggefährte Hans-Peter Niedermeier wünscht ihm auf gleichem Wege: "Möge Ado Schlier künftig auch im Künstlerhimmel beste Kultur präsentieren."

Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.

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