Update vom 29.01.2026, 10.24 Uhr: Nach Schüssen auf SEK – Polizei sucht Patronenhülsen

Nach einer Verfolgungsjagd im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen und Schüssen auf ein Spezialeinsatzkommando (SEK) plant die Polizei, die Strecke abzusuchen. So sollen Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei am Donnerstagvormittag (29. Januar 2026) dort insbesondere nach den Patronenhülsen suchen. "Die brauchen wir", sagte ein Sprecher. Zudem soll eine Befragung der Anwohner stattfinden.

Gegen die beiden Männer, aus deren Auto auf das SEK gefeuert wurde, seien Untersuchungshaftbefehle erlassen worden, teilte die Polizei mit. Demnach werde dem 24-Jährigen Beifahrer und mutmaßlichen Schützen versuchter Totschlag vorgeworfen, dem 23-jährigen Fahrer Beihilfe zum versuchten Totschlag.

Polizisten suchen nach einer Verfolgungsjagd eine Straße ab. Bei einer Verfolgungsjagd im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen haben zwei Männer auf SEK-Beamte geschossen und anschließend einen Unfall gebaut. Insgesamt sind fünf Personen verletzt worden, wie die Polizei mitteilte.
NEWS5 / Lars Haubner (NEWS5)

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Beifahrer drei bis fünf Schüsse abgefeuert. Er habe sich nach Ende der Verfolgungsjagd der Polizei ergeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Mindestens einer Schüsse traf ein Polizeifahrzeug an der Motorhaube. Genaueres soll die Untersuchung der Spurensicherung ergeben, die sich anfänglich auf zwei Orte fokussiert, an denen Schüsse gefallen sind. Zunächst ging ein Polizeisprecher davon aus, dass die Spurensicherung mehrere Stunden dauern werde. Das Wetter erschwere den Einsatz zusätzlich. «Es hat jetzt wieder drauf geschneit.» Mit Rechen und Schaufeln durchkämmte die Spurensicherung die Schneehaufen und suchte mit Metalldetektoren nach Patronenhülsen. 


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Verfolgungsfahrt über 20 Kilometer

Der Fahrer des Fahrzeugs habe versucht, sich der Festnahme zu widersetzen und Widerstand geleistet. Die Spurensicherung gehe davon aus, dass sie mehrere Stunden benötigen werde, sagte Polizeisprecher Kai Schmidt. Das Wetter erschwere den Einsatz zusätzlich. «Es hat jetzt wieder drauf geschneit.» Mit Rechen und Schaufeln durchkämmte die Spurensicherung die Schneehaufen und suchte mit Metalldetektoren nach Patronenhülsen.

Das SEK wollte nach Angaben der Polizei am Dienstagabend in Absberg drei Männer im Alter von 23, 24 und 30 Jahren in einer Wohnung festnehmen. Es gab demnach Hinweise darauf, dass sie unerlaubt Waffen besitzen. Festgenommen wurde vor Ort nur einer der Verdächtigen – die anderen beiden flohen mit einem Auto mit niederländischer Zulassung. Das SEK verfolgte sie über eine Distanz von rund 20 Kilometern, bis das Fahrzeug der Verdächtigen mit einem anderen Auto kollidierte. Dabei wurden die Flüchtigen nach Angaben der Polizei im Auto eingeklemmt und leicht verletzt. Auch drei Polizisten verletzten sich demnach bei dem Zugriff. 

Wie das SEK auf ihre Spur kam und wieso die Männer bewaffnet waren, war zunächst unklar. "Wir können momentan aus ermittlungstaktischen Gründen keine weitere Auskunft geben", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Diese ermittelt zu den Hintergründen des Einsatzes.

Ein Festgenommener wieder auf freiem Fuß

Die Verdächtigen sind nach Angaben der Polizei türkischer Abstammung, der zuerst festgenommene Mann ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Ermittlungen hätten keinen dringenden Tatverdacht gegen den 30-Jährigen ergeben, hieß es. Ermittelt werde aber noch, ob er an dem Waffenbesitz und anderen möglichen Straftaten beteiligt gewesen sei, sagte ein Sprecher der Ansbacher Staatsanwaltschaft, die wegen der Schüsse und der Flucht ermittelt. ami/mit dpa

Ursprungsmeldung vom 28.01.2026: Schüsse auf SEK bei wilder Verfolgungsjagd in Franken

Bei einer Verfolgungsjagd im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen haben zwei Männer auf Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) geschossen und einen Unfall verursacht. Insgesamt gab es fünf Leichtverletzte. Drei Menschen wurden laut der Polizei festgenommen.

Die Beamten wollten am späten Dienstagnachmittag (27. Januar 2026) gegen 17 Uhr eine Wohnung in Absberg durchsuchen. Ermittlungen zufolge sollten sich dort Menschen aufhalten, die möglicherweise scharfe Schusswaffen bei sich tragen, hieß es. Demnach bemerkten die Polizisten vor dem Gebäude einen Mercedes A 200 mit niederländischer Zulassung, in dem zwei Männer saßen.

Als der Wagen kontrolliert werden sollte, fuhr der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Pfofeld davon. Das SEK nahm die Verfolgung auf, wurde aber aus dem Auto heraus beschossen. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Innerorts erreichte der Wagen stellenweise weit mehr als 100 Kilometer pro Stunde, so die Polizei. 

Verfolgungsjagd im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen - Wagen mit Schuss auf Reifen gestoppt

Die Route der beiden Männer führte über Dornhausen, Gundelsheim, Wachenhofen und Weimersheim bis an den Ortseingang von Weißenburg. Am Kreisverkehr an der Emetzheimer Straße verlor der Fahrer die Kontrolle. Der Mercedes prallte dort mit einem unbeteiligten Auto zusammen. Die Spezialkräfte schossen laut Polizei nach dem Unfall auf die Reifen des stehenden Fluchtfahrzeugs, um eine Weiterfahrt zu verhindern.

Die beiden Insassen wurden bei dem Unfall im Fahrzeug eingeklemmt und mussten befreit werden. Der 23-Jährige und sein 24 Jahre alter Kompagnon wurden festgenommen. Beide erlitten bei dem Unfall Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst unter Polizeibegleitung in ein Krankenhaus gebracht. Auch drei SEK-Beamte wurden bei dem Zugriff leicht verletzt und mussten ärztlich behandelt werden. 

Die Polizei stellte im Fahrzeug der beiden Männer eine Waffe sicher. "Wir müssen im Moment davon ausgehen, dass es sich um eine scharfe Schusswaffe gehandelt hat, denn wir haben ein Einschussloch im Einsatzfahrzeug der Beamten", sagte ein Polizeisprecher. Einer Mitteilung der Polizei zufolge soll der Wagen an der Motorhaube getroffen worden sein.

Haftanträge gestellt

Das Wohnhaus in Absberg wurde während der Verfolgung weiter von der Polizei beobachtet. Während der Verfolgungsjagd wollte ein 30-Jähriger das Haus verlassen. Er wurde festgenommen und zog sich dabei eine Platzwunde am Kopf zu.

Spezialeinsatzkräfte durchsuchten anschließend die Wohnung. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass eine weitere Person geflüchtet war, suchten Einsatzkräfte den Bereich um das Haus bis etwa 23 Uhr ab. Dabei kamen ein Polizeihubschrauber und ein Personensuchhund zum Einsatz, jedoch ohne Erfolg.

Mit was für Waffen auf die Polizei geschossen wurde, war zunächst unklar. Die Ermittlungen laufen. Die Staatsanwaltschaft stellte gegen den 24-jährigen Beifahrer einen Haftantrag wegen versuchten Mordes und gegen den 23-jährigen Fahrerwegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. 

Gehörden die Männer zu gewaltbereiten Gruppen?

Die Kriminalpolizei Ansbach arbeitet nun gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Ansbach an dem Fall. Teil der Ermittlungen sei auch die Frage, inwieweit die Tatverdächtigen in gewaltbereite Gruppierungen eingebunden sind.

Wer während der Flucht auf der beschriebenen Strecke gefährdet oder geschädigt wurde, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 bei der Polizei zu melden. ami/mit dpa

Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.

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