Eine traurige Nachricht am Donnerstagabend, 03.12.2020, im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: Der Automobilzulieferer Pressmetall aus Gunzenhausen muss Insolvenz beantragen. Wie der BR berichtet, werden alle 504 Mitarbeiter wohl noch vor Weihnachten die Kündigung erhalten. Alle Versuche die Insolvenz zu verhindern seien gescheitert.

Der fränkische Automobilzulieferer Pressmetall muss nach Meldung des BR Insolvenz beantragen, da sich der letzte Investor aus dem Bieterprozess zurückgezogen hat. Dies lag daran, dass die Hauptkunden ihre Abrufzahlen deutlich gesenkt hatten.

Risiko zu groß: Investor springt ab

Das Risiko war dem potentiellen Investor zu groß, sagt ein Sprecher des Insolvenzverwalters. "Dieses Ergebnis ist ein schwerer Schock für uns und für die gesamte Belegschaft. Wir waren alle sehr zuversichtlich, dass wir nach dem Pressmetallwerk in Hoym (Sachsen-Anhalt) auch für den Standort Gunzenhausen eine gute Lösung finden werden", sagte Sanierungsberater Detlef Specovius von der Kanzlei Schultze & Braun.

Aufgrund des Absprungs des Investors sei die Schließung der Firma nicht mehr verhinderbar. Den 504 Mitarbeitern wird vermutlich noch im Dezember gekündigt. Aktuell laufen Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan sowie einen Interessenausgleich. Pressmetall durchlief seit Dezember 2019 ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung, nachdem Auftragsrückgänge zu einem Liquiditätsengpass geführt hatten.

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