Ein niedergebrannter Bauernhof in Unterfranken ist wohl vom eigenen Bewohner angezündet worden: Eine Zeugin hatte am Sonntag (21. Juni 2020) den Brand kurz vor 03.00 Uhr bemerkt und den Notruf veranlasst. Aus zunächst ungeklärter Ursache standen Teile des Dreiseithofes in Falkenstein im Vollbrand. Die Brandbekämpfung erfolgte durch ein Großaufgebot der örtlichen Feuerwehren. Auch das THW und der Rettungsdienst befanden sich im Einsatz. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Von dem einzigen Bewohner des Anwesens fehlte zunächst jede Spur. Eine Nachbarin war noch auf Rufe von ihm aufmerksam geworden, als sie den Brand bemerkt hatte. Die Polizeiinspektion Gerolzhofen fahndete daher in und um Falkenstein nach dem Mann. Auch ein Polizeihubschrauber kam bei den Suchmaßnahmen zum Einsatz. Der Vermisste, der offenbar unter einer psychischen Erkrankung leidet, konnte noch am Sonntag ausfindig gemacht werden.

Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernahm noch am selben Tag die Kriminalpolizei Schweinfurt. Im Zuge der kriminalpolizeilichen Ermittlungen erhärtete sich nach und nach der Verdacht, dass der offenbar psychisch belastete Bewohner das Feuer selbst verursacht haben könnte. Er wurde aufgrund des dringenden Tatverdachts am Folgetag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt der Ermittlungsrichterin vorgeführt, die die Unterbringung des Mannes in einem Bezirkskrankenhaus anordnete. 

Wie genau das Feuer verursacht wurde, ist ebenso wie die exakte Schadenshöhe, noch Gegenstand der andauernden Ermittlungen.