Weil nach einem schweren Unfall am Freitag auf der A3 bei Helmstadt in Fahrtrichtung Nürnberg die Insassen eines Unfallfahrzeugs schlichtweg nicht aufzufinden waren, kam es ab späten Abend zu einem Hubschraubereinsatz. 

Wie die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried am Samstag mittelte, ereignete sich auf der A3 bei Helmstadt in Fahrtrichtung Nürnberg am Freitag ein Verkehrsunfall. Als die Beamten der Autobahnpolizei an der Unfallstelle eintrafen, fanden sie das Unfallfahrzeug jedoch verlassen vor.

Schwerer Unfall auf A3 bei Helmstadt: Vom Unfallverursacher fehlt jede Spur

Dem aktuellen Ermittlungsstand zufolge befuhr gegen 21.25 Uhr ein blauer Audi A3 aus dem Zulassungsbezirk Lauf die A3 in Fahrtrichtung Nürnberg. Nachdem der Audi die Fahrzeuge zweier weiterer Fahrzeugführer rechts überholt hatte, kollidierte er mit dem Heck eines auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Sattelzuges. Die Wucht des Aufpralles war laut Polizei so massiv, dass es zu einer starken Rauchentwicklung kam und Fahrzeugteile sich über die gesamte Fahrbahnbreite verteilten. An vier nachfolgenden Fahrzeugen entstand durch diese Trümmerteile Sachschaden.

Nachdem die Autobahnpolizisten an der Unfallstelle eingetroffen waren, konnte niemand der Anwesenden Angaben zum Verbleib der Fahrzeuginsassen des Audi machen. Da aufgrund des massiven Schadenbildes davon ausgegangen werden musste, dass Fahrzeuginsassen möglicherweise verletzt und orientierungslos auf der Autobahn herumirrten, wurde mit einem Großaufgebot an Rettungskräften - bestehend aus Polizei, Feuerwehren aus Wüstenzell, Neubrunn, Bettingen und Wertheim sowie einer Rettungshundestaffel - nach den Fahrzeuginsassen gesucht. Auch ein Hubschrauber wurde angefordert, welcher mit technischem Equipment die Suche aus der Luft unterstützte.

Erst gegen 23.15 Uhr konnte in Helmstadt ein Mann gefunden werden, der zum Unfallzeitpunkt in dem Audi gesessen war. Glücklicherweise war er nur leicht verletzt und der einzige Insasse im Audi gewesen. Jedoch konnte bei der ersten Inaugenscheinnahme des Mannes aus Offenbach Alkoholgeruch festgestellt werden. Gegen den 35-Jährigen wurden, aufgrund verschiedenster im Raum stehenden Straftaten, Ermittlungen eingeleitet.

Die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried suchen diesbezüglich nach weiteren Zeugen. Sachdienliche Hinweise werden unter der Rufnummer 09302/910-0 entgegen genommen.

Symbolfoto: Wolfram Kastl/dpa