Im Gemeindegebiet um Estenfeld wurde bei einem toten Feldhasen ein Erreger der Tularämie (Hasenpest) festgestellt. Die Hasenpest trat im Landkreis Würzburg zuletzt im Herbst 2014 bei Kürnach auf.

Nach Mitteilung des Veterinäramtes handelt es sich um eine meldepflichtige bakterielle Infektionskrankheit, die vorwiegend bei wildlebenden Nagetieren - wie zum Beispiel Hasen, Kaninchen, Bibern, Eichhörnchen, Mäusen, Ratten - vorkommt.


Die Krankheit ist auch auf Menschen übertragbar



Die Hasenpest gehört zu den Tierkrankheiten, die auch auf Menschen übertragbar ist. Das geschieht meist durch direkten Kontakt mit kontaminierter Umgebung oder den infizierten Tieren. Beim Tier führt eine Infektion binnen weniger Tage meist zu einer Blutvergiftung - der Tod tritt kurze Zeit später ein. Erkrankte Hasen und Kaninchen sind auffallend geschwächt und apathisch. Sie laufen schwankend und verlieren häufig die natürliche Scheu.

Beim Menschen verläuft die Krankheit in Abhängigkeit vom Übertragungsweg sehr unterschiedlich. Häufige Krankheitserscheinungen sind grippeartige Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, auch Lungenentzündung, fortschreitende Entzündung an der Eintrittsstelle und Lymphknotenschwellungen. Personen sollten bei Krankheitserscheinungen sofort einen Arzt aufsuchen und diesen darauf hinweisen, dass sie Kontakt zu einem solchen Tier hatten. Eine erfolgreiche Behandlung ist bei rechtzeitiger Diagnose mit Antibiotika möglich.


Veterinäramt gibt Verhaltenstipps bei Hasenpest



Auf Grund des Auftretens dieser Infektionskrankheit werden vom Veterinäramt folgende Verhaltensmaßregeln empfohlen:
• Verendete oder erkrankte Wildtiere wie Hasen und Kaninchen keinesfalls ungeschützt anfassen
• Jäger sollten beim Umgang mit erlegten Hasen und Kaninchen strickt die Hygienemaßnahmen einhalten sowie auf bedenkliche Merkmale wie Milz-, Leber- und Lymphknotenschwellungen achten
• Wildbret - also Fleisch vom Wild - sollte nur vollständig durchgegart verzehrt werden

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