In Gunzenhausen kam es am Mittwochabend (1. Juli 2026) zu einem folgenschweren Unfall, bei dem ein Mann von einem Zug erfasst wurde. Dies berichtete die Polizei.
Demnach versuchte ein 31-jähriger Deutscher gegen 21.15 Uhr, die Gleise an einem stillgelegten Bahnübergang zu queren. Weil die reguläre Unterführung einen Umweg bedeutet hätte, entschied er sich für eine, in den Worten der Polizei, "lebensgefährliche Abkürzung" - und kroch kurzerhand unter einem auf den Gleisen stehenden Güterzug hindurch.
Von Zug erfasst: 31-Jähriger erleidet schwere Verletzungen
Ausgerechnet in diesem Moment setzte sich der Zug unerwartet in Bewegung, und der 31-Jährige wurde von dessen Achsen erfasst. Der Triebfahrzeugführer bemerkte dies nicht und setzte seine Fahrt fort. Dafür hatte der 41-jährige deutsche Begleiter des Mannes den Unfall beobachtet und setzte umgehend einen Notruf ab. Der 31-Jährige erlitt schwere Verletzungen.
Neben Einsatzkräften der Landes- und Bundespolizei waren der Rettungsdienst sowie ein Notarzt vor Ort. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ein ebenfalls alarmierter Rettungshubschrauber landete zwar an der Unfallstelle, wurde aber nicht benötigt. Die Bundespolizei hat die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. In der Folge kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Regional- und Güterverkehr.
Die Bundespolizei warnt in ihrer Mitteilung zu dem Vorfall eindringlich vor den Gefahren auf Bahnanlagen. "Das Unterqueren oder Überklettern von Zügen ist verboten und lebensgefährlich. Abgestellte Züge können jederzeit auch ohne Warnsignale anfahren oder zurückrollen. Nutzen Sie ausschließlich die dafür vorgesehenen Unterführungen, Überführungen und Bahnübergänge", heißt es dort. Weitere Informationen zum sicheren Verhalten auf Bahnanlagen findest du auf der Homepage der Bundespolizei.