Weil er Passanten am Würzburger Hauptbahnhof belästigte, war ein 40-jähriger Deutscher am Montag (20. Juli 2026) gegen 19.40 Uhr Beamten der Bundespolizei aufgefallen. Ein Versuch, den Mann zu kontrollieren, lief dann komplett aus dem Ruder.

Bereits bei der Ansprache soll der Kontrollierte laut Polizeibericht mehrfach versucht haben, sich zu entfernen. Dabei habe er einem Polizisten zweimal den Mittelfinger gezeigt. Im weiteren Verlauf der Kontrolle habe er dann die Angabe seiner Personalien und jegliche Kooperation verweigert.

Lautstarke politische Parolen bei der Festnahme

Die Bundespolizisten entschieden sich, den 40-Jährigen auf die Dienststelle zu bringen. Dabei habe sich dieser weiter aggressiv verhalten und Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen geleistet. Daraufhin hätten ihn die Polizisten zu Boden gebracht und an Händen und Füßen gefesselt. Dabei soll er die Beamten fortlaufend beleidigt haben. Zudem soll er versucht haben, die Einsatzkräfte anzuspucken, und soll lautstark politisch motivierte Parolen geäußert haben.

Zum Inhalt der politischen Parolen äußert sich die Bundespolizei auf Anfrage von inFranken.de nicht. Dies sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Auf der Dienststelle der Bundespolizeiinspektion Würzburg habe der Tatverdächtige laut Polizeibericht einen freiwilligen Atemalkoholtest verweigert. Der diensthabende Richter des Amtsgerichts Würzburg ordnete eine Blutentnahme an, die anschließend zwangsweise durchgeführt wurde. Während dieses Vorgangs soll der Mann das medizinische Personal wie auch die Beamten weiter beleidigt haben.

Ein eingesetzter Beamter erlitt im Rahmen des Einsatzes leichte Verletzungen, blieb jedoch weiterhin dienstfähig. Der Tatverdächtige wurde am Dienstagmittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Da dieser im Verhalten des Mannes mehrere mögliche Straftatbestände sah, ordnete er Untersuchungshaft an. Der 40-Jährige sitzt nun in einer Haftanstalt.