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Covid-19

Corona im Raum Würzburg: Infektionen fallen unter Warnwert - Hunderte Menschen weiter in Quarantäne

Die Zahl der Corona-Infektionen im Raum Würzburg sinkt langsam wieder. Dennoch sind 770 Menschen in Quarantäne. Alle aktuellen Informationen im Überblick.
Die Zahl der Corona-Infektionen im Raum Würzburg fallen erstmals wieder unter den bundesweiten Grenzwert. Inga Nielsen/Adobe Stock (44909763)
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Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in der Region Würzburg wieder an. Die unterfränkische Stadt und das Umland entwickeln sich zu Corona-Hotspots im Freistaat. In anderen fränkischen Regionen halten sich die Neuinfektionen in Grenzen - einige Landkreis sind sogar Corona-frei. Den aktuellen Stand der COVID-19-Fälle finden Sie in unserer interaktiven Karte - inklusive letztem Stand der Aktualisierung.

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen kann es vorkommen, dass die Zahlen nicht immer aktuell sind. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier. Aufgrund der unterschiedlichen Zählweise der Landratsämter, Landesämter und des Robert-Koch-Instituts kann es unterschiedliche Fallzahlen geben. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 24.09.2020, 12.00 Uhr: Würzburg fällt wieder unter kritischen Warnwert

Am Donnerstag (24.09.2020) meldet das Landratsamt Würzburg sieben neue Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Zwar gibt es damit noch immer 166 aktive Fälle in der Region, doch der Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist nicht mehr überschritten. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 45,36 in der Stadt Würzburg und 24,72 im Landkreis (Stand: 07.30 Uhr). 

Viele Menschen befinden sich dennoch momentan in Quarantäne: 770 Menschen im Raum Würzburg sind entweder in häuslicher Quarantäne oder in Isolation unter Beobachtung des zuständigen Gesundheitsamtes. 

Die verschärften Corona-Maßnahmen sollen noch bis Ende der Woche gelten (27. September 2020). Über eine Verlängerung oder vorzeitige Anpassung ist derzeit nichts bekannt.

Update vom 22.09.2020, 18.46 Uhr: Infektionszahlen in Würzburg überschreiten immer noch Höchstwert 

Seit der Meldung vom 21.09.2020 wurden dem Gesundheitsamt zwei auf das Coronavirus positiv getestete Personen gemeldet (Stand 22. September 2020, 07.30 Uhr). Das berichtet das Landratsamt Würzburg.

Mit den beiden Neu-Infektionen steigt die Zahl der insgesamt auf das Coronavirus positiv getesteten Personen in Stadt und Landkreis Würzburg auf 1.382, davon entfallen 758 auf die Stadt und 624 auf den Landkreis Würzburg.

Die 7-Tage-Inzidenz für Stadt die Stadt Würzburg überschreitet mit 60,99 Infektionen pro 100.000 Einwohner immer noch den Höchstwert von 50, im Landkreis Würzburg sind es 38,31 Fälle pro 100.000 Einwohner. Die Werte sind auf der Seite des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelüberwachung (LGL) zu finden.

Als gesund entlassen wurden bisher insgesamt 1.136 Patienten. Derzeit sind 187 Personen in Stadt und Landkreis Corona-positiv. 59 Personen sind an Covid-19 verstorben.

Update vom 21.09.2020, 18.35 Uhr: 53 neue Corona-Fälle übers Wochenende

Dem Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg wurden seit der Meldung vom 18. September 53 auf das Coronavirus positiv getestete Personen gemeldet (Stand 21. September 2020, 7.30 Uhr). Dies geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamts Würzburg vom Montagabend hervor. 

Mit den 53 Neuinfektionen steigt die Zahl der insgesamt auf das Coronavirus positiv getesteten Menschen in Stadt und Landkreis Würzburg auf 1380. Davon entfallen 756 auf die Stadt und 624 auf den Landkreis Würzburg.

Die 7-Tage-Inzidenz für Stadt und Landkreis Würzburg liegt laut Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelüberwachung (LGL) am Montagabend bei 61,78 für die Stadt Würzburg sowie bei 40,78 für den Landkreis Würzburg.

Als gesund entlassen wurden bisher insgesamt 1.115 Patienten. Derzeit sind 206 Personen in Stadt und Landkreis Corona-positiv. 59 Personen sind laut dem Landratsamt Würzburg an Covid-19 verstorben.

Update vom 19.09.2020, 20.50 Uhr: Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in Ochsenfurt positiv auf Corona-Virus getestet

Ein Bewohner der von der Regierung von Unterfranken betriebenen Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in Ochsenfurt, Kindermannstraße 2, ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Das teilt das Landratsamt mit.

In der Unterkunft leben derzeit 71 Bewohner, die vom Gesundheitsamt Würzburg sofort in 14-tägige Quarantäne geschickt wurden. Der positiv getestete Bewohner werde für die Dauer von 14 Tagen gesondert in den Corona-Isolierbereich der ANKER-Einrichtung Unterfranken verlegt. Am Montag findee für alle Bewohner eine Reihentestung mit Unterstützung durch das Klinikum Würzburg Mitte statt. Weitere Reihentestungen seien laut Landratsamt geplant, um das Infektionsgeschehen genau zu beobachten. 

Die Essensverpflegung übernimmt ein Cateringunternehmen. Eine Versorgung der Einrichtung mit weiteren Bedarfsartikeln wurde ebenfalls veranlasst. Die medizinische Versorgung ist gewährleistet. Als Ansprechpartner für die Bewohner stehen die Unterkunftsverwaltung und der Sicherheitsdienst zur Verfügung. Die betroffenen Bewohner seien über die aktuelle Situation informiert. Darüber hinaus fand eine Sensibilisierung hinsichtlich der einzuhaltenden Abstands- und Hygieneregeln statt.  Wie das Landratsamt versichert, verhalten sich alle Bewohner sehr kooperativ.

Update vom 18.09.2020, 19.20 Uhr: Ausschankverbot ab sofort angepasst - Gericht bestätigt Allgemeinverfügungen

Die Stadt Würzburg passt das geltende Alkohol-Ausschankverbot an eine neue gesetztliche Regelung an. Das gibt die Stadt in einer Pressemitteilung vom Freitag (18. September 2020) bekannt. Konkret bedeutet dies, dass alkoholische Getränke eine Stunde länger als bisher ausgeschenkt werden dürfen - nämlich bis 23 Uhr.

Die tagesaktuelle Veröffentlichung der überarbeiteten 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmeverordnung regle seit Freitag (18. September 2020) neu und konkret, dass Kreisverwaltungsbehörden in den Städten, die den Inzidenzwert von Neuinfektionen 50 pro 100.000 überschreiten, ab 23 Uhr bis 6 Uhr den Ausschank alkoholischer Getränke untersagen können. 

Laut Mitteilung hat die Stadt "ausgehend von einer sich stabilisierenden Entwicklung des Inzidenz-Wertes auf hohem Niveau trotz mehrerer tausend Tests" folgende Maßnahmen festgelegt:

  • Die Gastronomie in der Würzburger Innenstadt darf daher aber ab sofort ab 23 Uhr keinen Alkohol mehr ausgeben. Alkoholische Getränke können somit eine Stunde länger konsumiert werden. Das Ausgeben von Speisen und Getränken ohne Alkohol wird auch nach 23 Uhr ermöglicht. Dies wird über eine neue Allgemeinverfügung geregelt, die die bisherige ersetzt.
  • Das Verwaltungsgericht Würzburg hat des Weiteren in zwei Eilentscheidungen die Regelungen aus den bisherigen Allgemeinverfügungen der Stadt bestätigt: Einerseits gilt weiterhin die Personenbeschränkung von 100 auf 50  Personen bei Privatfeiern. Andererseits ist die Verschärfung der Kontaktbeschränkungen von 10 auf 5 Personen, die auch für die Gastronomie gilt, bestätigt worden.
  • Darüber hinaus wurde auch (vor Veröffentlichung der überarbeiteten 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmeverordnung) nicht beanstandet, dass es ab 22 Uhr in der Innenstadtgastronomie keine Abgabe von Alkohol an Gäste geben durfte. Diese Grenze wird von der Stadt Würzburg aber wie geschildert der neuen bayernweiten Rechtslage auf 23 Uhr angepasst.

In diesem Zusammenhang weist die Stadt Würzburg darauf hin, dass auch weiterhin das  Alkoholverbot entlang des Maines vom Graf-Luckner-Weiher bis zum Parkplatz Alter Hafen ab 22 Uhr im Straßen- und Grünflächenbereich gilt. Die Allgemeinverfügung für Reiserückkehrer, die die Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten regelt, sowie die Allgemeinverfügung für private Veranstaltungen, die beide am Sonntag beziehungsweise am Montag ausgelaufen wären, werden um eine Woche verlängert und gelten beide vorerst bis zum 27.September 2020.

Der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Dr. Johann Löw, appelliert darüber hinaus: „Jüngere Erwachsene, die in verantwortungsvollen Berufen und im besonderen Umgang mit vulnerablen Gruppen wie Senioren zu tun haben, werden gebeten, verantwortungsvoll ihr Freizeitverhalten bezogen auf private Feiern und Feiern im öffentlichen Raum zu gestalten.“

24 Neuinfektionen und 707 Menschen in Quarantäne

Weiterhin gibt das Landratsamt die aktuellen Corona-Zahlen für Würzburg bekannt. Demnach wurden dem Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg seit der gestrigen Meldung 24 auf das Coronavirus positiv getestete Personen gemeldet (Stand 18. September 2020, 7.30 Uhr).Mit den 24 Neuinfektionen steigt die Zahl der insgesamt auf das Coronavirus positiv getesteten Personen in Stadt und Landkreis Würzburg auf 1327, davon entfallen 724 auf die Stadt und 603 auf den Landkreis Würzburg.

Als gesund entlassen wurden bisher insgesamt 1060 Patienten. Derzeit sind 209 Personen in Stadt und Landkreis Corona-positiv. 59 Personen sind an Covid-19 verstorben.

Aktuell sind laut Landratsamt 707 Personen in häuslicher Quarantäne oder Isolation unter Beobachtung des Gesundheitsamtes. Aus der Quarantäne oder Isolation entlassen werden konnten insgesamt bereits 2923 Personen.

Röntgen-Gymnasium nimmt wieder Betrieb auf

Das Röntgen-Gymnasium in Würzburg nimmt unterdessen ab kommendem Montag, 21. September 2020, wieder seinen Schulbetrieb auf. Das geht es einer weiteren Mitteilung des Landratsamtes hervor. Zur Schule gehen dürfen alle Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte, die ein negatives Testergebnis haben. Die positiv getesteten Schüler und Schülerinnen wie auch Lehrkräfte bleiben weiterhin in Isolation.

Außerdem bleiben die Klassen der positiv getesteten Schüler, alle Kinder der Jahrgangstufe, die klassenübergreifenden Unterricht mit den Betroffenen in geschlossenen Räumen hatten, sowie alle direkten Kontaktpersonen derzeit in Quarantäne. Geplant ist hier eine zweite Testung in den kommenden Tagen.

Ebenfalls zum zweiten Mal getestet werden Schüler sowie Lehrkräfte, die inzwischen symptomatisch geworden sind. Erst nach einem negativen Testergebnis dürfen diese wieder die Schule besuchen – bis dahin bleiben auch sie in Quarantäne.

Update vom 18.09.2020, 10.15 Uhr: Klage gegen Stadt wegen Corona-Maßnahmen

Die steigenden Corona-Infektionszahlen in Würzburg haben zu verschärften Kontakbeschränkungen geführt. Davon betroffen sind Schulen und Kitas, aber auch das öffentliche Leben. Daran ändert auch die Klage eines Mannes nichts, der sich in seinen Freiheitsrechten beschnitten sah. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, klagte er vor dem Verwaltungsgericht Würzburg gegen die Beschränkung bei Privatveranstaltungen. Die liegt aktuell bei 50 Menschen in Innenräumen und 100 Menschen im Freien. Der Kläger wollte eine private Feier mit 100 Gästen besuchen, schreibt der BR.

Dies wies das Verwaltungsgericht zurück. In diesem Fall sah es die Verhältnismäßigkeit bei der Maßnahme der Stadt Würzburg gegeben. "Die Teilnehmerbegrenzung bei Privatveranstaltungen verstößt nicht gegen die allgemeine Handlungsfreiheit des Antragstellers", zitiert der BR aus der Begründung des Gerichts. Die Begrenzung sei legitim. Aus Sicht der Richter komme es bei privaten Feiern typiwscherweise zu engeren und riskanteren Kontakten als bei anderen Anlässen.

Aktuell hat die Stadt Würzburg folgende Corona-Maßnahmen beschlossen: Seit Montag (14. 09.2020) gilt bei Zusammenkünften eine maximale Gruppengröße von fünf Personen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören oder Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister oder Angehörige eines weiteren Hausstands sind. Diese Beschränkung gilt auch bei Besuchen von Gastronomiebetrieben im Bereich der Stadt Würzburg.

In allen Schank- und Speisewirtschaften "im vom Ringpark umgrenzten Innenstadtbereich sowie im Alten Mainviertel bis zur Talavera" ist der Verkauf und Konsum von Speisen und Getränken ab 22 Uhr verboten. Generell ist Alkohol verboten, auf allen Grünflächen und den Straßenbereich entlang des Mains: Betroffen ist der Bereich vom Graf-Luckner-Weiher über die Mainwiesen und den Mainkai sowie die Alte Mainbrücke und vom Kranenkai bis zum Parkplatz "Alter Hafen". Es gilt ebenfalls ab 22 Uhr. Bereits Alkohol in diesem Gebiet dabei zu haben, sei verboten, so die Verantwortlichen.

Das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist jedoch unabhängig von den anwesenden Personen untersagt. Bei einem Verstoß gegen diese Kontaktbeschränkungen kann ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro verhängt werden.

Update vom 17.09.2020, 12.53 Uhr: Inzidenzwert steigt auf über 75 - Würzburg Corona-Hotspot in Franken

Der Sieben-Tages-Inzidenzwert ist in der Stadt und dem Landkreis Würzburg deutlich angestiegen. Laut Angaben des "Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit" liegt der Wert in der Stadt bei 75,07 und im Umland bei 42,64

Am Montag und Dienstag wurden in Würzburg zahlreiche Tests durchgeführt und ausgewertet, was eine Erklärung für den sprunghaften Anstieg des Inzidenzwertes sein kann. Laut Angaben des "Landratsamtes Würzburg" liegt die Zahl der auf das Coronavirus "Sars-CoV-2" positiv getesteten Personen bei 1288 - davon 702 in der Stadt und 586 im Landkreis. 

Derzeit befinden sich 575 Menschen aus Würzburg und Umgebung in häuslicher Quarantäne.

Verschärfte Maßnahmen an Schulen und Kitas

An den Würzburger Schulen bleibt die Maskenpflicht bestehen. Nach dem sprunghaften Anstieg der Fallzahlen hatte das Gesundheitsamt in einer ersten Maßnahme die Schulen und Kindertageseinrichtungen auf Stufe „gelb“ gestellt. Das heißt, dass Schüler*innen ab der 5. Jahrgangsstufe "verpflichtend eine Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz im Klassenzimmer tragen müssen, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist", so das Landratsamt.

Für Kitas bedeutet Stufe „gelb“, dass weiterhin alle Kinder die Einrichtung besuchen können. "Eine Durchmischung der Gruppen darf jedoch nicht mehr stattfinden (...) Weiter müssen die Beschäftigten eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Der Besuch von Kindern bei nur leichten Krankheitssymptomen bleibt weiterhin möglich."

Corona-Testzentrum in Würzburg

Das Corona-Testzentrum von Stadt und Landkreis Würzburg ist von montags bis freitags von 12 bis 19 Uhr geöffnet, schreibt das Landratsamt.

"Hier können sich nach der Bayerischen Teststrategie insbesondere Reiserückkehrer sowie auch jeder Bewohner*in Bayerns anlasslos testen lassen. Eine vorherige Terminvereinbarung ist zwingend erforderlich, telefonisch unter 0800 2019444, bzw. online unter www.testzentrum-wuerzburg.de."

Auch interessant: Auch im oberfränkischen Kulmbach ist der Inzidenzwert sprunghaft angestiegen.

Update vom 15.09.2020, 15.30 Uhr: Maskenpflicht für zahlreiche Schüler in Würzburg

Nachdem der Inzidenzwert am Montag den kritischen Wert von 35 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner überschritten hat, wurden nun Maßnahmen getroffen, um die Pandemie lokal einzudämmen. 

Dazu zählt, dass Schüler und Schülerinnen aus Würzburg ab sofort auch eine Maske am Sitzplatz im Klassenzimmer tragen müssen, sofern der Mindestabstand (1,5 Meter) nicht eingehalten werden kann. Diese Regelung betrifft alle Schüler ab der fünften Jahrgangstufe. Gründschüler sind davon nicht betroffen. 

In Kindertagesstätten ändert sich, dass Gruppen nicht mehr durchmischt werden dürfen. Dennoch bleibt der Besuch der Kita von Kindern, die lediglich leichte Krankheitssymptome haben, weiterhin möglich. 

Update vom 15.09.2020, 06.00 Uhr: Warum wurde das Röntgen-Gymnasium ganz geschlossen?

Mehrere Schulen in Würzburg müssen aktuell mit infizierten Schülern umgehen. Besonders dramatisch ist die Situation dabei am Röntgen-Gymnasium: Dort wurde die gesamte Schule bis Mittwoch (16. September 2020) geschlossen und ein mobiles Testzentrum am Dallenbergbad speziell für die Schüler und Lehrer errichtet.

Auch am Wirsberg-Gymnasium gab es Corona-Fälle. Diese sind laut Landratsamt allerdings anders zu bewerten. Am Röntgen-Gymnasium sind neben den positiv getesteten Personen weitere Verdachtspersonen symptomatisch. Dies ist beim Wirsberg-Gymnasium nicht der Fall.

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Aufgrund dieser unterschiedlichen Situationen sind am Röntgen-Gymnasium weitergehende Infektionsketten mit weiteren positiven Corona-Fällen nicht auszuschließen. Die Kapazitäten des mobilen Testzentrums am Dallenbergbad entsprechen in etwa dem erwarteten Testbedarf des Röntgen-Gymnasiums. Beim Wirsberg-Gymnasium konnten die betroffenen Schulklassen laut Pressemitteilung im Bayerischen Testzentrum auf der Talavera gut integriert werden.

Aktuell sind in drei Würzburger Gymnasien und sechs Berufs- bzw. Förderschulen einzelne Schüler*innen und/oder Lehrkräfte Corona-positiv getestet worden. Aufgrund dessen wurden betroffene Klassen bzw. betroffene einzelne Kontaktpersonen umgehen in Quarantäne geschickt. 

Update vom 14.09.2020, 18.15 Uhr: Erweitertes Alkoholverbot in Würzburg

Die Stadt Würzburg verschärft ihre Maßnahmen in der Bekämpfung des Coronavirus weiter. Ab sofort gilt in der unterfränkischen Metropole: In allen Schank- und Speisewirtschaften "im vom Ringpark umgrenzten Innenstadtbereich sowie im Alten Mainviertel bis zur Talavera" ist der Verkauf und Konsum von Speisen und Getränken ab 22 Uhr verboten. 

Dieses Verbot gilt bis zum nächsten Morgen und ist für Innen- und Außenbereiche gültig. "Ab 22 Uhr ist nur noch Lieferservice möglich", teilt die Stadt mit.

Zudem gilt ab sofort ein Alkoholverbot für alle Grünflächen und den Straßenbereich entlang des Mains: Betroffen ist der Bereich vom Graf-Luckner-Weiher über die Mainwiesen und den Mainkai sowie die Alte Mainbrücke und vom Kranenkai bis zum Parkplatz "Alter Hafen". Es gilt ebenfalls ab 22 Uhr. Bereits Alkohol in diesem Gebiet dabei zu haben, sei verboten, so die Verantwortlichen.

Update vom 14.09.2020, 05.30 Uhr: Ab heute verschärfte Kontaktbeschränkungen in der Stadt Würzburg

Die Stadt Würzburg hat den Grenzwert von 35 bei der 7-Tage-Inzidenz massiv überschritten. Nachdem er sich am Sonntag von 60,99 auf 69,60 erhöht hatte, steht er am Montag (14.09.2020) laut Robert-Koch-Institut noch immer auf 61,0. Nun ruft die Stadt Würzburg als Konsequenz eine verschärfte Kontaktbeschränkung aus.

Bisher durften maximal zehn Personen gemeinsam unterwegs sein. Ab Montag (14. 09.2020) gilt eine maximale Gruppengröße von fünf Personen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören oder Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister oder Angehörige eines weiteren Hausstands sind. Diese Beschränkung gilt auch bei Besuchen von Gastronomiebetrieben im Bereich der Stadt Würzburg.

Das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist jedoch unabhängig von den anwesenden Personen untersagt. Bei einem Verstoß gegen diese Kontaktbeschränkungen kann ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro verhängt werden.

Update vom 13.09.2020, 20.18 Uhr: Corona-Fälle an Würzburger Gymnasium - Schule schließt

Nach einem alarmierenden Anstieg der Inzidenz-Werte in Würzburg gibt es nun auch noch weitere Corona-Fälle an einem Würzburger Gymnasium. Wie das Landratsamt am Sonntagabend mitteilte, wurden am Röntgen-Gymnasium eine Lehrkraft und ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Außerdem gebe es mehrere Verdachtsfälle an der Schule. Das Gymnasium werde deshalb voerst bis einschließlich Mittwoch (16.09.2020) geschlossen.

Alle Schüler und Mitarbeiter des Röntgen-Gymnasiums werden ab kommender Woche getestet. Dafür wird auf dem Parkplatz des Würzburger Dallenbergbades speziell für diese ein mobiles Testzentrum errichtet. Eine von der Regierung von Unterfranken beauftragte Firma wird dort die benötigte Infrastruktur bereitstellen und die Tests durchführen sowie die Laborauswertungen initiieren.

Insgesamt sind etwa 850 Schüler und Mitarbeiter betroffen, informiert Paul Justice, zuständig für das Testmanagement von Stadt und Landkreis Würzburg. Die Schulleitung werde alle Betroffenen sowie die Eltern über eigene interne Kanäle über die Vorgänge informieren, hieß es.

Update vom 13.09.2020, 17.44 Uhr: Corona-Zahlen in Würzburg steigen weiter - so reagiert die Stadt

Die Corona-Lage in Würzburg verschärft sich weiter: Im Vergleich zum Samstag ist der sogenannte 7-Tage-Inzidenz-Wert in der Stadt Würzburg am Sonntag (13.09.2020) weiter gesteigen -  von 60,99 auf 69,60. Aufgrund dieser Entwicklung spricht die Stadt mit Hilfe einer Allgemeinverfügung weitere Beschränkungen aus, informiert die Pressestelle der Stadt am Sonntag.

Verschärft wird dabei die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum. Durften bislang maximal zehn Personen gemeinsam unterwegs sein, gilt ab dem Montag (14. 092020) eine maximale Gruppengroße von fünf Personen, die nicht zum eigenen Hausstands gehören oder Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister oder Angehörige eines weiteren Hausstands sind. Diese Beschränkung gilt auch bei Besuchen von Gastronomiebetrieben im Bereich der Stadt Würzburg.

Die bisherigen Regelungen für berufliche, dienstliche sowie ehrenamtliche Tätigkeiten in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sind davon nicht betroffen, heißt es von Seiten der Stadt.

Zudem ist das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist unabhängig von den anwesenden Personen untersagt. Bei einem Verstoß gegen diese Kontaktbeschränkungen kann ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro verhängt werden.

Sollte der Inzidenz-Wert weiterhin hoch bleiben oder sogar nochmals steigen, behält sich die Stadt Würzburg vor, weitere Einschränkungen auszusprechen, darunter gegebenenfalls auch eine Ausweitung des Alkoholverbotes im öffentlichen Raum.

Update vom 12.09.2020, 18.30 Uhr: Lange Schlangen vor Testzentrum am Samstagmorgen

579 Testwillige aus der ganzen Region haben sich am Samstag am gemeinsamen Testzentrum für Stadt und Landkreis Würzburg abstreichen lassen. Das berichtet das Landratsamt am Samstag. Unter den knapp 600 Testwilligen waren viele Reiserückkehrer, aber auch Schüler von zwei Berufsschulklassen, die vom Gesundheitsamt als mögliche Kontaktpersonen dem Testzentrum zugewiesen wurden.

In den ersten beiden Betriebsstunden wurden 250 Personen getestet. Im Einsatz waren Einsatzkräfte des BRK, der Johanniter sowie Mitarbeiter des Landratsamts. Männer der Berufsfeuerwehr Würzburg unterstützten das Test-Team Freitag und Samstag kurzfristig mit Tischen und zusätzlichem Sonnenschutz.

Am Samstagmorgen kam es noch zu langen Schlangen bis zur Friedensbrücke. Gegen 12.30 Uhr hatte sich die Lage entspannt, informiert Paul Justice, zuständig für das Testmanagement von Stadt und Landkreis Würzburg. Das Testzentrum ist kommende Woche von Montag bis Freitag von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Die Testung von Kindern unter 7 Jahren erfolgt von 17 bis 19 Uhr. In diesem Zeitraum steht speziell geschultes Personal zur Verfügung, wie das Landratsamt mitteilte.

Update vom 11.09.2020, 13.00 Uhr: Zahl der Neuinfektionen steigt - Das ist der Grund

Zwischen dem 1. und dem 9. September wurden 74 neue Corona-Fälle an das Gesundheitsamt in Würzburg gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz, die als eine Art Frühwarnsystem dienen soll, liegt damit laut einer Mitteilung der Stadt bei 67,5 pro 100.000 Einwohner. Damit hat Würzburg den bundesweiten Grenzwert überschritten.

Die Stadt hat umgehend neue, verschärfte Maßnahmen ergriffen, um das Infektionsgeschehen wieder in den Griff zu bekommen. Doch eine Frage blieb offen: Woher kommen auf einmal die vielen Neuinfektionen?

Wie im Beschränkungskonzept vom Landratsamt Würzburg zu lesen ist, handelt es sich beim Großteil der positiven Fälle um Urlaubsrückkehrer oder Kontaktpersonen von Urlaubsrückkehrern. Es ist von mindestens einem Drittel die Rede.

Hinzu kommt außerdem ein "Cluster-Geschehen" aus dem Umfeld einer Shisha-Bar. Auch hier haben sich wohl einige Menschen bei einem Reiserückkehrer angesteckt. Bei den Mitarbeitern und im familiären Umfeld des Betreibers wurden daraufhin vermehrt Infektionen festgestellt.

Der erneute Anstieg der Infektionszahlen in Würzburg ist diesmal auf wesentlich jüngere Menschen zurückzuführen als bisher. So lag das Durchschnittsalter der positiv getesteten Personen bisher bei 47, 8 Jahren - für den Zeitraum, aus dem die Neuinfektionen stammen, liegt er nun bei 32,5 Jahren. Der deutliche Schwerpunkt lag laut Landratsamt dabei bei den 18- bis 35-Jährigen.

Update vom 10.09.2020, 17.15 Uhr: Zahlen steigen, Maßnahmen werden angepasst 

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen in Würzburg meldet die Stadt, dass ab Freitag (11. September 2020) neue Maßnahmen zur Eindämmung in Kraft treten. Die Maßnahmen besagen, dass die erlaubte Teilnehmerzahl bei privaten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen von 100 auf 50 Teilnehmer reduziert wird.

Bei privaten Veranstaltungen im Freien sind nur noch 100 anstatt 200 Teilnehmer erlaubt. Dies gilt auch bei privaten Veranstaltungen in angemieteten Clubs, Diskos sowie bei Familienfeiern oder Hochzeiten, die innerhalb von Gastronomiebetrieben stattfinden.

Alkoholverbot auf der Alten Mainbrücke

Als weitere Maßnahme untersagt die Stadt Würzburg von Freitag bis Sonntag in der Zeit von 16 Uhr bis 6 Uhr morgens den Konsum von Alkohol. Das gilt dieses Wochenende (11.-13. September) und das nächste (18-20. September).

Update vom 10.09.2020, 15.15 Uhr: Würzburg neuer Corona-Hotspots in Franken - weiteren Grenzwert überschritten

Am Mittwoch hat es sich schon angekündigt, seit Donnerstagmorgen ist es klar: Würzburg hat mit einem 7-Tage-Inzidenz von 52,4 auch den bundesweiten Corona-Grenzwert gerissen. Einen Tag zuvor lag der noch bei 48,46 und somit nur über dem bayerischen Grenzwert. Der steht bei 30.

Welche Maßnahmen die Stadt Würzburg ergreifen will und muss, darüber informierte das Rathaus am Mittwoch. So gilt jetzt eine Allgemeinverfügung für alle Reiserückkehrer, die aus einem Risikogebiet zurückkommen.

Demnach wird die häusliche Quarantäne erst dann aufgehoben, wenn innerhalb von fünf bis sieben Tagen ein zweiter Test stattgefunden hat, der negativ ist. Laut der Stadt Würzburg ist rund die Hälfte der Neu-Infektionen auf Reiserückkehrer und deren Kontaktpersonen zurückzuführen.

Die Stadt war bereits zu Beginn der Corona-Pandemie in die Schlagzeilen geraten. In einem Pflegeheim waren mehrere Bewohner mit dem Virus infiziert. Fast zehn Bewohner kamen durch das Coronavirus ums Leben.

Update vom 09.09.2020, 16.40 Uhr: Corona-Grenzwert überschritten - Stadt Würzburg greift durch

Der 7-Tage-Inzidenz ist am Mittwoch (9. September 2020) auf 48,46 gestiegen und liegt somit für Würzburg deutlich über dem bayerischen Signalwert. Dieser liegt bei 35 Infektionen pro 100.000 Einwohnern. Ursache für die vielen Corona-Neuinfektionen in Würzburg sind vor allem Reiserückkehrer sowie deren positiv getestete Kontaktpersonen.

Die Stadt Würzburg hat darauf unmittelbar reagiert: Ab dem 10. September 2020 gilt eine Allgemeinverfügung mit sofortiger Wirkung für alle Reiserückkehrer, die aus einem Risikogebiet zurückkommen. Demnach wird die häusliche Quarantäne erst dann aufgehoben, wenn innerhalb von fünf bis sieben Tagen ein zweiter Test stattgefunden hat, der negativ ist.

Das teilt die Stadt Würzburg in einer Pressemitteilung mit. Rund die Hälfte aller Neu-Infektionen lässt sich demnach auf Reiserückkehrer und deren Kontaktpersonen zurückführen. 

Update vom 25.08.2020, 13.35 Uhr: Gesundheitsamt meldet 24 neue Infizierte - über 1000 Fälle insgesamt

Dem Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Würzburg wurden seit der Meldung vom 21. August 24 weitere auf das Coronavirus positiv getestete Personen gemeldet (Stand: 25. August 2020, 7.30 Uhr).

In dieser Gesamtzahl sind fünf Menschen enthalten, die im Rahmen der Datenpflege sowie –prüfung nachgemeldet wurden, diese Infizierungen sind im Laufe des August aufgetreten und bearbeitet worden.

Von den netto 19 Neuinfizierten seit Freitag, 21. August 2020, sind laut Landratsamt Würzburg elf Personen Reiserückkehrer.

Mit den Neuinfektionen steigt die Zahl der insgesamt auf das Coronavirus positiv getesteten Personen in Stadt und Landkreis Würzburg auf 1002. Als gesund entlassen wurden bisher insgesamt 900 Patienten. Derzeit sind 43 Personen in Stadt und Landkreis Corona-positiv. 59 Personen sind laut Landratsamt an Covid-19 verstorben. Aktuell sind 118 Personen in häuslicher Quarantäne oder Isolation unter Beobachtung des Gesundheitsamtes. Aus der Quarantäne oder Isolation entlassen werden konnten insgesamt bereits 2752 Personen.

Erreichbarkeit des Bürgertelefons 

Das Bürgertelefon von Stadt und Landkreis Würzburg ist Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr besetzt. Telefon: 0931 8003-5100.

Die Liste der häufig gestellten Fragen ist – wie auch weitere Informationen zum Coronavirus – auf der entsprechenden Webseite des Landkreises einzusehen.